Dez. 11 Argentinien / Chile

Donnerstag 1. Dezember 2011 // 233 km
Von El Calafate bis El Chaltén sind wir heute gefahren. Schon von weitem konnte man das markante Bergmassiv des Fitz Roy bewundern. wir sind schon kurz nach Mittag hier eingetroffen. Weil ich erkältet bin, habe ich mir mal erst einen ausgedehnten Mittagsschlaf gegönnt. Anschließend genossen wir wieder einmal draussen in unseren Liegestühlen den herrlichen Sonnenschein und das tolle Panorama mit verschneiten Berggipfeln um uns herum.
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Freitag 2. Dezember 2011 // 0 km
Leider kann ich nicht an der Wanderung zum Lago Torre teilnehmen. Die Wanderung ist 17 km lang und führt zum Basislager für den Aufstieg zum Cerro Torre. Mal sehen, ob es mir Morgen besser geht, dann ist eine weitere Wanderung angesagt.

Samstag 3. Dezember 2011 // 0 km
Es geht mir besser, also bin ich mit dem Bus der uns zum Ausgangspunkt der Wanderung brachte mitgefahren. Wir sind am Basislager zum Aufstieg auf das Fitz roy massiv, vorbei bis zum Lago Capri aufgestiegen. von da gings über eine Hochebene mit fantastisher Aussicht auf die Begmassive, wieder zurück zum Campingplatz. Die Wanderung von 17 km Länge, war sehr schön und eigentlich nicht anstrengend. Ich bin froh, dass meine Erkältung am abklingen ist und ich heute leicht mithalten konnte. Nach der Wanderung trafen wir uns in der Brauerei in El Chaltén. heute Abend gibt es ein gemeinsames Nachtessen hier im Ort.
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Sonntag 4. Dezember 2011 // 293 km
Tagwach um 4 Uhr (freiwillig). Warum? Um 5:36 ist Sonnenaufgang. Die ersten Sonnenstrahlen beleuchten die Spitze des Fitz Roy. Das rote glühen des Felsen wandert dann in knapp 2 Minuten von der Spitze bis zum Fuss des Bergmassivs. Soetwas kann man sich doch nicht entgehen lassen. Also sind wir 3 Schweizer Womos (Ernst, Malies, Jörg, Margreth und ich) pünktlich zum Sonnenaufgang, an geeigneter Stelle ausserhalb von El Chaltén auf der Strasse gestanden und haben uns dieses Naturereignis angeschaut. Anschliessend gab’s dann auf einem Ausstellplatz noch das verpasste Frühstück, um dann auf die staubige Piste der Routa 40, unserem nächsten Etappenziel der Estancia La Angostura entgegen zu fahren. Unterwegs dann nur Pampa, Schotterpiste und sonst nichts. Weil wir so früh los gefahren sind, erreichten wir die Estancia bereits vor Mittag. Jörg fing leider noch einen Nagel und musste nach unserer Ankunft den Pneu wechseln. Für ihn natürlich kein Problem, kaum angefangen, war er schon fertig.
Am Abend gab’s ein gemeinsames Essen, im Gästeraum der Estancia. Vom eingelegten Hasen über reichhaltigen Salat, natürlich Lamm am Feuer gebraten, sowie Würste, Poulet etc. vom Grill, bis zum feinen Dessertbuffet gab es soviel bis man nicht mehr mochte. Man kann sich in Argentinien in Bezug auf’s Essen, einfach nicht zurückhalten.
Nach dem Essen hat uns der Besitzer der Estancia aus seinem Leben erzählt und unsere Fragen beantwortet. Jeanette hat dabei übersetzt. Die Grosseltern des heutigen Besitzers erwarben 1908, im Alter von 18 Jahren das Grundstück von 20’000 Hektar zu einem symbolischen Preis. Die Regierung war interessiert, auch dass Innenland und insbesondere die Grenzregion gegen Chile zu besiedeln. Der Vulkanausbruch von 1991 legte eigentlich die ganze Region lam. Von den 5000 Schafen hatten nur ca. 200 überlebt. Die Dächer der Häuser waren zerstört. Viele Estanzien sind verlassen worden. Das Land verödete. Der Tourismus hat die Estancia La Angostura vor dem Untergan verschont. Heute hat es wieder Schafe, viele Rinder und natürlich Pferde und ca. 30 Hunde um die Tiere zusammen zu treiben und um Wildtiere wie Pumas verzuhalten. Die Ausdehnung des Grundstücks ist in etwa 25 km x 30 km. Um die Grenze zu umrunden müsste man also ca. 110 km Weg zurücklegen. Es war sehr spannend den Erzählungen und der Beantwortung der vielen Fragen, zuzuhören.

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Montag 5. Dezember 2011 // 394 km
Wir 3 Schweizer Wohnmobile haben heute gleich 2 Tagesetappen gefahren. Mit 3/4 leerem Tank habe ich in Bajo Caracoles keinen Diesel erhalten. Der Übernachtungsplatz lag zwar ganz in der Nähe. Ich hätte aber wohl kaum gut geschlafen, mit dem Gedanken ob ich die Strecke bis zur nächsten Tankstelle am anderen Tag schaffe. also hatten wir uns entschieden bis Los Antiguos vor der Grenze nach Chile weiter zu fahren und dann dort wieder auf die Gruppe zu warten. Es war eine Zitterpartie, ich bin voraus gefahren, 50 km vor der Stadt Perito Moreno leuchtete die Tankanzeige. Im Notfall hätten die anderen mir aushelfen können, doch es hat geklappt. Bei den anderen beiden auch. Diese Tankstelle in Peritto Moreno hatte genügend Treibstoff. Entspannter fuhr ich dann die Reststrecke bis zum Lago Buenos Aires, den sich Chile und Argentinien teilen. In Chile heisst der See Lago General Carrera. Nach dem Titicacasee ist dies der zweitgrößte See ganz Südameikas.

Dienstag 6. Dezember 2011 // 0 km
Ruhetag, am Lago Buenos Aires, wieder herrlich warmes Wetter. Wir warten bis die Gruppe auch hier eintrifft, um dann Morgen über die Grenze nach Chile weiterzufahren. Ernst hatte seinen Webergrill gestartet, Marlies dazu ein herrliches Risotto aufbereitet und so verbrachten wir 5 Schweizer den Klausabend mit Tbone Steaks vom Grill mit feinem Risotto.

Mittwoch 7. Dezember 2011 // 117 km
Wir haben Argentienien erneut verlassen und sind wieder in Chile. Über eine kurvenreiche Piste ging es den Bergen und dem See, welcher nun Lago General Carrera heißt, entlang bis zu einem Übernachtungsplatz in freier Natur. Unterwegs musste ein Fahrzeug abgeschleppt werden, weil der Motor nicht mehr läuft. Unsere Reiseleiter haben ein Satelitentelefon, so dass Sie einen Mechaniker hier heraus in die Wildnis (300 km ein Weg) bestellen können.

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Donnerstag 8. Dezember 2011 // 80 km
Wunderschöne Strecke auf der Carretera Austral, welche zu Zeiten Pinochet gebaut worden ist. Die Carretera Austral ist 1200 km lang (mehrheitlich Schotterpiste). Ein Netz aus Flüssen, Gipfeln und ausgedehnten Gletschern bildete seit langer Zeit eine natürliche Grenze zwischen dem nördlichen Patagonien und dem Rest der Welt. Erst zur Zeit der Pinochet – Diktatur in den 1980 er-Jahren wurde diese abgelegene Region effektiv durch die Carretera Austral ans übrige Land angebunden. Wildste unberührte Natur, nur unterbrochen durch ganz wenige, kleinste Dörfer und vereinzelte Ferien Ressorts. Wir sind hier in Río Tranquilo zur Mittagszeit angekommen, haben uns schöne Plätze am See ausgesucht und sind am Nachmittag mit einem Boot zu den Capilla de Mármol gefahren. Das Wasser hat die Inseln teilweise unterspült und Höhlen und sehr bizarre Formen geschaffen. Der Marmor bildet einen tollen Kontrast zum hellen Blau des Wassers.

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FARO der "Schnüggel" von Marlies und Ernst

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Hier hat Lupa offensichtlich Modell gestanden?

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Freitag 9. Dezember 2011 // 113 km
Weiter auf der Carretera Austral bis zu einem schön gelegenen Campingplatz, mitten in der Wildniss in Villa Cerro Castillo. Wir sind an abgestorbenen Wäldern vorbeigefahren. Das sind die Folgen des Ausbruchs des Vulkan Hudson. Dieser brach 1991 aus, woraufhin Süd-Patagonien unter einem kniehohen Ascheteppich begraben lag. Unlängst waren auch der Vulkan Llaima und der Vulkan Chaitén aktiv. Wir werden in der Region um Bariloche vermutlich mit den Folgen des Ausbruchs konfrontiert werden. Die Meldungen aus der betroffenen Region sind nach wie vor widersprüchlich. Vorsorglich sollten wir uns mal mit Damenstrümpfen eindecken, damit wir allenfalls die Luftfilter schützen können. Ich habe den Luftfilter schon wegen dem Staub auf den Pisten, mal vorsorglich ausgebaut, aber nur unwesentliche Verstaubung festgestellt.

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Samstag 10. Dezember 2011 // 264 km
Heute war nur ein kurzes Stück Piste. Eine richtige Erholung war dann die toll ausgebaute Betonstrasse über einen Pass (1000 m). Über Mittag waren wir in Coyahaique der Hauptstadt der Regin Aisén. Hier wohnen etwa 50 000 Leute, die Hälfte aller Bewohner der Region Aysén. Hier konnte man wieder mal Gasflaschen füllen und einkaufen. In den Minen von Coyahaique wird Zink gefördert. Weiter ging dann die Fahrt durch eine bergige Landschaft mit grossen Flüssen. Man sieht überall riesige Flächen mit violetten, weissen und lila Lupinien, dazwischen blühen gelbe Sträucher ähnlich wie unser Ginster. Gegen Abend erreichten wir unseren Übernachtungsplatz direkt am Lago Torres.

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Sonntag 11. Dezember 2011 // 104 km
Über Piste durch den kalten Regenwald. Bei uns würde man die Strasse an manchen Stellen, als unpassierbar bezeichnen. Hier ging es durch überwucherndes Grün, bestehend aus übermanns hohem, grossen Farn- und Riesenblättern ähnlich Rabarbern, über eine enge Piste in Serpentienen über einen Pass. Kritisch wurde es, als mir ein blinkendes Fahrzeug entgegenkam. Es war die Warnung für den folgenden Baumaschinen-Schwertransport (auf dieser für unsere Verhältnisse, unpassierbaren Strasse)!
Am frühen Vormittag, erreichte ich den, als Tagesvariante vorgeschlagenen Nationalpark Ventisqueo Colgante. Also entschied ich mich, diesen Abzweiger zu fahren. Dort im Regenwald angekommen, packte mich das Wanderfiebe. Ich ging zuerst zum See ( kleine Tour ). Dort sah es aus wie bei uns am Öschinensee, mit dem Unterschied dass dort ein Gletscher war und ich der einzige Mensch an diesem See. Das gefiel mir so gut, dass ich mich entschied, die grosse Tour 3,5 km Aufstieg zum Mirador Ventisquero Colgante, in Angriff zu nehmen. Die Stimmung beim Aufstieg durch die übermannshohen Pflanzen, bei Nebel und leichtem Nieselregen, war richtig mystisch. Ich kam schweissgebadet wieder zum Womo zurück. Die Bewegung tat wieder mal gut. Für die Strecke war noch ein Thermalbad direkt am Fiord vorgeschlagen. Das war aber so klein und teuer, das ich darauf verzichtete. Am Abned traf sich die ganze Gruppe im Restaurant um Lachs aus dem Fiord, oder andes zu essen. War wieder ein lustiger Abend.

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Montag 12. Dezember 2011 // 147 km
Immer weiter auf der Carretera Austral, von Puyuhuapi bis Puerto Ramírez. Ich bin als Erster vor 8 Uhr losgefahren und habe unterwegs nicht oft angehalten. So war ich bereits um 11:30 Uhr am Ziel, am Übernachtungsplatz Puerto Ramírez am Fluss Malito.

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Dienstag 13. Dezember 2011 // 290 km

das letzte Stück auf der Careretera Austral
Wer mal ein Stück Schotterpiste mitfahren will, (hier allerdings noch Argentinien) kann sich hie in mein Fahrzeug setzen.

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Wir Drei Womos sind heute schon um 7 Uhr losgefahren. es war eine steile Passage angesagt und unsere Reiseleitung machte sich Sorgen, ob alle da hochkommen (die kennen ofensichtlich die Straße auf den Weissnstein nicht). Also war absolut kein Problem. Kurz nach 8 Uhr passierten wir wieder einmal die Grenze von Chile nach Argentinien. Nach ca. 100 km Piste, kam endlich wieder einmal eine schöne Teerstrase. Ich genoss es nun, mal schnell durch die Landschaft zu brausen. Nun übernachten wir bei einer Brauerei ( wenn das nur gut kommt) in El Bolson. hier gibt es Telefonnetz und WiFi, so dass ich den Rückstand meiner Tagesberichte aufarbeiten konnte. Morgen geht es weiter nach San Carlos de Bariloche, wo wir ein paar Tage bleiben werden. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mal allen danken für die Kommentare und Grüße auf meinem Reisebericht. ich freue mich immer wenn ich „Feedback“ bekomme.

Unterwegs hat es kleinere Siedlungen aber auch Einzelhäuser. In Chile bekam man Land, wenn man es urbanisierte. so sieht man manchmal einzelne bescheidene Häuser mit Garten und wenigen Tieren.

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Dann gibt es aber mitten in der Wildnis auch sowas:

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Mittwoch 14. Dezember 2011 // 135 km
Gut ausgebaute Strecke von El Bolsón nach San Carlos de Bariloche. Die Stadt liegt am Fusse der Anden und ist von mehreren Seen umgeben. Entlang der Strasse blühen zwischen Tannenbäumen viele farbige Lupinien, üppig gelb blühender Ginster und ab und zu noch rote Feuerbüsche. Ein entspanntes Fahren über bergige Landschaft mit Seen. Ab und zu hat es auf den Strecken Polizeiposten. Die Polizisten fragen dann ganz freundlich woher man kommt und wohin man fährt, aus welchem Land man kommt und wünschen einem eine gute Fahrt. Ausweise werden nicht kontrolliert. Manchmal wollen sie Au h einfach mal einen Blick ins Womo werfen und sind dann ganz begeistert.

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Geschwister meines Grossvaters sind nach Bariloche (der Schweiz Argentiniens) ausgewandert und hatten hier ein großes Hotel. Ich weis aber weder wo, noch wie deren Kinder und Kindeskinder heissen. Meine Erwartungen, bedingt durch Erzählungen meiner Grosstanten aus meiner Jugendzeit, waren sehr hoch. Die Route führte uns von Süden kommend, zuerst durch eine slumartige Vorstadt. Erst bei der Stadtdurchfahrt entlang dem See, was mich sehr an unsere Tessiner Landschaft erinnerte, verbesserte sich mein Eindruck von Bariloche. Die Stadt ist mit heute 105’000 Einwohnern, die grösste Stadt der Provinz und wegen ihrer Lage mit einer grünen Berglandschaft, ein bedeutendes Fremdenverkehrszentrum. Unser Campingplatz liegt ausserhalb der Stadt. Leider werden in der Stadt seit Jahren immer wieder Wohnmobile aufgebrochen. Weil nichts dagegen unternommen wird, muss vermutet werden, dass die Polizei daran mitbeteiligt ist. Also werden wir Morgen mit dem Bus in die Innenstadt fahren.

Am Nachmittag sind wir zu viert zusammen mit Jeanette, mit dem Bus bis ins Stadtzentrum gefahren. Dort sind wir zum Haarschneiden gegangen. ich kam mir vor wie im Altersheim, wo einem die Krankenschwester zum Frisör begleitet. Das Angagement unserer Reiseleiter kennt wirklich keine Grenzen.

Ein Dunst liegt über der Landschaft, das ist Vulkanasche vom Vulkan Puyehue im nahen Chile. Der Vulkan ist im Juni dieses Jahres ausgebrochen und hat die ganze Region mit Asche überschüttet. Seither war kein Ausbruch mehr, doch die ganze Landschaft ist nach wie vor in einen Schleier aus Feinstaub eingehüllt. Wenn es möglich ist, werden wir auf der Routa 215 ganz nahe daran vorbeifahren. Der Verkehr wird dort nur einspurig, im Konvoi durchgelassen. Ev. muss aber unsere Reiseleitung nach einer alternativen Route Ausschau halten. Beim abendlichen Brefing hat sich die Mehrheit dafür entschieden, Bariloche einen Tag früher, also bereits am Samstag wieder zu verlassen.

Donnerstag 15. Dezember 2011 // 0 km
Heute Morgen war der Aschedunst nicht so extrem. Wir sind mit der Seilbahn auf den Cerro Campanario hochgefahren. Jetzt nach der fantastischen Rundsicht auf die Umgebung von Bariloche, verstehe ich die Berühmtheit dieser Region.

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Zum Mittagessen ging es ins Llao Llao. Das bekannteste, best leading Hotel vor Ort.
Da habe ich mal einen Weihnachtsbaum gesehen, wobei bei Sommertempertur über 30°C, einfach keine Weihnachtsstimmung aufkommt.

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Apéro auf der Sonnenterasse

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Das Mittagsbuffet war wieder einmal ein kulinarischer Höhepunkt.

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Freitag 16. Dezember 2011 // 0 km
Die Aschewolke war heute wieder stark in Erscheinung getreten. Zum Glück waren wir gestern auf dem Berg. Heute hätten wir keine Aussicht geniessen können. Ein Teil der Gruppe war heute beim Riverrafting. Weil wir aber, aufgrund der Aschewolke, unseren Aufenthalt in Bariloche um einen Tag gekürzt haben, zog ich es vor, die Stadt zu besichtigen. Das Stadtzentrum ist ziemlich verbaut und eigentlich nicht schön. Es hat viele grosse Läden, voll mit Süßigkeiten und fein schmeckender Schokolade. Unser Campingplatz liegt 13 km vom Stadtzentrum entfernt am See. Die Strasse dorthin ist mit hunderten von Hotels Links und rechts der Straße verbaut. diese Hotels sind oft mit Holz gebaut und sehen ganz passabel aus. In der Stadt gibt es Restaurants wo man Fondue essen kann. Man sieht lebende Bernadiener mit Holzfässchen, die den Touristen als Fotosujet angeboten werden (arme Tiere).
NB: Auf der ganzen bisherigen Reise ist man dauernd von streunenden Hunden umgeben. Die sind aber sehr zutraulich und sehen meist nicht verwildert aus.

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Samstag 17. Dezember 2011 // 282 km
Gestern wäre der Pass über den Puyehue gesperrt gewesen. Wir hatten deshalb heute Fahrbereitschaft um 8 Uhr erstellen müssen und wurden dann informiert das die Passage am Vulkan vorbei nach Chile heute offen war. Wir passierten das Dorf Villa La Angostura kurz vor der Passüberquerung. Das Dorf wurde evakuiert und d hat bei unserer Durchfahrt einen traurigen Eindruck hinterlassen. es ist unglaublich zu sehen, soviel Asche da liegt, die abgestorbenen Bäume, die staubige Luft, hier könnte man einen Film über den Weltuntergang drehen.
Link zu Bildern vom Vulkanausbruch

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Der Grenzübertritt nach Chile war heute zeitraubender als bisher. ich habe ca. 2 Stunden gebraucht und musste wieder meinen Kühlschrank leeren.
Unterwegs haben wir dann noch das einzige AutomuseumChiles besucht. Dort gab es viele amerikanische vor allem der Marke Studebecker zu sehen. Die meisten Autos sind jedoch jünger als ich selber (das gibt einem wied zu denken).

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Unser Übernachtungsplatz ist wieder einmal bei einer Brauerei mit tollem Restaurant. Es gehört Armin, einem Deutschen aus Oberstaufen und ist ein guter Bekannter unserer Reiseleiter. Wir haben dort eine Schlachtplatte mit Sauerkraut gegessen und natürlich dem guten Bier von Armin kräftig zugesprochen. Wir kamen dann noch in den Genuss von Amin Berichte, über das Leben in Chile, Erlebnise beim Vulkanausbruch und über das schwere Erdbeben von 2009, zu hören. Das war äußerst interessant.

Sonntag 18. Dezember 2011 // 261 km
Weil unser Vorgesehene Übenachtungspatz, angeblich zur Zeit mit vielen Mücken und Lästigen Bremsen umgeben ist, hat unsere Reiseleitung entschieden, einen weiteren Tag auf dem schönen Grundstück, bei Armin zu verbringen und hat uns als Sonntagsausflug diverse Vorschläge unterbreitet. Margret und Jörg sind in meinem Auto, zum Sonntagsausflug mitgefahren. wir hatten zuerst das Freilichtmuseum, mit Häusern aus der Auswanderungszeit, in Frutillar besucht.

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Weiter ging es an den Pazifik, nach Puerto Mont. Dort waren wir zuerst auf dem Fischmarkt, hatten da in einer Gaküche Muscheln bestellt (waren aber kaum geniessbar), sind dann noch durch einen Warnmarkt geschlendert und dann weiter gefahren nach Puerto Varas.

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In Puerto Varas hat an eine gute Sicht auf den Volkãn Orsono, welcher dem Fuijama in nichts nachsteht.

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Am Abend ging es wieder zurück zur Brauerei von Armin. Nach dem kaum essbaren Mittagessen, hatten wir uns ein deftiges Eisbein wohl verdient.

Montag 19. Dezember 2011 // 206 km
Fahrtag durch grüne Landschaft. Chile’s Landwirtschaft scheint mir intensiver als jene von Argentinien. Auf den Feldern hat es Große Bäume, viele Hecken und sehr viele Rinder, Schafe oder Ziegen, auf überschaubar eingezäunten Grundstücken. Auch kleinere Gewerbebetriebe, hier in der Gegend vor allem Tischler sieht man sehr oft. Ich vermute, dass in Chile die Besitztümer gleichmässiger verteilt sind als in Argentinien.
Der Campingplatz am Lago Calafquen liegt unterhalb des Vulkans Villarica. Leider ist das Wetter schlechter geworden es regnet und man hat keine Sicht auf den Vulkan.

Dienstag 20. Dezember 2011 // 110 km
Wir blieben heute auf dem Campingplatz am Lago Calafquen. Ich fuhr am Morgen los um mir das nahe Dorf Coñaripe anzuschauen. Anschliessend entschied ich mich, auf der Schotterpiste rund um den See zu fahren. In Panguipulli bin ich dan eingekehrt und habe Mittag gegessen und natürlich wieder mal Zeit im Internet verbracht. Um 16 Uhr war ich rechtzeitig wieder auf dem Campingplatz, wo uns ein Bus abholte und auf einer ca. einstündigen Bergfahrt zum Thermalbad Termas Geométricas brachte. In einem Canyon wurde ein wahres Kunstwerk geschaffen, welches sich perfekt in die Umgebung einfügt. Der dicht bewachsene Canyon, die Wasserfälle und das heisse Wasser aus dem Vulkan, welches in viele einzelne Becken fliesst und dort durch Vermischung zwischen 37° Bus 42° C gehalten wird, ist sehr schön anzuschauen, aber auch äußerst angenehm um darin zu verweilen.

Mittwoch 21. Dezember 2011 // 50 km
Eine kleine Verschiebung vom Lago Calfquen zum Lago Villarica. Ein schöner Campingplatz mit Stellplätzen direkt am See. Wir werden bis Freitag hier bleiben. Am Nachmittag trafen wir uns in Cararrehue im Kulturzentrum. Dort bekamen wir im Museum „Centro Cultural Aldea Indígena Trawupeyüm, einen Einblick in de Mapuche – Kultur. Die Mapuche sind ein indigenes Volk Südamerikas. Ihr angestammtes Gebiet erstreckt sich auf de Staaten Chile und Argentinien. Wor erfuhren viel über die Lebensweise der Mapuche. In dem Dorf Cararrehue leben ausschliesslich Mapuche. Natürlich durfte auch eine Kostprobe aus der Mapuche -Küche nicht fehlen.

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Donnerstag 22. Dezember 2011 // 0 km
Mit dem Expeditionsfahrzeug von Hans und Mareike fuhren wir zum Nationalpark Huerquehue. Dort sind wir insgesamt 6 Personen aus unserer Reisegruppe, mit Uwe als unseren Guide, gewandert. Wir sind insgesamt 900 Höhenmeter und ca. 15 km weit zu den tres Lagos gewandert. Dort sieht man viele Araukarien, das sind Bäume die jedem Waldbrand trotzen und bis zu 1000 Jahre alt werden können. Leider war das Wetter heute nicht so gut. Es regnete teilweise und gab auf der Höbe der Seen leichten Schnee. Zum Glück hatte ich meine Wanderstöcke mit, den es war auf dem Bergweg recht glitschig. Müde kehrten wir am Abend zurück zu unseren Wohnmobilen. Wir hoffen auf gutes Wetter Morgen. Dann wollen wir mal um den Vulkan fliegen.

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Freitag 23. Dezember 2011 // 0 km
Wetter gut, Start frei. Hier die Bilder von unserem fantastischen Flug im Vulkangebiet.

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Video zum Flug hier anklicken

Blick auf den rauchenden Vulkan von der Stadt Pucon aus

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Samstag 24. Dezember 2011 // 313 km

Fahrt nach Salto de Laja. Die Route führte uns über eine gut ausgebaute Autobahn. In Salto de Laja, wo der größte Wasserfall von Chile ist, haben wir auf dem Campingplatz übernachtet.

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Am Abend brachten alle selbstgemachte Salate. Mein Beitrag bestand aus einem einfachen Hörnlisalat. Jeder konnte sein Fleisch auf dem Holzkohlengrill zubereiten lassen. Nach dem ausgiebigen Essen mit Dessert, Wein und Pisco gemischt mit Mango, besuchte uns der Weihnachtsmann in Begleitung einer Fee. Jeanette trug ein sagenhaftes Gedicht vor, wo jeder Teilnehmer darin erwähnt wurde. Michael verteilte mit blumigen Worten die Wichtelgeschenke. Es war ein wunderbarer, unglaublich unterhaltsamer Abend.

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Sonntag 25. dezember 2011 // 510 km

Grosser Feiertag in Chile. Wir nutzten die verkehrsarme Autobahn und legten mal eine größere Strecke, bis Santiago zurück. Hier übernachten wir auf einem Parkplatz in der Nähe des Stadtzentrums

Montag 26. Dezember 2011 // 0 km

Thomas, ein Deutscher der schon lange in Chile lebt, führte uns zu Fuss, mit U-Bahn durch die Stadt Santiago. Die Stadt ist, wie alle anderen Städte, sehr sauber. Es hat viel Polizei all überall, und man füht sich trotz Vorwahrnung sicher. Ein kleineres Stadtviertel wurde nach französischem Muster mit gerundeten Strassen, nicht wie hier überall üblich als rechteckig verlaufende Strassen, angeordnet.

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Wachtablösung nach preusischem Muster vor dem Präsidentensiz. Das Gebäude wurde von den Amerikanern bombardiert. Salvador Allenend starb während des Putsches in dem Gebäude.

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Nach dem Besuch des Fischmarktes in einer Stahl-Halle aus dem 18. Jahrhundert, gab es ein gutes Mittagessen, natürlich mit frischem Fisch.

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Eine Standseilbahn brachte uns auf den Cerro San Cgristóbal um die Aussicht auf die Stadt zu geniessen. Vo da konnten wir zu Fuss zu unserem Übernachtungsplatz zurückkehren. Die Reiseleitung hatte jemanden angestellt, der unsere Autos bewachte.

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Dienstag 27. Dezember 2011 // 370 km

Die Fahrt zurück nach Argentinien führte uns über den 3200 m hohen Paso de la Cumbre. Dort oben besuchte ich den Nationalpark Acongagua. Eine kleine Wanderung in Begleitung eines zufällig kennen gelernten Kanadier, führte um einen kleinen Bergsee. In dieser Höhe muss man schon ganz gemütlich Schritt vor Schritt wandern. David der Kanadier, wird in den nächsten 14 Tagen, den höchsten Berg ausserhalb des Himalaya Gebietes, den Acongagua mit knapp 7000 m Höhe besteigen.

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Weiter ging die kurvige Fahrt, auf gut ausgebauter Strasse den Pass hinunter, durch riesige Weinanbaugebiete, bis Mendoza.

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Mittwoch 28. Dezember // 0 km

Wir besichtigten das Wingut Bodega Ruca Malen und lernten viel über die Herstellung von argentinischem Wein kennen.

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Donnerstag 28. Dezember 2011 // 0 km

Stadtbesichtigung in Mendoza. Es ist sehr sehr heiss hier. Mendoza wurde 1861 bei einem Erdbeben völlig zerstört und hat deshalb keine besonders sehenswerten Gebäude mehr. Heute ist Mendoza eine moderne Oasenmetropole mit 121’000 Einwohnern. Alle Straßen sind mit Papelalleen eingefasst, so dass man die hohen Temperaturen gut aushalten kann. Alle Grünflächen und Bäume werden künstlich bewässert.

Freitag 29. Dezember 2011 // 490 km
Von Mendoza bis Ischigulasto. Auf der Strecke passierten wir den Wallfahrtsort Difunta Correa. Auf einem Hügel liegen unglaublich viele kleine Holzhäuschen mit Danksagungen und Opfergaben. Die Difnta Correa geht zurück auf eine Legende. Als sich Maria Antonia Deolinda y Correa 1841 mit ihrem Säugling in die Wüste begab um ihren Mann, der im Bürgerkrieg von den Spaniern gefangen wurde, zu suchen, verstarb sie dort. Tage später fanden Maultiertreiber die Correa in der Wüste. Das Kind hatte dank der Muttermilch überlebt. Die Argentinier verehren die Correa nicht nur am Pilgerort in Vallecito, sondern auch an vielen Anderen Orten. häufig sieht man an Strassenrändern kleine Holzschreine mit Bergen von Wasserflaschen, welche sie für die Verdurstete zurück lassen.

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Übernachtet hatten wir im Nationalpark Ischigulasto.

Samstag 30. Dezember 2011 // 80 km

Am Vormittag fuhren wir mit unseren Fahrzeugen durch den Nationalpark Ischigulato. Eine unbeschreiblich skurrile Landschaft. Wunderschön und fremdartig, von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet.

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Weiter ging die fahrt zum nahen Nationalpak Talampaya, welcher in der Wüste liegt. Gleich nach der Ankunft fuhren wir mit Mietbussen durch den riesengrossen Nationalpark. Auch dieser ein UNESCO Weltkulturerbe.

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Am Abend feierten wir unter freiem Sternenhimmel, als Gruppe in der Wüste, den Silvester. Bereits um 20 Uhr konnten wir das erste mal auf den Jahreswechsel in Europa anstossen. Die Party dauerte für mich bis um 3 Uhr nachts und wird mir als unvergessliche, schöne Silvesterfeier in Erinneung bleiben. Es war einmalig in einer solchen Umgebung den Jahreswechsel erleben zu dürfen.

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