OMAN Süd bis Salalah

51. Tag / 20 km

Gestern Nachts um 22 Uhr sind wir zum Schildkröten Beobachten zum Visitor Centre in Ras al Jinz gegangen. Dort kann man Mit Führern zum Strand gehen und wenn man Glück hat auch Schildkröten bei der Eiablage beobachten. Wir hatten Glück. Gleich zwei riesige Grüne Meeresschildkröten konnten wir beim Graben beobachten. Auf der Welt gibt es 7 Arten von Meeresschildkröten. In Oman kommen gleich 5 Schildkröten Arten, hier an den ca. 50 km langen Strand. Die beiden Schildkröten waren ca. 1 m Lang. Die Grössten (Lederschildkröten werden bis zwei Meter lang und wiegen zwischen 500 bis 900 Kilo. Es war schon toll zu sehen, wie diese riesigen, schwerfälligen Tiere, mit ihren Flossen eine 1 m tiefe Grube ausheben, um dort Ihre Eier abzulegen. 80 bis 120 Golfball grosse Eier werden dort abgelegt und dann zugedeckt. Das Ausbrüten übernimmt der warme Sand. Die Schildkröte kehrt ins Meer zurück, kommt aber in der gleichen Saison weiter,ein bis zweimal zurück um weitere Nester zu bauen und Eier abzulegen. Dann verlässt sie die osmanische Küste und kehrt nach vielen tausend Kilometern Wegstrecke, nach zwei bis vier Jahren wieder zurück an die selbe Stelle, um erneut Eier abzulegen. Geschlechtsreif werden die Meeresschildkröten erst mit 30 bis 50 Jahren. Lebenserwartung ca. 100 Jahre. Nur zur Eiablage kommen die Weibchen aus dem Wasser. 

Logischer Weise darf man die Schildkröten nicht fotografieren. Es ist ja dunkel und helle Blitze würden die Tiere zu sehr stressen. Auch eine gerade geschlüpfte Schildkröte konnten wir bei ihrem Krabelgang zum Meer beobachten. Es gibt aber ein Museum und das haben wir natürlich auch besucht. Ein Foto aufgenommen im Museum zeigt die Grösse einer Grünen Meeresschildkröte.

Dann ging es erneut an den schönen Strand um wieder einen Tag auszuspannen.

52.Tag / 0 km

In der Nacht ging ein kräftiger Regen über uns nieder, jedoch nur eine Viertelstunde lang. Am Morgen schien die Sonne wieder und wir konnten wieder in die Wellen springen.

Wasser gibt es zum Glück fast überall zum Tanken und wenn mal keine Zapfstelle in der Nähe ist, fährt man vor eine Moschee, da hat es immer sauberes Wasser wo die Gläubigen vor dem Betreten der Moschee ihre rituelle Waschung durchführen.

Das ist dann gleichzeitig eine Sensation für die Dorfjugend.

Am Abend sassen wir alle zusammen und diskutierten mit unserem Reiseleiter Kostia und Hamdi unsere Ansichten über den Islam, die politische Situation im nahen Osten. Hamdi ist ein praktizierender Muslim, hat aber durchaus Verständnis für unsere Ansichten und ist bereit über alles zu diskutieren. 

52. Und 53. Tag / 60 km

Entlang dem Meer auf zwei weiteren schönen Stellplätzen.

Dann ins Landesinnere mit schönen Moscheen

 

Und Burgen

Dann besuchten wir ein Naturreservat, wo Gazellen, welche hier vom Aussterben bedroht sind, gezüchtet und dann in die Freiheit entlassen werden.

54. Tag und 55. Tag

Tage mit vielen Kamelen. Wir stehen direkt an eine Rennbahn, verfolgen das abendliche Training und dann am Morgen in der Frühe die ersten Rennläufe zum Training. DieKamele, wir nennen sie Dromedare, aber Dromedare gehören wie Lamas auch zur  Familie der Kamele, also die Kamele bekommen, anstatt wie früher kleine Kinder, nun Automaten aufgesetzt und werden mit Peitsche und Rufen über Funk, angefeuert. Neben der Rennbahn fahren Autos die hupen und die armen Tiere so auch noch zusätzlich antreiben. Ein Kamel kann bis zu 60 km/h erreichen.

Am Abend beim Einlaufen.

 Roboter zum Antreiben, anstelle von kleinen indischen Knaben, welche immer wieder verunfallt sind.

Frühmorgens beim Trainingslauf.

Die Preise für erfolgreiche Rennkamele aus Oman sind astronomisch, ihr Wert kann locker den eines Rolls Royce übersteigen. Doch die Käufer aus den reichen Golfstaaten, wo Kamele rennen ein wahrlich millionenschweres Business sind, zahlen diese Beträge in der Hoffnung auf mindestens ebenso rosige Summen. Anders als zum Beispiel in den benachteiligten V.A.E sind Kamelrennen in Ohmann von der Tradition geprägt nicht von der Jagd nach Preisgeldern und Trophäen. Gewinnern ist Ruhm wichtiger als cash. so liegen die Siegessummen der großen Rennen in Oman bei ca. 400 RO ca. 900 CHF.

Nach dem Aufwärmtraining, sind wir zu einer Hochzeit nach Ibra gefahren. Extra für diese Hochzeit wurde ein traditionelles Kamelreiten veranstaltet. Etwa 300 Kamele waren vor Ort. Je ein Paar startet auf der extra dafür präparierten Piste. Es geht nicht darum wer gewinnt. Es ist einfach pure Freude daran teil zu nehmen. Die Männer versammeln sich entlang der Piste. Die Frauen müssen weit ab im Hintergrund bleiben.

 

56. Tag / 90 km

Noch einmal zurück zur Rennbahn (ich hätte früher aufstehen und los fahren sollen), sah ich noch den letzten Lauf des Kamelrennens das um 6 Uhr begonnen hatte. Eine total andere Situation als gestern. Hier ging es nun um Sieg und um Preisgeld. Es ist unglaublich links und rechts der Rennbahn, wo ca. 15 Kamele mit ihren Robotern auf dem Rücken, rennen, fahren in mehreren Reihen nebeneinander hupende Autos und wirbeln soviel Staub auf, dass man die Kamele kaum noch erkennen kann. Das gestrige traditionelle Kamelrennen hat mir wesentlich besser gefallen.

Weiter ging die Fahrt zum Wadi Bani Khalid, welches zwar sehr schön, dafür aber von vielen Touristen besucht wird.

am Abend fuhren wir in die Wüste und stehen neben einer schönen Sanddühne. Ich war wieder mal als Erster vor Ort, bin dahin gefahren wo mich die Koordinate hin geführt hatte. Die Sandstrasse war aber schwierig zu meistern. Nur noch zwei 4×4 Fahrzeuge kamen an den gleichen Ort. Die übrigen Sind vorne geblieben, weil sie im Sand stecken geblieben sind. Hoffe ich komme Morgen hier wieder raus.

Ich hab’s geschafft und bin wieder aus dem Sand hinaus zur Gruppe gekommen (man sieht die Fahrzeuge in der Ferne).

57. Tag / 50 km

Heute gehen wir nun alle in die Sanddünen. Wir fuhren in die Wahabi Wüste. Damit unsere Fahrzeuge nicht stecken bleiben haben wir die Hälfte der Luft aus den Reifen abgelassen. Nun stehen wir zwischen zwei Dünen zum Übernachten.

 58. Tag / 0 km

In der Wahhabi Wüste besuchten wir Beduinen, die nahe bei unsern Womos ihr Lager aufgeschlagen hatten. Ein Schaf wurde geschlachtet, und in einem nassen Sack im Sand wo vorher ein Feuer entfacht wurde, vergraben. Das gab ein feines Nachtessen. Am Nachmittag waren wir mit Geländefahrzeugen unterwegs in den Sanddünen. Es ist fast unglaublich wo man mit solchen Fahrzeugen überall im weichen Sand fahren kann.

 Da unten standen wir für zwei Nächte.

 

 

 

Das Fleisch wurde nach der Schlachtung am um 12 Uhr vorbereitet und dann vergraben.

Dann gingen wir Offroad.

 

 

Am Abend wurde das Fleisch wieder ausgegraben. 

 Nach dem Essen wurden wir mit Weihrauch beräuchert und mit Musik und Tanz überrascht.

 

 

 

Einen Fussabdruck in der Wüste habe ich hinterlassen, aber ob ich da je wieder raus komme?

 

 

 

 59. Tag /  40 km

Die Pneus sind wieder mit Luft voll gepumpt. Also kann es auf den gut ausgebauten Landstrassen weiter gehen. Wir sind noch einmal nach Ibra gefahren, weil wir Morgen den Mittwochs Markt besuchen wollen.

60. Tag / 120 km

Besuch des Marktes in Ibra

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter ging die Fahrt bis Sinaw, wo ich noch eine verfallene Lehmhaus Stadt besuchte.

61. Tag / 270 km

Besuch des Kamelmarktes in Sinaw.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Kamelmarkt ging es auf einer beinahe geraden Strasse durch heisses Wüstenkarstland bis hinunter ans Meer, den Morgen wollen wir auf die Insel Masirah Island übersetzen.

62. Tag / 70 km

Mit der Fähre zur Insel Masirah Island.

 

 

Nun stehen wir an der Ostküste.

63. 64. und 65. Tag / 3 x 40 km

Drei Tage ausspannen auf Masirah Island, einer 85 km langen und bis zu 13 km breiten Insel. Hier leben knapp 10’000 Einwohner. Haupt Erwerbszweig ist Fischen. Es gibt aber auch kleine Landwirtschaft mit Datteln‘ Mangos und sogar Kokosnüsse. Bekannt ist Masirah auch wegen den Meeresschildkröten. Es sind Bestrebungen im Gange, die Insel zum Naturschutzgebiet zu erklären.

 Südspitze von  Masirah Island.

Südspitze von Masirah Island. Hier und an weiteren Plätzen, an schönen, verlassenen Sandstränden haben wir mal drei Tage ausgespannt. 

Aber auch Nachts waren wir mal aktiv. Wir sind lange dem Strand nach gelaufen, auf der Suche nach Meeresschildkröten. Viele Spuren und Eiablag Gruben, sowie zwei tote Schildkröten haben wir gesehen. Leider aber keine lebende Meeresschildkröte beim robben im Sand oder bei der Eiablage beobachten können.

66. Tag / 255 km

Mit der Fähre ging es zurück auf’s Festland. 

 

 

 

Nun sind wir unterwegs nach Salalah. Das sind noch fast 1000 km. Viel zu sehen gibt es unterwegs nicht also heißt es fahren durch die Steinwüste entlang der Südküste. Übernachtet wird an freien Plätzen am Strand.

Heute haben wir es bis Nafun geschafft. Morgen geht’s weiter immer Richtung Süden. Am Strand sieht man viele Spuren von Meeresschildkröten. Leider habe ich aber ausser dieser toten Meeresschildkröte, bisher keine lebende mehr gesehen. Allerdings bin ich nachts ja nicht immer unterwegs!

 

 

 

 

 

67. Tag / 420 km

Durch weissen Sand, dass man fast denken könnte, es hätte geschneit, bei Aussentemperatur von 30°C! Dann brauner und zum Schluss noch roter Sand, das war der Eindruck unserer heutigen Fahretappe. In Ad Duqm machte ich einen Abstecher um mir das riesige Baugelände des neuen Hafens, des Flugplatzes und der bereits fertig gestellten Hotel Resorts anzuschauen. Da hat es viele Strassen, 6 spurige Autobahnen und überall wird gebaut. 

 

Am noch provisorischen, aber bereits im Betrieb befindlichen Flughafen, konnte ich mit dem Auto auf dem Apron stehen.

Ein Flugzeug aus Muscat sollte in einer halben Stunde landen, aber ich wollte ja weiter.

Nun stehen wir auf einem topfebenen Plateau auf einer Höhe von 310 m. Die flache weite Gegend um uns herum ist beeindruckend. 

Sonnenunter – und Mondaufgang waren fast gleichzeitig.

 

 

 

 

68. Tag / 110 km

Vom Plateau runter ans Meer zum  Strand von Shuwaymiah. Dort besuchten wir eine Beduinen-Familie‘ welche sowohl ein Haus besitzen, aber auch Kamele und Ziegen in der Wüste halten. Die Frauen flechten Körbe und Behältnisse aus Palmwedeln.

Neben der Moschee hausen die Fremdarbeiter aus Indien und  Bangladesch.

  

 

Flamingos am Strand von Shuwaymiah, wo wir den Rest des Tages verbrachten.

69. Tag /  210 km

Eine unvergessliche Etappe, die wir Heute von Shuwaymiah bis Mirbat gefahren sind. Für mich zählt diese Fahrt zu einer der schönsten, die ich je gefahren bin. Über Klippen rauf und runter, durch unzählige Wadis und immer der Blick auf den indischen Ozean.

Unglaublich was für schöne Strassen die Omanis gebaut haben.

Herrliche Ausblicke von oben in ein Wadi.

Da musste ich doch hinein laufen!

Und da bin ich- ganz  alleine in dieser schönen Natur

 

 

Viele Kamele hatte es heute auf der Strasse.

Nächstes Higlight- Kamele und Flamingos in einer Lagune. Ich hatte diese zufällig entdeckt und bin Dann natürlich in das Wadi hinein gelaufen.

 Das Mausoleum von Bin Ali, einem Nachfolger des Profeten Mohammed.

In Mirbat sah ich eine Versammlung, hielt an und schon war ich zum Essen eingeladen.

Hafen von Mirbat

Altstadt von Mirbat im jemenitischen Baustiel

70. Tag / 115 km

Kurzer Fahrtag bis zum Wadi Darbat

 

Sonnenaufgang in Mirbat

 

Baoba Bäume wie sie sonst nur in Ostafrika zu sehen sind.

  

Ausblick vom Jebel Samhan (1300 m)                                      Blühte einer Wüstenrose

Wadi Darbat.

 

 

Am Abend besuchten wir Jebelis, das sind Bergnomanden. Wir wollten beim Kamelmelken zuschauen. Doch die sensiblen Tiere erschraken ob sivielen Fremden. So durften wir nicht nahe dran gehen. Wenigstens konnten wir von der frischen Mich trinken. Schmekt sehr gut!

71. Tag / 75 km

Heute werden wir Salalah erreichen. Salalah liegt am Meer und ist auf der Rückseite mit hohen Bergen eingeschlossen. Dadurch mit mit Hilfe des Monsumregens im Spmmer ist hier eine intensive landwirtschaftliche Nutzung möglich. Ein breiter Streifen mit tropischen Plantagen durchzieht diese fruchtbare Ebene. Hier gedeihen Kokos- und Pataya-Palmen, Bananenbäume und in deren Schatten wird Gemüse angebaut.
Das gegiet Dhofar wo sich auch Salalah befindet gelangte in der Antike zu Sagenumworbener Berühmtheit und Reichtum durch den Weihrauch und den damit verbundenen Handel.

 

Wir besuchten heute die archeologische Ausgrabungsstätte Samhuram. Hier befand sich im 4.JH.n.Chr. ein Weihrauchhafen. Heute Unesco Weltkulturerbe.

 

Zweiter Stopp war in dem Fischerdorf Taqah wo wir das 200 Jahr alte Fort besuchten, welches dem Wali (Bürgermeister) als Wohnhaus diente.

 

 

 

Am Abend erreichten wir Salalah, wo wir für die nächsten vier Nächte bleiben werden.

Der Reisebericht geht weiter unter:

OMAN NORDWÄRTS AB SALALAH.
 

 

 

 

 

Kommentare
  1. J. Zürcher sagt:

    Sehr schöne Bilder und interessante Kommentare. Herzlichen Dank.

    Liebe Grüsse

    Jürg (Bruder von Irene)

  2. syelas sagt:

    Hallo Rolf! Wir sitzen hier bei uns mit deiner Tochter und schauen deine wunderbaren Bilder an! Herzliche Grüsse Claudia und Kim

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