Oman nordwärts ab Salalah

72. Tag / 0 km

Unter kundiger Führung von Katja einer Deutschen, welche schon seit fünf Jahren in Salalah lebt, besuchten wir Heute die Stadt. Erster Stopp bei den Plantagen.

Eine frische Kokosnuss durfte natürlich nicht fehlen.

Dann besuchten wir das Weihrauch Museum, wo wir viel über die Topografie des gesamten Omans, der Entwicklung von Nichts im Jahr 1970 bis zur heutigen Moderne erfuhren. Auch Schiffshandel und über Weihrauch, den wir dann im Souk noch kaufen konnten erfuhren wir sehr viel. Leider durften im Museum keine Bilder gemacht werden.

Weihrauchbaum

 

72. Tag / 0 km

Wieder mit der kompetenten Reiseführerin besuchten wir die Freitags- bzw. Sultan-Qaboos- Moschee, den Souk, Gemüse-, Fleisch- und Fischmarkt. Zum Abschluss die kleine Wasserquelle Ayn Sahlnoot, welche idyllisch in schönen Felsformationen liegt und das ganze Jahr über Wasser führt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

73.Tag / 0km

Ruhetag am Meer in Salalah. Zum Abschied von Salalah sind wir am Abend zu einem typischen Omani Essen gefahren. Es gab Kamel und Ziege auf heissen Kieselsteinen am Feuer zubereitet. Kamelfleich schmeckt sehr gut 

 

74. Tag / 80 km

Richtung Westen in die Nähe von der Grenze zu Jemen fuhren wir Heute bis auf 1300 m Höhe. Weil es ein kurzer Fahrtag war, lag wieder einmal eine Wanderung drin. Angesagt war von höhe 500 m bis zum Jebeli-Dorf Firzayah. Bei der Ankunft traf ich Irene und Hans, so war das Motivation diese Strecke bei der Hitze zu laufen. Es hat sich gelohnt wir haben wunderschöne Sandstrände und Buchten gesehen. Beim zurück laufen hat uns ein Touristen Ehepaar aus der Schweiz mit genommen. Wir waren nicht unglücklich, den es war wirklich sehr heiss und der mit genommene Liter Wasser war auch schon bald zu Ende. 

So schön kann die Aussicht beim Autofahren sein!

Hier von diesem Berg sind wir bis zum Meer abgestiegen.

 

Wüstenrose

                                                                                          Hier wohnen Jebelis (Bergnomaden)

 

Am Vereinbarten Übernachtungsplatz angekommen erwartete uns eine weitere Überraschung. Wir fuhren auf der Ladebrücke eines Kleinlasters bis zu einer Jebeli Familie, um dort beim Kamelmelken zu zu schauen. Dieses mal hat das super geklappt. Die Kamele haben uns voll akzeptiert.

 

Irene freundet sich mit dem Kamel an…

 

…und ihr Mann Hans geht gleich an’s Melken.

 75. 76. Und 77.Tag  40 km

Drei weitere und für längere Zeit der letzte Aufenthalt am Meer. Vorgesehen waren  zwei Tage, wir haben jedoch verlängert, weil ein Fahrzeug unserer Gruppe eine neue Kupplung benötigte. Die Notwendigen Ersatzteile wurden vom Sohn der beiden nach Salalah per Flugzeug gebracht. Einmal mehr hat Peter ein Auto repariert. Einfach toll, wenn man in der Gruppe so kompetente Leute hat und die auch noch bereit sind zu helfen.

Nicht weit vom Ufer kann man häufig Delphine beobachten. Aber nur Faulenzen musste dann doch nicht sein. Irene und Hans haben Hannes und mich dazu motiviert eine 3-stündige Wanderung durch ein Wadi bis hin zur Meeresmündung zu unternehmen. Hat gut getan sich bei diesen Temperaturen wieder ein wenig zu kasteien!

77. Tag 230 km

Nun gehts zügig nordwärts, weg vom Meer durch die Wüste. Eine vorgesehene Strasse nahe der Grenze zu Jemen mussten wir auslassen, weil das Gebiet ev. vermint sein könnte. Wir fuhren also erneut über Salalah und so konnte ich noch einmal meinen Reisebericht per WIFI absetzen. Nun haben wir die Monsun-Zone, wo das Grüne aufhört und die Wüste beginnt wieder passiert. Unser erster Treffpunkt war beim Welt Naturerbe, Wadi Dawqah, einer Weihrauch Parkanlage. Hier erklärte uns ein Reiseführer, welcher uns für zwei Tage begleitete, vieles über Weihrauch  -Anbau, -Qualität und über „Arabia Felix“ aus der Antike, wo Weihrauch gleich viel kostete wie Gold. Die Gewinnung von Weihrauch ist auch heute noch sehr aufwendig.

Weihrauchbaum wird uns erklärt

 

 

Sofort nach dem Anritzen der Rinde tritt Harz aus

 

Alles Weihrauchbäume

Nächste Etappe: Ubar, das „Atlantis der Wüste“. Ubar liegt am Rande der grössten zusammenhängenden Wüste der Welt der Rub al Khali, an dessen Nordost Grenze wir uns Richtung Norden vorwärts bewegen. Ubar gelangte durch verschiedene Überlieferungen zu seiner sagenumworbenen Berühmtheit. Im Qur’an wird in der 89. Sure erwähnt, dass Die Stadt von der Erde verschlungen worden sei, da sie zu reich und lasterhaft geworden sei. Ubar lag an der Weihrauchstrasse und war die letzte Oase vor dem Weg durch die Rub al Kahli Richtung Jemen und Saudi Arabien, Āgypten, Palästina und Mesopotamien. Erst Anfang der 1990 Jahre entdeckte man mit Hilfe von Fotos, welche die Raumfähre Challenger gemacht hatte, alte Karawanenstrassen im Wüstensand und die alten Sagen bekamen neuen Aufwind. Damals sollen Karawanen mit bis zu 2000 Kamelen hier Station gemacht haben. Weil die Ausgrabungen noch im Gange sind, ist nicht mit Sicherheit fest zu stellen, ob es sich tatsächlich um die Stadt Ubar handelt. Jedenfalls ist sicher, dass  sich mitten in der Stadt ein ca. 12 m tiefer Krater befindet. Eine unterirdische Kalksteinhöhle war eingestürzt die ein grosses heute noch sichtbares Loch hinterließ. Falls dies passiert ist, wo die Stadt voller Menschen war, so könnte dies die Grundlage für die Berichte über eine Untergangskatastrophe sein. Zweifellos war es eine bedeutende, Wasserreiche und damit auch eine reiche Handelsstadt. Die Funde lassen auf eine sehr lange Besiedelung dieses Platzes schliessen, schon seit mehr als 5000 Jahren. 

 

Hier ist das Loch wo die Decke eingestürzt ist.

Am Abend sassen wir noch bis spät in die Nacht mit unserem temporärem Reiseleiter Wisch zusammen und erfuhren wieder viel über Land, Leute und Tiere.

 

78. Tag / 470 km

Nach dem Erlebnis reichen gestrigen Tag stand heute eine reine Fahretappe an. Wir sind 470 km auf gut ausgebauter Strasse durch die Wüste gebrettert. Weisser Sand, von Fata Morgana zu Fata Morgana, fast schnurgerade Strasse, Tempomat auf 120, einmal eingerastet kann man so stundenlang fahren, weil nur wenige LKW’s und noch weniger PKW’s unterwegs sind.

79. Tag / 415 km

Früh Morgens fuhren wir mit einem Bus weit in die Wüste hinein in das Oryx-Naturreservat um die Oryx Antilopen zu besichtigen. Auch heute lag der Morgennebel über der Jiddat al-Harasis, der grossen osmanischen Zentralwüste und überzog die öde Kiesebene mit einem dünnen Feuchtigkeitsfilm. ab ca. 9 Uhr verschwindet der Nebel durch die glühende Sonne. Das ist die Lebensgrundlage für die Oryx Antilopen. Sie können besser als Kamele sehr lange ohne Wasser leben. Die Feuchtigkeit des Morgentaus, welche sie mit der Nahrung aufnehmen reicht ihnen. Der längste Zeitraum ohne zu trinken beträgt 11 Monate. Leider wurden die letzten Tiere 1972 erlegt. Aber WWF hatte zusammen mit arabischen Herrschern 9 Tiere in einem Zoo in Arizona untergebracht und so konnte die Rasse überleben. Heute werden im Oman, in riesig umzäuntem Gelände Oryx Antilopen gezüchtet und dann später ausgewildert. Heute besteht die Herde aus ca. 560 Tieren. Wir durften die Fütterung, wo die Tiere von weit herkommen, besichtigen.

 Ich hob einen Kübel bei Seite weil ich schauen wollte ob ev. ein Skorpion darunter liegt. Doch da war eine andere Überraschung. Eine äusserst giftige Sandviper.

 

Anschliessend hies es wieder km durch die Wüste bolzen!

80. Tag / 0 km

Mit Bus und ortsansässigem Führer besuchten wir Heute Nizwa. Im Bezirk Nizwa leben heute ca. 85’000 Einwohner, die sich auf über 40 Oasen und Dörfer verteilen. Wie kein anderer Ort Omans schwankt Nizwa zwischen Vergangenheit und Neuzeit. Wir besichtigten das imposante Fort mit dem Festungsturm und fuhren anschliessend noch zu alten Lehm-Wohnsiedlungen und Lehm-Fort welche rund 300 Jahre alt sind und zaghaft renoviert werden.

 

 

81. Tag / 80 km

Früh Morgens besuchten wir den Tiermarkt, welcher immer am Freitag in Nizwa statt findet. Die Tiere werden im Kreis auf der Mitte des Platzes herumgeführt. Derjenige der am Kauf interessiert ist ruft den Besitzer heran um das Tier kurz zu prüfen (Fleischfestigkeits-Kneif-Prüfung) und versucht den Preis herunter zu handeln, doch der Besitzer lobt lautstark sein Tier, bis endlich ein Käufer per Handschlag den Kauf abschliesst.  

 

 

 Manchmal muss man sich beinahe kneifen, um sicher zu sein, dass man nicht durch eine Zeitmaschine einige hundert Jahre zurück versetzt wurde!

 

82. Tag / 0 km

Mit 4×4 V8 Fahrzeugen ging es Heute auf einen Tagesausflug auf den Jebel Akhdar, dem grünen Berg. Das ist ein Gebirgszug des Hajar Gebirges der bis zu 3000 m Höhe ansteigt. Die Strasse führt auf ein Hochplateau bis auf 2000 m. Es dürfen nur Allradfahrzeuge hinauf fahren. die Strasse ist zwar asphaltiert, aber sehr steil. 

Erster Stop beim Fort und den verlassenen Lehm Hüttendorf.

Dann ging’s hoch auf den Jebel Akhdar wo Wir mehrere Bergdörfer besuchten und auch kurze Wanderungen zu den Feldern welche Auf Terrassen an den Berghängen liegen.

 

 

 

83.Tag / 75 km

Kurze Fahrt bis Al-Hambra. Unterwegs besichtigte ich das schöne Bergdorf Misfah.

 

 

So wird Brot in dünnen Scheiben gebacken


Kaffe wird geröstet

Vom Übernachtungsplatz Blick auf Al Hamra

84. Tag / 30 km

Zum Frühstück sind wir noch einmal nach Misfah hochgefahren.

 
Wir vier und oft auch Hannes sitzen am Abend immer zusammen um Kaffe zu trinken und zu plaudern. 

 

Über Al Hamra ging es weiter zum nächsten Übernachtungsplatz auf 1600 m Höhe. Von da brachten uns Geländewagen hinauf zum Jebel Shams auf 2500 m Höhe, um eine kurze Wanderung entlang des eindrücklichen „Grand Canyons“Omans zu machen.

 

Der Jebel Shams, mit 3009 m Höhe ist der höchste Berg Omans. Den Gipfel haben wir mit unserer kurzen Wanderung natürlich nicht erreicht.

 

85. Tag / 130 km

Gleich drei Sehenswürdigkeiten standen Heute auf dem Tagesplan. Der erste Besuch galt dem grösstem Lehmfort in Bahla. Das Fort stammt aus dem 17. Jh. und wurde aufwändig renoviert und erst vor kurzem zum Besuch frei gegeben. Das Fort ist auch auf die Liste erhaltenswerte Kulturgüter der UNESCO aufgenommen worden. Die gesamte Architektur und die immense Grösse der Anlage haben mich sehr beeindruckt.

 

 

Der nächste besuch galt dem Palast von Jabrin. Der Wohnpalast wurde 1984 umfassend renoviert und wieder in seinen märchenhaften alten Zustand versetzt. Der Palast der um ca. 1680 errichtet wurde gehörte der Ya’ruba Dynastie. Hier lebte der Imam Bil’arub bin Sultan der Sohn von Imam Sultan bin Saif welcher die Portugiesen im Jahr 1650 nach 150 jähriger Ocupation vertrieben hatte.

 

Zwischendurch noch einen kurzen Halt bei einem einheimischen Souk.

Der dritte Besuch des heutigen Tages galt den Bienenkorbgräbern. Diese oberirdischen Gräber bestehen aus lose aufgeschichteten, unbehauenen Steinen. Sie haben doppelwandige Mauern, die außen einen Durchmesser von etwa 6 m haben. Angelegt wurden die Gräber in der Zeit zwischen 3500 und 2700 v.Chr. in der sogenannten Hafeet-Periode.

Abschied von Husain der uns fünf Tage lang begleitete

Hier vor diesem Berg dem Jebel Misht übernachteten wir.

86. Tag / 140 km

Die Gruppe blieb bei Al Ayn. Wir fuhren deshalb zu fünft los und trafen uns am Abend zum Pizza Essen im Pizza Hut in Ibri. Ich fuhr eine malerische Strecke abseits der Hauptstrasse bis nach Ibri. Unterwegs habe ich mal Einfach Wohnhäuser der Omanis fotografiert. Es gibt sehr aufwändige aber auch eher einfacher gestaltete Häuser. Über Geschmack der Farben und Verzierungen lässt sich bekanntlich streiten. Allen gemein ist jedoch eine Mauer, welche das ganze Grundstück umschließt. Dort spielt sich das Familienleben ab. Aus diesem Grunde sieht man fast nie Frauen oder Kinder. Nur Männer in ihren tollen Fahrzeugen sind sowohl bei Tag und Nacht zu sehen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jeder Omane und jede Omanerin bekommt vom Staat 600 m2 Land an seinem Wohnort geschenkt. Das Land darf verkauft werden, um an einem anderen Ort neues zu kaufen und dort ein Haus zu erstellen 

 

 

 

Die Häuser stehen oft weit auseinander wie man hier sieht


Es hat unzählige Moscheen all überall

Für uns Wohnmobilisten ist das gut, denn bei jeder Moschee hat’s auch Wasser, wo wir unsere Tanks füllen können und die Gläubigen ihre rituelle Waschung vornehmen.

87. Tag / 200 km

Der letzte Tag im Sultanat Oman. An unserem Übernachtungsort Ibri haben wir fünf „Ausreisser“ noch einmal den Souk besucht um unsere letzen Rials los zu werden. Dann ging‘ s noch zum Tiermarkt. Die letzten zwei Rials gab ich noch zum Haare schneiden aus.

Dattelpalme mit noch nicht reifen Früchten

 

 

 

 

 

 

Dan ging‘ s zügig vorwärts bis zur Grenzstation in Al Ain.

Es war eine schöne Zeit in Oman. Wir haben viel gesehen und viel erlebt. Die Omanis sind sehr nett, winken oft, sprechen einem an, sind neugierig und heissen einem Willkommen in Ihrem Land.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Grenzübertritt nach Abu Dhabi verlief recht problemlos. Leider haben wir bis Heute immer noch kein Transit Visa durch Saudi Arabien. Die Reiseleitung bietet uns zwei Möglichkeiten an. Geführte Tour durch den Iran und die Türkei, oder ebenfalls geführte Tour wie bisher geplant, aber Verlad der Fahrzeuge auf Tieflader durch Saudi Arabien.  Ich habe mich zusammen mit Anderen entschlossen, mein Wohnmobil mit einem Tieflader durch das KSA transportieren zu lassen und fliege halt von Abu Dhabi nach Jordanien, um dann die Reise von dort wie geplant fort zu setzen. Es besteht aber immer noch die Hoffnung, das es dann in letzter Minute doch noch irgendwie klappt mit einem Transitvisum. Inshalla!

Der Reisebericht geht weiter unter Abu Dhabi“

 

 

 

 

Kommentare
  1. Dubach Brigitte sagt:

    Wunderschöne Bilder Rolf! Am liebsten möchte ich auch gleich losfahren!
    Liebe Grüsse
    Brigitte

  2. Kim kaufmann sagt:

    Hallo Rolf ….wieder eine super Reise die du machst …..bei uns geht’s auch bald los ! Du solltest mal ein kürzeres Hemd tragen …. So das du nicht so weisse Oberarme hast (hahaha)
    Gruss Kim

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