Rückreise von Israel

6. April bis 9. April 2015

Nach Fahrplan hätte die Grande Europa am 6.4.2015 ablegen müssen. Wir sind ja mit einem Tag Verspätung am 7.4 in den Hafen gerufen worden. Nun ist mittlerweile der 8.4. und unsere Wohnmobile stehen imm er noch vor dem Schiff im Hafen.

Wir sind jedoch schon einen Tag an Bord in unseren Kabinen. Ich kenne ja diese Verzögerungen noch von meiner Reise 2011 nach Südamerika.

Am Mittwoch 8.4 um 22 Uhr, ich lag schon im Bett und schlief, klopfte es an der Türe. Wir alle mussten raus und blitzartig unsere Autos auf Level 3 stellen. Die Rampe wurde hoch gezogen.

 

 

 

 

 Alles sah nach einer überstürzten Abfahrt aus. Uns wurde gesagt, dass ein Sturm erwartet würde, und der Kapitän das Schiff aus diesem Grund vor dem Hafen verankern wolle. Wir schauten dem Ablege Manöver zu, plötzlich hängten die Schlepper-Boote wieder ab und fuhren weg. 

 

 

 

Der Sturm soll doch nicht so heftig sein, wir bleiben im Hafen, aber unsere Wohnmobile müssen von Level 3 in Level 6. Um Mitternacht war dann auch dies Aktion geschafft und wir durften endlich ins Bett.

Am Donnerstag 9.4 legte das Schiff um 15 Uhr dann endlich und definitiv ab. Nach einer recht stürmischen Nacht erreichten wir zur Frühstückszeit Limassol auf Zypern.


Limassol

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hafenkappelle

Bereits beim Mittagessen wurde rot geflaggt, was bedeutet, dass das der Pilot-Lotse an Bord ist und das Schiff ablegen wird. Es gab nicht viel zum Ein- und Ausladen. Nun sind wir für weitere 3 Tage unterwegs bis wir Salerno erreichen.

 

 

 

 

 

 

10. April 

Ich wollte schon immer einen kräftigen Sturm auf See erleben- nun, diese Nacht bekam ich ihn. Das Wasser spritzte bis hinauf auf Level 10 an mein Aussenfenster. Level 10 befindet sich auf 24 m Höhe. Das Schiff schaukelte in allen Richtungen. Zur Mittagszeit befanden wir uns südlich von Kreta. Der Sturm hat nachgelassen, das Schiff schaukelt nicht mehr, aber steht recht schief. Ich war auf der Brücke und habe dort erfahren, dass der Wind mit einer Geschwindigkeit von 70 Kn aus Richtung Nordost auf die Seitenwand des Schiffs drückt und es deshalb schief steht.

Auf den Bergen von Kreta liegt Schnee

11. und 12. April 

Der Sturm hat nach gelassen. Wir konnten nun wieder draussen sitzen und in unseren Büchern weiter lesen.

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Am Abend des 12. Aprils erreichten wir die Südspitze Italiens. Ein Lotse kam an Bord und fuhr das Schiff durch die Meerenge von Messina. Wir konnten die Steuermanöver in der Brücke mit verfolgen.






 

13. April

Morgens um 5 Uhr kamen wir in Salerno an. Der Hafen ist jedoch mit anderen Schiffen besetzt, so dass wir vor dem Hafen in Anker gehen mussten. Ein lauter Knall verkündete das Loslösen des 8 Tonnen schweren Ankers. Wir sind zwar am Ziel, aber nach wie vor fehlt uns noch eine letzte Seemeile bis an Land.

Salerno

Um  15 Uhr war es dann soweit, die Grande Europa durfte in Salerno anlegen.

Erstaunlich schnell durften wir von Bord und noch erstaunlicher war der Zoll. Gar keine Kontrolle, wir hatten kaum Zeit uns von einander zu verabschieden.

Ich übernachtete noch einmal in Salerno. Irene und Hans auch und so gingen wir zusammen am Abend eine feine Pizza essen.

14. April

Leider war der Himmel mit Wolken bedeckt, so dass wir auf den geplanten Ausflug entlang der Amalfi Küste nicht machten. Ich verabschiedete mich von Irene und Hans und fuhr nach Pompei, wo ich nAch der Besichtigung, neben der imposanten Ruinenstätte übernachte.

Pompei erhebt sich auf einer Ebene ca. 30 m ü.M., die sich aus dem Lavastrom eines Vesuvausbruchs gebildet hatte. Die ältesten Zeugnisse gehen auf die Zeit zwischen dem Ende des 7. und der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts vor Christus zurück.

Amphitheater ca. 70 v.Chr. 20’000 Zuschauer. Das Bauwerk war für die Austragung von Gladiatorenkämpfe bestimmt.

 

Haus des Fauns war mit einer Fläche von 2970 qm das grösste Haus von Pompei.

Therme 80 Jahre v. Chr.

Lupa bedeutet auf Lateinisch nicht nur Wölfin wie ich bisher glaubte und so meine Hündin rief. Lupa heisst auch Prostituierte. Hier in diesem Freudenhaus Pompejis waren die Betten gemauert und zusätzlich mit einer Matratze bedeckt. Bei den Prostituierten handelte es sich um Sklavinnen, die in der Regel aus Griechenland und dem Orient stammten. 

15. April

Hans und Irene riefen mich an und luden mich ein, zusammen mit ihnen die Amalfi Küste mit einem gemieteten Auto zu besuchen. Die Strassen sind dort so eng, dass Wohnmobile nicht durchfahren dürfen. So fuhr ich gerne zurück nach Salerno, denn das Wetter spielte heute mit, blauer Himmel und nicht mehr so dunstig wie gestern.

Entlang der Amalfi Küste wachsen Tonnen von Zitronen

16. April 

Noch einmal verabschiedete ich mich von Hans und Irene und fuhr wieder Richtung Norden. Zuerst besuchte ich den Krater auf dem Vesuv.

Vom Parkplatz erreicht man den Krater zu Fuss in 20 Minuten

Neapel liegt noch im Dunst


Neapel

Weiter ging es Richtung Norden. Nächster Zwischenstopp in Rom.

Vatikan


Grab von Petrus


 

Ö

17. April

Nun aber zügig Richtung Schweiz. Am Vormittag noch in Rom und am Abend erreichte ich Modena, wo ich beim dortigen Campingclub einen tollen Stellplatz zum übernachten fand.

18. April

Letzte Etappe auf meiner Reise. Nach 20’782 km bin ich glücklich, zufrieden und unversehrt wieder Zuhause angekommen. Es war eine tolle Reise. Ich habe jeden Tag sehr genossen, viel gesehen, viel neues dazu gelernt, auch mal ausspannen können und auch schöne Wanderungen gemacht. Wir haben diese Reise als Pioniere machen können. Es war nie gefährlich oder unsicher, man musste keine Angst wegen Überfällen oder Diebstahl haben. In den arabischen Ländern, welche wir bereist haben ist die Kriminalitätsrate äusserst gering. Ich hoffe sehr, das es die politische Lage zulässt, dass weitere Leute diese Reise auch machen können. Damit beende ich meinen Reisebericht Orient.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Kommentare
  1. Hch. Meier sagt:

    Hallo Rolf, schön bist du wieder zuhause , liebe Grüsse aus Bülach

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