USBEKISTAN

Usbekistan

Usbekistan

Flag Usbebistan

Seit 1991 ist auch Usbekistan von der Sowjetunion unabhängig. Präsident ist Shavkat Mirziyoyev

Usbekistan liegt in Zentralasien und hat 30.24 Mio. Einwohner, also doppelt so viele wie das zuvor besuchte Kasachstan. Dafür ist aber die Fläche kleiner 447’400 km² (10 x grösser als die Schweiz). Hauptstadt ist Taschkent, Landessprache ist Usbekisch 74 %, 14 % Russisch, Tadschikisch sprechen noch 4% .

88% der Bevölkerung sind Muslime (meistens Sunniten), 9% Orthodoxe, und 3% Andere. Landeswährung ist der Usbekistan-Sum (UZS). Hier sind 100 UZS gerade mal 3 Rappen wert.

Wieder haben wir zwei Reiseleiter dazu bekommen, die uns nun durch Uspekistan begleiten. Nach dem Zoll bekam jeder von der Reiseleitung eine Simkarte und 1 Million Sum.

Usbekistan
Als Erster an der Grenze schaffte ich es in knapp 2 Stunden in’s Land zu kommen. Nach Ansage der Reiseleitung soll das eine der schlimmsten Grenzübergänge sein. Ich hatte Glück, eine Officer holte mich raus aus der Warteschlange und führte mich unter Protest der dort wartenden zur Passkontrolle. Er ist Tourist war die Begründung! Dann stand ich wieder in einer Autoschlange zur Warenkontrolle. Die Einheimischen haben ganze Autos mit Waren gefüllt und müssen alles ausräumen und vorzeigen. Ich dachte schon das es Stunden dauern würde bis ich an der Reihe war. Nein wieder rausgewunken, über die Grube fahren. Dann kamen mehrere Beamte ins Fahrzeug alles wurde kontrolliert, sogar Beipackzettel meiner Medikamente. Geld musste deklariert werden. Dann hieß es zu einem Gebäude ca. 200 m vorlaufen und Dokumente kopieren lassen. Und das Auto, weg von der Grube? Nein stehen lassen. Es dauerte ca 15 Minuten bis ich die Kopien hatte. In dieser Zeit war der ganze Zoll blockiert, weil mein Auto den Weg versperrte. Zeit spielt hier absolut keine Rolle!

Übernachtet hatten wir dann in der Wüste ca. 70 km hinter der Grenze. Auch hier sind die Straßen katastrofal. 

Nächste Station eine größere Stadt Nukus. Am Abend gab es ein gemeinsames Nachtessen und die Geburtstagsfeier 50 Jahre Kostia.

 Aralsee
Wir durchfuhren die Region Karakalpakistan wo auch der ehemalige Aralsee lag. Mitte des 20. Jht. war der Aralsee 120 mal größer als der Bodensee, das viert größte Binnengewässer der Welt. Über das verschwinden des Sees gibt es verschiedene Theorien. Nebst tektonischen Verwerfungen könnte die Ursache eher in dem intensiven Anbau von Baumwolle liegen die von der Sowjetunion voran getrieben wurde und dafür gigantische Wassermassen dem Fluss Amudarja entnommen wurden und in den Karakumkanal zur Bewässerung der 8.1 Milionen Hektar Baumwollfelder geleitet wurden. Diese gewaltige Bewässerungsinfrastruktur führte dazu, dass kaum noch Wasser im Aralsee ankam. Die Folgen, eine gewaltige ökologische Katastrophe, es entstand eine Salzwüste mit Pestizid- und Herbizid- Rückständen. Die gesundheitlichen Folgen für die Menschen die hier leben sind enorm. Überproportional treten Anämie, Typhus, Hepatitis und Krebserkrankungen auf. 10% Kindersterblichkeit eine der höchsten der Welt. 


In Nukus besuchten wir das Sawitzkiy Museum. Dieses Museum besitzt eines der wichtigsten Sammlungen moderner Kunst Russlands. Igor Sawitzky sammelte während dem Krieg Werke von Künstlern die bei der Regierung in Moskau in Ungnade gefallen waren und teilweise in Gefangenschaft gerieten, oder deren Kunst verboten wurde. 


Nächste Etappe führte uns nach Chiwa, wo wir zwei Tage direkt neben der alten Lehm-Stadtmauer übernachten dürfen. Hier finden wir zum ersten Mal den Hauch orientalischen Flairs, den eine Reise an die Seidenstraße ja mit sich bringt. Chiwa ist eine uralte Stadt. Auf 700 m Länge und 400 m Breite drängen sich unzählige Moscheen, Minatette, Mausoleen. Umgrenzt ist die Altstadt von einer hohen Lehmmauer mit vier Toren. 











Im Harem mit den Zimmern der 4 Frauen und ca. 30 – 40 Konkubinen.


Das Zimmer des Herrschers im Hatem.



Die Stadtmauer wo wir gleich gegenüber übernachten.



450 km weiter sind wir nun in Buchsra wo wir wiederum 2x übernachten.

Auch Buchara ist eine Oasenstadt an der Seidenstraße und gehört natürlich zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das buchstäblich viele der 2500 Jahre seines bestehens ein geistiges Zentrum war, ist deutlich sichtbar. Die Fülle von Moscheen und Medressen ist beeindruckend. Wieder hat uns Dima unser toller Reisebegleiter durch Usbekistan sehr viel über Geschichte und Kultur erzählt. 












In einer solchen Wiege, werden Neugeborene für die ersten 40 Tage ihres Lebens festgebunden und nur zum Stillen heraus genommen. Unter ihrer Liege befindet sich ein Topf. Für Mädchen und Knaben gibt es ein aus Holz gefertigtes Drainageröhrchen welches ebenfalls ins Töpfchen abgeleitet wird. Wegen der hohen Kindersterblichkeit hat sich dieses System sehr gut bewährt.





Erstaunlich für ein Islamisches Land sind die schönen Kleider der Frauen. Kopftuch ist nicht erforderlich und junge Frauen tragen zum Teil auch kurze Röcke. Auch Alkohol zu trinken ist nicht verboten. Toll diese Toleranz!











Weltbekannt sind die Buchara Teppiche, deren handgeknüpfte Originale man tatsächlich nur in Buchara kaufen kann. Ob die Bilder nun  Bucharas zeigen weis ich nicht (müsste Lotti fragen).


Morgen geht es weiter zum nächsten Juwel nach Samatksnt. 


Soll mal einer bei uns so herumfahren.

Samarkand wurde 2001 von der UNESCO unter dem Titel Samarkand als Schnittpunkt der Weltkulturen, als Weltkulturerbestätte in die Liste des Welterbes aufgenommen, unter anderem da Architektur und Stadtbild Meisterwerke islamischer kultureller Kreativität darstellen und Kunst, Architektur sowie Stadtstruktur die wichtigsten Epochen zentralasiatischer kultureller und politischer Geschichte illustrieren. Ich bin erschlagen von den vielen Bauwerken, Mausoleen, Moscheen und Universitäten (Medresen) welche wir heute bestaunen durften und viel über Geschichte hörten. Dima unser Begleiter hat uns auch alte Legenden und Märchen zur Geschichte der Bauten erzählt. Am Nachmittag haben wir uns zur Abwechslung noch eine orientalische Modeschau angeschaut. 









Dima erzählt uns aus dem Leben eines Derwisch.
















Kostya hat mit dem Polizeichef von Taschkent gesprochen und dann liesen sie extra an diesem Abend die Ilumination für uns laufen.


Die Leute lassen sich gerne mit uns Fremden fotografieren und sollen dann gemäß Reiseleiter, die Bilder neben ihren Verwandten an die Wand hängen.


Diese jungen 18 jährigen Girls studieren Germanistik und sprechen sehr gut Deutsch.

Weiter auf der Seidenstraße bis nach Taschkent in die Hauptstadt Usbekistans. Die mehr als zwei Millionen Einwohner zählende Stadt liegt nördlich der großen Seidenstraße an der Grenze zu Kasachstan. 

Seit dem Wiederaufbau der Stadt nach dem Erdbeben vom 26. April 1966 ist Taschkent eine grüne und wasserreiche Stadt mit vielen Parks und Springbrunnen. Im Zentrum der Stadt sind Bauwerke altusbekischer Architektur erhalten geblieben, so beispielsweise die Kukeldasch- und die Barak-Chan-Medrese aus dem 16. Jahrhundert.
Dann besuchten wir noch den Markt. 


Mir hat ganz Usbekistan sehr gut gefallen. Eine offene Gesellschaft. Abends flanieren Frauen und Männer in den riesigen Parkanlagen. Auch die Tatsache, das Religionsfreiheit herrscht, welche sogar soweit geht, das kein Muhezin zur Gebetszeiten vom Minarett aus rufen darf und auch keine Kirchenglocken erschallen dürfen, weil jede Art von missionieren verboten ist, finde ich gut.


Hier übernachten wir auf dem Parkplatz des Hotels.


Durch das schöne Ferganatal führen wir weiter bis zur Grenze von Kirgistan. 

Pass Überquerung 2100 m.ü.M.

Wegen den Unruhen im Jahr 2010 ist die Lage nach wie vor etwas instabil. Man merkt das lediglich an den vielen Polizeistationen. An diesem Tag Richtung Grenze von Kirgistan musste ich 6 x anhalten, aussteigen, mit Pass und Fahrzeugausweis zur Registrierung. Alle Daten wurden jeweils in ein großes Buch eingetragen. Vor der Grenze zu  Kirgistan übernachteten wir, damit wir am Morgen sofort die Formslitäten zum Grenzübertritt antreten konnten.