KASACHSTAN

KASACHSTAN

Seit 1991 ist Kasachstan von der Sowjetunion unabhängig. Davor war  das Gebiet als Kasachische SSR Teil der UdSSR. Seit 1995 hat Kasachstan eine eigene republikanische Verfassung. Präsident ist Nursultan Nasarbajew.

Kasachstan hat 15,1 Mio. Einwohner, Hauptstadt ist Astana, Landessprache ist Kasachisch, 64,4 %, sprechen aber auch Russisch (offiziell, als interkulturelle Umgangssprache). Kasachstan ist das neuntgrößte Land der Welt. Die Fläche beträgt 2.72 Mio km², also 65 x grösser als die Schweiz (was sind wir auch für ein Zwergen-Land?). 47% der Bevölkerung sind Muslime, 44% Russisch-Orthodoxe, 2% Protestanten und 7% Andere. Landeswährung ist der Tenge (KZT), 100Tenge sind ca. 30 Rappen.

Russland liegt vorerst einmal hinter uns. Nun durchqueren wir Kasachstan und sind somit auf der Seidenstraße angekommen. Der Grenzübertritt dauerte nur 2 Stunden. Dann ging’s Richtung Atyrau auf einer, eigentlich nicht als Straße zu bezeichnenden, Asphalt-Schicht mit tiefen Furchen und unzähligen Schlaglöchern. So schlechte Straßen habe ich noch nirgends auf meinen Touren angetroffen. Erster Übernachtungsplatz ist direkt am Ufer des Kaspischen Meers an einem Sandstrand. Das Kaspische Meer oder der Kaspisee wie er eigentlich heißen müsste, ist der größte See der Erde. Der Salzsee liegt in West-Asien und im äußersten Osteuropa ohne natürliche Verbindung zu den Ozeanen. Im Norden grenzt der See an Russland und Kasachstan, im Osten an Turkmenistan, im Süden an den Iran und im Westen an Aserbaidschan. Die Fläche des Sees entspricht ungefähr der Fläche Deutschlands und Belgien.
Die Wasseroberfläche liegt 28 m unter dem Meeresspiegel. Der See wird von mehreren Flüssen, deren mächtigste die Wolga und Ural sind, gespienen. Es gibt aber keinen Abfluss, die Höhe des Wasserspiegels wird vor allem durch Verdunstung reguliert. Ja und diese Verdunstung hat offenbar nicht funktioniert, denn als wir am Morgen erwachten standen alle Autos im Kaspischen Meer.



Dieter hat dann in aller Ruhe mit seinem Unimog, einen nach dam ändern an Land gezogen.
In Kasachstan sieht man im Gegensatz zu Russland wieder Nutztierherden, Kühe, Schaffe und auch Kamele und Pferde.


Von Fischern geschenkt bekommen.

Dann ging es wieder auf die schreckliche Straße die eigentlich keine Straße ist. Nach ca. 160 km im Schrittempo wurde die Straße besser. Wir hatten ja heute immerhin 500 km zu fahren. Ein langer Fahrtag und leider auch keine schöne Landschaft, nur kasachische Steppe und verschlafene Dörfer, dafür schön warm.
Morgen geht es weiter nach Usbekistan.