Sambia 1

46.Tag / 315 km

Von Victoria Falls nach Monze (Sambia)

Die Strecke heute war wieder mal interessanter. Man fuhr durch mehrere Dörfer und kann dabei staunen, wieviele Leute da am Strassenrand stehen, Gemüse, Holz verkaufen wollen, oder einfach an der Sonne sitzen und dem spärlichen Verkehr zuschauen. In Livingstone habe ich nicht angehalten, weil ich lieber unterwegs Gemüse einkaufen wollte.

Der Grenzübertritt dauerte rund eine Stunde. Man muss für’s Visa 80$ zahlen, dann noch Strassengebühr und Council Levy, also noch einmal 30$ und zum Schluss noch 50 Kwacha was ca. 5$ sind. Weil man also an mehreren Schaltern anstehen muss, bin ich heute gleich bei Grenzöffnung um 8 Uhr am Zoll gewesen und hab das ganze Prozedere in einer Stunde geschafft.

Die Leute werden immer schwärzer, wenn sie nicht gerade Lachen und man ihre Zähne nicht sieht, kann man die Konturen ihrer Gesichter nicht genau erkennen. Die Behausungen sind meist sehr einfach. Slums oder Bretterbuden sieht man aber keine. Viel Land, welches man sicherlich nutzen könnte, liegt brach und ist nur mit Büschen und Steppengras bewachsen.

 

 

 

 

Tag 47/ 415 km

Von Monze nach Luangwe

Weit nach Osten führte uns die heutige Etappe – Richtung Malawi. Wir passierten die Landeshauptstadt von Sambia, Lusaka. Die Hauptstadt hat knapp 1.5 Mio. Einwohner. Ganz Sambia ca. 15. Mio Einwohner. In der Hauptstadt war riesiger Verkehr. Ich brauchte sehr lange von einem Ende zum anderen. Die Strassen waren unterschiedlich, mal gut, mal extrem schlecht und immer wieder Schlaglöcher die man leicht übersehen kann und dann das Fahrgestell laut protestiert.

Unterwegs wird überall eine Unmenge von Holzkohle am Strassenrand zum Verkauf bereit gestellt. LKW’s sammeln die ein und bringen diese wahrscheinlich in Gebiete wo kein Holz vorhanden ist? Am Morgen sieht man die Männer, meist auf klapprigen Fahrrädern, wie sie Holz transportieren, welches dann in Heimarbeit zu Holzkohle verarbeitet und anschließend am Strassenrand verkauft wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Manchmal ist die Strasse gut, etwas wellig-na ja

Und da grüsst dann das Fahrwerk!

Am Strassenrand verkaufen Frauen und Mädchen allerlei Gemüse und Früchte. Als ich anhielt um ein paar Bananen zu kaufen, sprangen alle auf. Ich hatte mindestens 10 Frauen, welche alle versuchten ihre Bananenstauden durch mein Fenster zu drängen. Für umgerechnet 1 CHF bekäme man soviele Bananen, das sich davon mindestens vier Leute satt essen könnten. Ich nehme immer nur wenige und zahle dann halt ein wenig zufiel.

Der ganze Teller für 1CHF! Gerne würde ich mehr kaufen, doch wohin damit?

Übernachtungsplatz in Luangwe.

48. Tag / 350 km

Von Luangwa nach Chipata

Letzte Etappe in Sambia, bevor wir wieder auf der Rückreise sind und noch einmal durch die Länder Sambia, Simbabwe und Botswana fahren. Chipata ist Provinzstadt, nahe der Grenze zu Malawi. Ehemals war es die Hauptstadt Nordrhodesiens, eine blühende Stadt in einer wohlhabenden Baumwoll-Anbauregion. Davon ist heute nicht viel übrig geblieben.

Unterwegs hielt ich beim Tikondane Missions Gästehaus. Das war eine grosse Überraschung als ich da auf verschlungenen Wegen, plötzlich da auftauchte. Zwei Volontärinnen aus Holland kamen und ich erzählte von unserer Tour. Dann kam noch die Gründerin und Leiterin der Mission Elke Kroeger-Radcliffe dazu und freute sich ebenso über den spontanen Besuch. Die Mission wurde 1999 gegründet.

 

 

 

Ich wurde zum Kaffee eingeladen. in der Mission werden Kinder welche die Grundschule absolviert haben, in Gartenbau und Tierhaltung unterrichtet. Auch Kaninchenzucht gehört dazu. Hier gab es vorher z.B. Keine Kaninchen. Ich schilderte den Damen meine Eindrücke von Sambia, dass die Leute sehr freundlich sind, einem oft zuwinken und ich den Eindruck hätte, dass die Leute mit dem wenigen was sie haben zufrieden sind. Die drei bestätigten mir meine Empfindungen. Ich erzählte auch, dass es beim Kauf von Gemüse oder Bananen entlang der Strasse für einem schwierig ist, sich unter den vielen gleichen Angeboten für nur eine Verkäuferin zu entscheiden. Man würde gerne allen etwas abkaufen- doch das ist ja nicht möglich. Elke erklärte mir, dass die leer ausgegangenen glücklich darüber sind, sich richtig freuen, dass die Eine eben etwas verkaufen konnte. Sie kennen keinen Neid und sind nicht traurig, dass sie selber nichts verkaufen konnten.

Das in Fernreisekreisen bestens bekannte „Mama Rula“ ist unser Nachtquartier in Chipata. Da wurde sogar ein Fernseher organisiert um den Fussballmatch Deutschland -Ukraine anzuschauen.

 

 

 

 

 

Kommentare
  1. Wild Ruedi & Verena sagt:

    Sali Rolf
    wir waren zusammen in der Türkei, Ruedi und Verena mit dem VW Bus

    Es ist ja fantastisch, was Du Alles erlebst! Mir gefällt Deine objektive, ja fast nüchterne Beschreibung – so wie’s halt ist.
    Gesannt bin ich auf Malawi, soll ja sehr schön sein.
    Weiterhin gute Reise und schone das Hymerli.

    Liebe Grüsse Ruedi

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