UKRAINE



Die Ukraine hat eine Fläche von 603.700 Quadratkilometern somit ist sie der größte Staat, dessen Grenzen vollständig in Europa liegen. (ca. 14 x größer als die Schweiz). Sie verfügt nach Russland über das zweitgrößte Staatsgebiet in Europa. Die Ukraine grenzt an Russland im Nordosten und Osten, Weißrussland im Norden, Polen, die Slowakei und Ungarn im Westen, Rumänien und Moldawien im Südwesten sowie an das Schwarze Meer und das Asowsche Meer im Süden. Die Hauptstadt und größte Metropole des Landes ist Kiew. Die Ukraibe zählt 45 Mio. Einwohner. Seit der Auflösung der Sowjetunion im Jahr 1991 ist die Ukraine unabhängig. Im Februar 2014 brach infolge der Euromaidan-Proteste ein bewaffneter Konflikt in Teilen der Ostukraine aus, der bis heute andauert. Die Krim und Teile der Ostukraine befinden sich seit 2014 nicht vollständig unter Kontrolle der Zentralregierung. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung beherrscht sowohl die ukrainische Sprache als auch die russische Sprache. Das Russische verlor mit der Unabhängigkeit 1991 auch den Status als offizielle Amtssprache.
In zwei Tagesetappen erreichten wir die Hauptstadt Kiew um am fahrfreien Tag die Stadt zu besichtigen.

Mit Natascha, einer waschechten kompetenten Ukrainerin besichtigten wir also die Stadt Kiew. Für mich wieder eine Überaschung, hier eine solch schöne und lebendige Stadt anzutreffen. 

Natürlich durften auch hier Kirchen-Besichtigungen nicht fehlen. Viele wurden zwar unter Stalin gesprengt oder anderen Zwecken zugeführt. Wir besuchten die Wladimir-Kathedrale, welche die bedeutendste Kathedrale des Kiewer Patriarchats der ukrainisch-orthodoxen Kirche ist und zwischen 1859 und 1882 errichtet wurde. Die 49 Meter hohe Kathedrale hat sieben vergoldete Kuppeln, sowie im Inneren drei Apsiden und sechs Pfeiler. 


Die Kathedrale ist mit Mosaiken und Fresken reich verziert. Die Malereien im Inneren stammen von berühmten russischen Malern und nicht wie üblich von Mönchen. Aus diesem Grund sieht man die heiligen Figuren mal in anderer Pose als üblich. Jesus sitzt z.B ganz entspannt und zurück gelehnt beim Abendmal.


Weitere Bilder von der schönen Stadt:





Natürlich durfte ein Besuch auf dem Majdanplatz, wo 2004 und 2014 Revolution statt fand auch nicht fehlen.

Der große Unterschied zwischen den „Revolutionen“ von 2004 und 2013/2014 war, dass es bei der „Orangenen“ keine Todesopfer gab, während es bei der „Revolution der Würde“ im Jahr 2014 über 100 Tote zu beklagen gab. Damals führten die Proeste zum Sturz des autoritären Janukowitsch-Regimes. Bei der Orangen Revolution, die mir noch gut im Gedächnis ist trug ganz Kiew Orange. Wochenlang harrten hunderttausende Menschen auf dem Majdan, dem Unabhängigkeitsplatz der ukrainischen Hauptstadt, Tag und Nacht bei Schneefall und klirrender Kälte aus. Es war eine Massenbewegung, die für eine demokratischere, freiere und gerechtere Gesellschaft demonstrierte.


Die Straße wo 100 Demonstranten ihr Leben lassen mussten.


Natascha erzählte uns eindrücklich Ihre Erlebnise, wie die mit ihren Kindern an der Demo teilnahm und dann flüchten musste als die ersten Schüsse fielen. Natürlich ist die gar nicht gut auf Russland zu sprechen und hat uns mehrere Gründe aufgezeigt warum die Ukraine sich eher zur EU hin orientieren sollte.




Letzter zwei Nächte halt in der Ukraine und  letzte Stadtbesichtigung in Lviv oder oft auch Lemberg genannt. 

Lviv mit 0.9 Mio Einwohnern liegt auf der Europäischen Hauptwasserscheide, ein Hügel in der Stadt bildet die Grenze. Südlich davon fließen die Flüsse ins Schwarze Meer, nördlich davon in die Ostsee. Die Stadt liegt etwa 80 km östlich der Grenze zu Polen. Lviv ist seit Jahrhunderten vom Zusammenleben mehrerer Ethnien geprägt. Bis ins 20. Jahrhundert gab es neben einer polnischen Bevölkerungsmehrheit einen großen Anteil an Juden. Der zunächst geringe Anteil an Ukrainern wurde nach und nach durch Zuzug aus dem Umland größer. Daneben gab es noch verschiedene Minderheiten, etwa deutschsprachige, bedingt durch die österreichischen Beamten, oder armenische. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts leben in der Stadt überwiegend Ukrainer, daneben Russen, Weißrussen und Polen. Die Altstadt ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und wird von Bauwerken der Renaissance, des Barock, Klassizismus und Jugendstils beherrscht. Ihr mediterranes Flair diente als Kulisse für russische Filme, die Rom oder Venedig darstellen sollten. In der Altstadt gibt es sehr viele Straßencafés, man hat wirklich das Gefühl in einer mediterranen Gegend zu sein. Nur die Sprache passt nicht dazu.



Das ist eine orthodox – griechische Kirche, auf der rechten Seite der orthodoxe Patriarch, rechts der römische Pabst.








Viele Strassenmusikanten und einer spielte sogar ein echt Schweizerisches Hang.


Das war nun unsere letzte Stadtbesichtigung. Morgen gehts weiter wieder in den Schengen-Raum d.h. Über die Grenze nach Polen wo wir uns alle von einander verabschieden und alle ihren persönlichen Heimweg antreten. Aber vorher feierten wir bei einem gemeinsamen Nachtessen den großen Abschied von einander. Ein fulminanter Abend mit feinem Essen und ukrainischer Musik durch eine Gruppe von 4 Frauen mit Banderas (ukrainisches Instrument) und einem Mann mit Geige.



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