Tansania Süd

55. Tag / 185 km

Von Chitimba (Malawi) nach Tukuyu (Tansania)

 Als Erster an der Grenze, ausgestattet mit einer kompletten Beschreibung an welche Schalter, Copieshops und Kassen, man nacheinander zu gehen hat, war es ein leichtes die vielen Formulare, Stempel und Eintragungen im Carnet zu bekommen. Nach der Grenze sofort wieder ein anderes Landschaftsbild. Vom Songwe-Fluss welchen wir an der Grenze überquerten, in das Rungwe-Valley. Wir durchquerten Nadelwälder, und sahen schon die ersten grossen Tee-Plantagen. Das Land ist feucht und fruchtbar ein üppiges Grün über Hügel und Täler. Tukuyu liegt auf 1600 m Meereshöhe. Grosse Vulkanberge prägen das Landschaftsbild. Wir sind nun im ehemaligen „Deutsch-Ostafrika“ (1885 – 1919). Tukuya war damals der Bezirksamtsitz Neu-Langenburg.

Wir stehen auf einem Hotel Parkplatz. Am Nachmittag kam eine Fröhliche Hochzeits -Gesellschaft vorbei, mit unglaublich lauter Musik, fas eine Art Street-Parade.

 

 

 

 

 

 

 

56.Tag / 330 km

Von Takuya nach Kisolanza

Fahrt durch Bananenplantagen und Kaffeeanbaugebiete über die Poroto – Berge bis auf 2300 m Meereshöhe. Grün soweit das Auge schauen kann.

 

Ban2

 

Doch als es wieder runter auf 1000 m Höhe ging, wurde es karger. Ich stoppte noch am Markt in Mbeya.  

 

 

Dann wurde die Strasse (wenn man dem überhaupt noch Strasse sagen kann), immer schlechter. Zuerst tiefe Spurrillen, welche das Kreuzen, bei dem vielen LKW-Verkehr, schwierig machten. Überholen war schon gar nicht möglich!

 

Es folgte eine ca. 150 km lange Strassenbaustelle mit teilweise seitlichen Schotterpisten. Tempolimit 30 km/ h. Sehr viel Polizei die das auch überwacht und gerne Bussen ausstellt. Ich hatte mich heute nicht erwischen lassen, bin brav stundenlang mit 30 km/ h dahin getuckert. Trotzdem wurde ich heute 8 mal angehalten, nach Ausweisen und Versicherungsbelegen und immer wieder gefragt wo ich hinfahren will. Die Strasse wird von China gebaut, Ingenieure  sind Chinesen, Bauarbeiter sind Einheimische. Wieso eine so lange Baustelle mit Umleitung auf Pisten, wo man nur sehr selten Bauarbeiter sieht? Ich kann das nicht verstehen! Müde und erschöpft erreichte ich Am späteren Nachmittag The Old Kisolanza Farmhouse, wo wir zwei Nächte bleiben. Das war heute ein sehr anstrengender Tag. So war es schön auf dem Campground der Farm anzukommen und dort ein sehr gutes Nachtessen, in toller Ambiance, serviert zu bekommen. Gekocht wurde mit Produkten von der Farm.

57. Tag / 0 km

Ruhetag auf dem Gelände des Farmhauses. Wir besichtigten zusammen mit Nicki, der Besitzerin, die Farm. Nicki aus England war keine Bäuerin, ihre Eltern gründeten die Farm und starben früh, so dass sie zusammen mit ihren Brüdern die Farm weiter führte. Von Rinderzucht über Forstwirtschaft werden weitere Projekte wie Artemesia Pflanzen, Pflanzen für die Herstellung von künstlichem Süßstoff, etc. angebaut und exportiert. Die Rinder werden in mehreren Herden gehalten. Alle 2 Wochen werden sie zusammen getrieben und gewaschen und gegen Insekten besprüht. Es ist eine Mutter-Kuhhaltung wie wir sie auch kennen. Milchwirtschaft wird nicht betrieben. Ein schweizerisches Projekt hat jedoch für hiesige Familien Kühe importiert und diese Einheimischen zur Eigenversorgung mit Milch abgegeben. Doch die Kühe wurden krank, weil sie hier ja nicht heimisch sind. So wird nun auf der Farm versucht die Schweizerkühe mit hiesigen Stieren zu kreuzen. Das gibt zwar keine Hochleistungskühe, welche wie bei uns 20 Liter pro Tag produzieren, dafür aber erhofft man sich widerstandsfähige Tiere, die dann eben ev. nur 10 Liter hergeben, was aber für die Eigenversorgung durchaus reicht.

Dieser Maasai bewacht unser Camp.

Die Farm Besitzerin und unten deren Farmhaus

 

Wie im Film „Out of Africa“!

 

Artemesia Pflanzen werden geschnitten, an der Sonne getrocknet und dann abgelesen. Artemesia ist als Heil und Gewürzpflanze bekannt, enthält viel Bitterstoffe und ätherische Öle.

 

Wasserbrunnen mit glasklarem gutem Wasser.

Tag 58. / 240 km

Durch hügeliges Land mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung führte die heute sehr gute Strasse. Einen Zwischenstopp legt ich in Iringa ein. Ich war dort der einzige Weisse weit und breit, konnte aber ohne Bedenken und ohne das mir jemand etwas verkaufen wollte durch die Markthalle und die angrenzenden Läden spazieren.

 

 

 

 

Tollen Gerüst und Treppenbau „Mad in Africa“

Es geht auch noch höher.

 

 

Weiter durch die grüne Landschaft. Deutsche Siedler initiierten den Tabakanbau, dazu kam Mais, Gemüse und Obst- nicht zu vergessen die Teeplantagen. Hierhin kamen 1926 fast alle deutschen „Pflanzer“ zurück und bewirtschafteten das Land bis zum 2. Weltkrieg. Danach ging das Land mit Mann und Maus in englische und griechische Hände über. 

Im schönen Kitonga Valley gibt es viele Baobab Bäume.

 

Immer mehr erkennt man den arabischen Einfluss, welcher von Sansibar ausstrahlt.

59. Tag / 280 km

Auf der Wegstrecke bot sich die Möglichkeit eine Schule zu besuchen. In Morongoro leiten katholische Ordensschwestern eine Elementarschule von Kindergarten bis 7. Klasse. An der schule wird englisch unterrichtet. Die grösseren Schüler und Schülerinnen wohnen in der Schule und gehen lediglich zwei mal pro Jahr nach Hause. Insgesamt werden ca. 700 Kinder unterrichtet. Wir wurden fürstlich empfangen. Die Kinder tanzten und sangen für uns, dann bestanden die Schwestern darauf, dass wir noch bei ihnen ein Mittagessen einnehmen.

 

 

 

 

 

 

Dann fuhren wir bis vor die Stadtgrenze von Dar es Salaam. Dort parkierten wir unsere Womos und fahren  mitBus und Fähre für3 Tage nach Sansibar.

 

 

 

 

 

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