Zurück in Süd Afrika

In einer Woche ist die schöne Reise zu Ende, aber wir wollen auf dem Weg nach Port Elizabeth, wo unsere Wohnmobile wieder per Schiff den Heimweg nach Bremen antreten, noch ein paar Sehenswürdigkeiten anschauen.

Tag 124 / 310 km

Von Springbok nach Augrabies Nationalpark.

Von Springbok durch Wüsten-Einsamkeit nach Osten, Richtung Upington zum Augrabies Nationalpark. Kernstück des Parks ist die vom Oranje-Fluss gebildete Granitschlucht mit den Wasserfällen. Der Oranje oder Gariep, Grenzfluss zwischen Namibia und Südafrika, zieht sich über eine Länge von 1800 km durch Südafrika. Er ist die Ursache der Diamantvorkommen an der namibischen Küste. Über Millionen von Jahren spülte er Diamanten aus dem südafrikanischen Kimberley in den Ozean. Von dort wurden sie mit Meeresströmung nordwärts getragen, in die Dünenfelder der Namib hinein. Der 18 km lange und 200 m tiefe Einschnitt gilt als markantes Beispiel für Granit-Erosionen. 

Tag 125 / 380 km

Von Augrabies nach Prieska

Bis nach Prieska begleitete uns der Oranje-Fluss. Das fruchtbare Land am Oranje und die dichten Bewässerungssysteme haben das Gebiet zum nördlichsten Agrarzentrum von Südafrika gemacht. Auf dem fruchtbaren Farmland werden neben Baumwolle auch Wein, Obst, Gemüse, Erdnüsse, Sonnenblumen und andere Nutzpflanzen angebaut. Bekannt sin die unter der Wüstensonne getrockneten Weintrauben – Rosinen und Sultaninen von Upington. 

Auf den leeren, schnurgeraden Strassen der Region werden Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt und neue Automobile getestet. Der Flughafen mit einer riesigen, ehemals militärisch genutzten Rollbahn lässt hierfür grosse Flugzeuge mit Autos im Bauch problemlos landen.

Tag 126 / 430 km

Von Prieska nach Graaff-Reinert

Die letzte lange Strecke bis zur „Perle der Karoo. Graaff-Reinet ist eines der schönsten historischen Städtchen Südafrikas. Die Gebäude im kapholländischen Stil sind die Attraktion des Ortes.

Weil ich schon kurz nach 7 Uhr heute früh gestartet war, reichte es mir noch den Camdebo Nationalpark kurz zu besuchen. Ich fuhr dort ins Valley of Desolution, das Tal der Trostlosigkeit. Dort auf den 1300 m hohen Berg, mit einer fantastischen Rundsicht, also absolut keine Trostlosigkeit.

 

Am Abend gingen wir in der Kirche um dort ein Orgelkonzert zu hören. 

Anschliessend ging es in ein gutes Restaurant zum Nachtessen.

 

Tag 127 / 250 km

Von Graaf-Reinet nach Addo Elefant Park

Unser letzter Besuch in einem Nationalpark. Heute hatte ich wieder sehr schöne Beobachtungen von badenden Elefanten-Herden machen können. Aber mittlerweile muss ich zugestehen, das ich diesbezüglich, nach meiner langen Reise, schon gehörig verwöhnt bin. Es ist schon fast normal, an Wasserlöchern, Tierherden anzutreffen und zu betrachten! 

Im Addo Park gefällt mir besonders die üppig grüne Landschaft. In den vergangenen Tagen vor allem in Namibia hatte ich ja meist nur Sand und karge Wüste gesehen, was mir aber durchaus auch gut gefällt.

Ja da gäbe es noch viele Bilder, welche ich heute aufgenommen hatte. Morgen fahre ich weiter nach Port Elizabeth und diese mitten durch den Park, bis zum Südtor.

Tag 128 / 

Von Addo nach Port Elizabeth

Der letzte Fahrtag, ich wählte noch einmal Schotterpiste bis zum Südausgang aus dem Park, welcher noch knapp 50 km vor Port Elizabeth liegt. Es war eine schöne Letzte Safari -Fahrt, wo ich zum letzen mal Tiere beobachten konnte.

Hügel, grüne Landschaft, schon fast wie Zuhause im Jura, nur das hier statt Kühe und Pferde, etwas andere Tiere anzutreffen sind.

Tag 129 / 0 km

In Port Elizabeth

Zum letzen mal auf einem Campingplatz in der Pine Lodge in Port Elisabeth. Heute war packen und Womo für die Verschiffung bereit machen angesagt. Am Abend gingen wir aber zum Essen mit Guter Live Musik hierin der Pine Lodge.

 

Tag 130 / 0 km

Heute fuhren wir unsere Wohnmobile zu einer Lagerhalle, wo sie auf das Schiff warten, welches am 9.September hier ablegen soll. Übernachtet hatte ich im Beach Hotel. Am Abend trafen sich alle Teilnehmer noch einmal zum gemeinsamen Nachtessen und zur Verabschiedung.

131. Tag 

Die schöne Reise durch das südliche Afrika ist zu Ende. Die erste Flugetappe von Port Elizabeth bis Johannesburg habe ich bereits hinter mir und warte auf den Anschlussflug. Zeit über die vergangenen Monate nach zu denken. Wir hatten sehr viel erlebt, sehr viel gesehen. Welches der bereisten Länder mir am Besten gefallen hatte ist schwer zu sagen. Es sind zu grosse Unterschiede, jedes Land ist wieder anders. Südafrika und Namibia sind sehr schön, aber nicht das eigentliche Afrika. Mosambik, Malawi, Botswana, Tansania Simbabwe und Sambia- das ist Schwarz -Afrika pur. Die einen Länder wie z.B. Botswana sind kaum bevölkert. Andere wieder wie Malawi sind so dicht bevölkert, das man gar nie einen Blick auf die Landschaft hat und dabei keine Menschen sieht, zu hunderten stehen oder laufen sie entlang den Strassen. Wie oben bemerkt sind die Unterschiede enorm. Landschaftlich hat mich Namibia mit seinen Bergen, der Wüste mit den riesigen Dünen, dem Meer mit den Robben, sehr gut gefallen, hier kann man noch über Pisten sausen, wird nie von Polizei behindert und fühlt die Freiheit des Reisens. Auch Malawi ist vor allem mit dem Malawisee ein landschaftliches Juwel. In den anderen Ländern mit Ausnahme von Südafrika, fährt man immer durch Dörfer, muss sehr auf Fussgänger seitlich der Strasse achten und wird sehr oft von der Polizei angehalten, manchmal nur für smaltalk, aber oft auch mit Forderungen nach Geld. 

Meine Einstellung zu Entwicklungshilfe hat sich durch das was ich gesehen und erlebt habe geändert. Schon als ich noch Kind war erinnere ich mich an Spendenaufrufe für Afrika. Doch wo ist das Geld das sicherlich all die vielen Jahre über geflossen ist geblieben? In Namibia hatte ich gesehen, wie weisse Farmer selbst in der kargen Wüste mit äusserst knapper Vegetation, Rinder und Schaffe züchten können. Warum ist das z.B. In Malawi, wo entlang des grossen Malawisees, Wasser vorhanden ist und die Landschaft grün ist, nicht möglich? Da wartet man offenbar lieber auf irgend ein Hilfswerk, das Lebensmittel verteilt. Weshalb tun die Regierungen der betreffenden Länder nicht mehr für die Bildung? Haben sie Angst das die Bevölkerung zu klug wird und so der Armut entkommt? Ja dann würden wohl keine Gelder mehr in die Taschen der Mächtigen fliessen. 

Zum Abschluss noch ein gemeinsames Foto von unserer tollen Gruppe. Wir hatten es alle mit einander sehr gut. Viele tolle Gespräche, viele schöne Erlebnisse und eine super tolles Reiseleiter -Team.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare
  1. Ruedi & Verena Wild sagt:

    Sali Rolf

    Tolle Reise, schöne Bilder und ein packender Text. Was will man mehr als Daheimgebliebener?
    Danke vielmals, es war spannend!

    Wir fliegen am 17. September nach LA und dann geht es los: Mit seabridge 5 Wochen durch den Westen der USA.

    Du gehst sicher nach Bad Dürrheim um ein neues Reiseziel zu finden. Wie geht es Deinem Hymerli?
    Wieviele Km hast Du damit schon gemacht?

    All the best and see you on the road again!

    Liebe Grüsse
    Ruedi & Verena

  2. Ruth und Barbara sagt:

    Lieber Rolf
    Danke, dass du uns an deiner so tollen Reise hast teilnehmen lassen. Dein Text war sehr interessant und spannend, deine Fotos Spitze.
    Nun bist du bestimmt schon wieder zuhause. Wir wünschen dir einen guten Start in den Alltag und weiterhin so spannende Reisen.
    Bis zum nächsten Mal mit ganz lieben Grüssen
    Ruth und Barbara

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