Tansania Nord

Tag 73 / 330 km

Von Karatu (Doffa Camp) nach Singida

Ab jetzt geht es wieder südwärts. Zunächst zurück nach  Makuyuni, wo wir schon waren. Dann folgte eine neue Strecke bis Singida. Wir fuhren wieder durch Masai-Land mit Hirten, Herden und vereinzelten Wasserstellen. Noch immer sind wir auf ca, 1700 m Höhe. Hier wird viel Mais, Sonnenblumen und auch Tabak angebaut. Unser Übernachtungsplatz liegt am Lake Singida.

 

Tag 74 / 250 km

Von Singida nach Dodoma

Immer trockener wird die Landschaft. Auch die vielen Leute, welche man entlang der Strasse sieht wirken ärmer. Die Strasse wurde neu gebaut. Touristen gibt es hier keine. Dies ist sicherlich auch der Grund, dass die Einheimischen beim Durchfahren still stehen und einem lange nachschauen.

Gegen Mittag erreichte ich Dodoma. Die Stadt mit 400’000 Einwohnern ist seit 1973 Hauptstadt Tansanias. Doch wer wollte in dieser staubigen Wuseligen Stadt weit weg vom pulsierenden Leben in Daressalam regieren! Also ist der Regierungssitz zurück gewandert nach Daressalam und Dodoma ist der Sitz der Nationalversammlung. Um Dodoma gibt es Weinberge und es werden gute Weine gekeltert -Dodoma-Wein. Wir übernachten ausserhalb der Stadt wieder auf einem Hotel-Parkplatz. Eine kurze Rundfahrt durch die betriebsame Stadt konnte ich natürlich nicht auslassen.

Ich liebe solch wuselige Durchfahrten, wo man manchmal nicht mehr weis wie es weiter gehen soll. Dan habe ich jeweils genügend Zeit mich ein wenig umzuschauen.

Tag 75 / 320 km

Von Dodoma nach Kisolanza

Über weite Strecken begleitete uns ein Baobab-Wald. Letztes Jahr im Oman bin ich noch einen Extra-Abstecher gefahren, weil es dort ein paar Baobab Bäume zu sehen gab. Hier in Afrika gibt es abertausende von diesen schönen dickstämmigen Ungetümen.

Eine aufgezwungene Pause ergab sich bei der Fahrt über einen Staudamm. Christine unsere Reiseleiterin hatte uns schon entsprechend vor informiert und so kam es dann, ich wieder als Vorfahrer, stieg bei der ersten Schranke vor dem Damm aus, trug mich mit meinen Daten ins Buch ein und konnte ohne Probleme auf den Damm fahren. Beim rausfahren sollte das gleiche Prozedere noch einmal erfolgen. Der Wächter mit geschultertem Gewehr wiese mich in das Häuschen. Dort wurde ich belehrt, dass es Vorschriften für die Fahrt über den Damm gäbe. Also ich hatte bei der Ampel gewartet bis es Grün war, dann im Schritttempo rüber gefahren, was soll ich dann sonst noch tun? Also ich müsse einfach bezahlen- mache ich nicht- -Korruption unterstütze ich nicht- also wurde die Schranke zur Ausfahrt nicht geöffnet und mir mit der Polizei gedroht. Ich bat darum die Polizei zu rufen und drohte meinerseits mit der Reiseleitung die bald kommen werde. Dann kochte ich Kaffe und machte es mir gemütlich. Nach etwa einer halben Stunde tauchte der nächste hinter mir fahrende auf. Da wurde plötzlich die Schranke geöffnet -Go- rief der Schrankenwächter mit grimmigem Gesichtsausdruck und beide durften raus fahren ohne dass wir uns ins Buch hatten eintragen müssen.   

Das selbe ist auch mit der Polizei, sie schicken in den Dörfern ein Auto, das vor einem mit 20 km/h fährt und provozieren dich so, das du überholst. Dann halten sie dich am Dorfende an und behaupten du seist zu schnell gefahren. Das Ganze läuft dann darauf hinaus das die Busse reduziert werden kann, wenn man keine Quittung will. Ich mache da einfach nicht mit, lasse mich nicht provozieren und fahre stur hinter dem Verführer her bzw. fahre auf Tempomat mit 50 km/h auch wenn schon lange kein Dorf mehr in Sicht ist und das Ende-50 Schild nicht vorhanden war. Manchmal halten sie einem auch ein Gerät hin auf dem irgend eine Zahl über 50 steht, natürlich ohne Foto vom Auto. Dann muss man halt hartnäckig sein und alles abstreiten. Ich behaupte dann einfach, dass es unmöglich sei. Mein Auto fährt GPS- gesteuert automatisch mit max. 48 km/h, was eigentlich auch stimmt, weil ich es so eingestellt habe.


Mit dem Erreichen von Kisolanze schliesst sich der Kreis, welchen wir von Süden kommend nach Norden, dann Westen und wieder Richtung Süden gefahren sind. Weil es auf dem Farmhouse-Camp so schön war, wollen wir wieder zwei Nächte dort verweilen.

Tag 76/ 0 km

Es ist Sonntag und da hatten wir uns entschlossen einen Bus zu chartern und eine katholische Messe zu besuchen.


Nach der Mittagspause gingen wir zu einem archäologisch bedeutenden Ort, Isimila, wo Steinwerkzeuge die vor 300’000 bis 400’000 Jahren von Frühmenschen verwendet worden sind. Wir wanderten dann durch eine Schluch wo Sandstein-Formationen durch Erosion entstanden, anzuschauen waren. Farmmitarbeiter nutzten die Gelegenheit und begleiteten uns bei dieser Wanderung.

Tag 78. / 300 km

Von Kisolanza nach Mbeya

Diese Strecke hatten wir schon einmal in der anderen Richtung gefahren, als wir wegen der Verhinderten Durchfahrt durch Mosambik hier durch mussten. Das war die Strecke mit der langen Baustelle. Nun stehen wir hinter Mbeya bei einer Kaffe-Farm, welche einem Schweizer aus Luzern gehört. Wir werden für zwei Nächte bleiben und Morgen die Kaffe- Farm besichtigen.

Tag 79. / 0 km

Ruhetag auf dem Campground der Kaffe-Farm. Am Vormittag wanderten wir durch die Kaffe Plantage und wurden von dem Schweizer Manager über die Herstellung von der Pflanze bis zum fertigen Kaffe informiert.

 

Die Plantage ist 600 Hektar gross. Im Jahr werden ca. 120 Tonnen Kaffebohnen produziert. Erntezeit ist von März bis August. Die richtig reifen Kaffekirschen sind rot.

 

 


Die äussere rote Hülse wird abgetrennt. Darin befinden sich zwei Bohnen. Diese werden fermetiert, an der Sonne getrocknet und dann wird nocheinmal eine Hülle entfernt, bis am Schluss die grüne Bohne übrig bleibt. Die Bohnen werden exportiert und nicht hier geröstet. Nur für den Inlandbedarf haben sie eine Rösterei in Daressalam.



 

Hier wird die äussere Hülle entfernt. Sie dient als Dünger.

Wir latschen über die Bohnen! Hakuna Matata!

Von Hand wird noch einmal aussortiert(Resthülsen entfernen)

Für uns wird der Röstvorgang im kleinen vorgeführt, damit wir den Kaffee auch geniessen konnten.

Nach der Besichtigung wanderten wir noch auf den Hügel, unten kann man unsere Womos erkennen.

Das war die letzte Übernachtung in Tansania. 4 Wochen haben wir Tandania erlebt und erfahren. Sansibar, Masai’s, Ngorongoro im Regenwald und im Krater, Serengeti mit so vielen Tierbeobachtungen und den tollen Zelt – Lodges. Das schöne Hochplateau vor Singida, Kisolanza Farm und zum Schluss noch die Utengule Lodge mit der Kaffee-Farm. Ein Land voller Naturwchönheiten, Baobab-Bäumen, Wäldern, Schluchten, Flustälern und Savannen.

Nun geht’s weiter nach Sambia.


 


 

 



Kommentare
  1. Sabrina sagt:

    Hallo Rolf
    Es ist immer wieder spannend deine Reiseberichte zu lesen. Weiterhin gute Reise.
    Liebe Grüsse
    Sabrina und Yuma:-)

  2. Heidi und Bruno sagt:

    Hallo Rolf, fantastische, wunderschöne Tierbilder, wahnsinn was dir auf Safari alles vor die Kamera gekommen ist. Wünschen dir weiterhin schöne Abenteuer und gute Reise. Grüsse Heidi und Bruno

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