Nov. 11 Argentinien / Chile

Dienstag 1. November 2011
Damit man sich bei meinem Reisebericht nicht immer von vorne nach hinten durchschollen muss, fange ich an, diese nach Monaten zu trennen. Also heute Nacht war auch hier Halloween. Ich hatte nur vereinzelt verkleidete Leute gesehen, aber sonst nichts weiter mitbekommen.
Heute habe ich mal einen ruhigen Tag dazwischen geschaltet. Ich habe meine Wäsche zur Wäscherei in der Stadt gebracht. Dazu ruft man sich eines der unzähligen Taxis heran. Für eine kurze Fahrt in die Stadt kostet das umgerechnet gerade mal 3 Franken, also etwa gleichviel wie mit dem Bus von Rüttenen nach Solothurn.
Zur Zeit Sitze ich in meinem Stammcafe in Puero Madero und lese die Sothurner AZ und anscgliedernd ein Buch auf meinem IPad. Heute Abend bin ich bei Margreth ud Jörg in ihrem Wohnmobil zum Kotelett Essen eingeladen.
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Rechts Jeanette und Uwe unsere beiden Reiseleiter.

Mittwoch 2. November 2011
Heute begann der offizielle Teil der Panamericana. Inzwischen sind alle Teilnehmer in Buenos Aires eingetroffen. Deren Wohnmobile sind aber noch auf dem Schiff und können voraussichtlich am Freitag im Hafen abgeholt werden. Am Vormittag wurden wir mit einem Car durch Buenos Aires zur Stadtrundfahrt gefahren. Eine Stadtführerin, hat uns so einiges über Buenos Aires erzählt. Für uns Schiffspassagiere, welche nun schon 2 Wochen in der Stadt sind, war die Rundfahrt eigentlich eine Bestätigung, dass wir fast alles schon auf eigene Faust entdeckt hatten.

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Oft sieht man Hundeausführer. Die holen die Hunde in den Appartements ab und führen sie in den Parks zum spazieren aus.
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Da gibt es in einem ehemaligen Theater eine große Buchhandlung, wo man Bücher kaufen oder in den Logen durchstöbern kann. Auf der Bühne gibt es ausserdem ein Restaurant.

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Im Stadtteil La Bocca
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Weitere Bilder von Buenos Aires

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Am Abend sind wir alle zusammen zum Nachtessen in ein Theater. Anschliessend wurde eine Tangoshow gezeigt. Die Show mit viel schönen Tangovorführungen und spanischen Gesängen, sowie mit einem Tangoorchester, dauerte bis Mitternacht.

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Letzte Übernachtung in Buenos Aires
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Donnerstag 3. November 2011 // 421 km
Die späte Heimkehr von der Tangoshow, hat uns nicht davon abgehalten, schon mal auf eigene Faust mit dem Wohnmobil loszufahren. Die Flugpassagiere bekommen ihre Fahrzeuge frühestens am Freitag und werden voraussichtlich am Montag ihre Reise starten. Margreth, Jörg, Engeline und Jan aus Holland und ich wollten nun nicht mehr länger in der Stadt verweilen und hatten uns deshalb entschlossen am Donnerstag Morgen unsere Fahrt schon einmal zu beginnen. Wir hatten schon vorgängig unsere Funkgeräte abgestimmt. Ich bin vorausgefahren, weil ich auf meinem GPS eine Navikarte von Südamerika gespeichert habe. Diese erste Etappe führte uns erst nach Azul, dort konnten wir unsere Gasflaschen füllen lassen. Dann haben wir die vorgegebene Route verlassen und sind nach Tandil auf einen Campingplatz,nan einem kleinen Stausee gefahren. Alles verlief gut, bis auf eine Polizeikontrolle. Alle 3 Fahrzeuge wurden aufgehalten und kontrolliert. Wir Schweizer sprechen kein Spanisch, so dass die Polizisten mit uns vermutlich nicht viel anfangen konnten. Alle haben schon mal 2 Pannendreiecke im Fahrzeug. Es kann aber vorkommen, dass die Polizei plötzlich 3 Stück vorgezeigt haben will, weil gerade an diesem Tag die Vorschrift angeblich geändert worden sei. Das läuft dann meist darauf hinaus, dass man sich freikaufen muss. Jan der spanisch spricht hatte nicht so viel Glück wie wir, er ist nur mit Stadtlicht anstatt Abblendlicht gefahren und musste sich deshalb freikaufen.

Freitag 4. November 2011 // 0 km
Leider regenet es recht heftig. Also im Camper bleiben, Fotos bearbeiten und Reisebericht schreiben. Betreffend Kontrollen gibt es eine weitere für uns ungewohnte Sache. Lebensmittelkontrollen. Da wird der Kühlschrank kontrolliert und frisches Obst konfisziert. Man will das verschleppen von Fruchtfliegen verhindern. Der Unterboden wird desinifiziert. Das Prozedere kostet 25 Pesos (5 CHF ). in der nächsten Provinz erfolgt eine Kontrolle betreffend Maul und Klauenseuche. Hier darf kein frisches Fleisch, keine Eier und keine Milch mitgenommen werden. Es ist aber erlaubt, diese an Ort und Stelle zu verzehren.

Samstag 5.November 2011// 0 km
Heute ist wieder gewohnt schönes Wetter. Wir „Ausreisser“ sind nach wie vor in Tandil auf dem Campingplatz am Stausee. Bilder von meinem Morgenspaziergang zum Monument „The man of La Mantscha“, oberhalb von Tandil
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Sonntag 6. November 2011 // 346 km
Heute sind wir von Tandil bis Monte Hermosa gefahren um wieder auf die eigentlich vorgegebene Route unserer Reisegruppe zu gelangen.

Montag 7. November 2011 // 0 km
Wir bleiben heute am Meer in Monte Hermoso und warten, den heute treffen wir alle anderen Reiseteilnehmer um dann Morgen gemeinsam weiter zu fahren. Die Polizei hat uns freies Campen am Meer untersagt, uns aber freundlicherweise eine Abgelegene Strasse als Alternative angeboten. wir hatten es dann aber vorgezogen, auf einen kleinen Campingplatz zu gehen. Unsere Reisegruppe is dann am späteren Nachmittag auch nach und nach in Monte Hermosa eingetroffen und dufte doch frei am Meer übernachten. Da dürfte wohl der Charm und die guten Sanisch Kenntnisse unserer Reiseleiterin Jeanette, gewirkt haben.

Dienstag 8. November 2011 // 466 km
Von Monte Hemose sind wir um 8 Uhr losgefahren (ich hatte mich verschlafen und musste deshalb den Tag mit einem „Alarmstart“ beginnen). Die Strassen sind gut, meist für 20 bis 30 km schnurgerade, Links und rechts, weite, ebene Landschaft. Ab un zu sieht man Rinderherden. Wenn einem ein Fahrzeug entgegen kommt, sieht man am Horizont zuerst 1 Licht, später wenn das Fahrzeug näher kommt erkennt man erst 2 Lichter. Man fährt dann fast 2 Minuten, jeder mit 90 km/h oder auch schneller (für PKW’s sind 110 km/h erlaubt) aufeinander zu. Überholen kann man gut, weil man ja weit voraus schauen kann. Es ist ein angenehmes, ruhiges fahren. Tempomat mit 90 rein, schöne Country Musik aus dem IPod und die Landschaft an einem vorbei ziehen lassen. Unterwegs haben wir bei Wallmart einen Zwischenstopp gemacht. Ich konnte mein Frühstück nach holen und wir alle am Automaten Geld beziehen. Nach dem überqueren des Rio Negro sind wir nun in Patagonien. Hier an der Provinzgrenze gab’s nun die Lebensmittelkontrollen, wie ich sie bereits beschrieben hatte. Alles ging anstandslos durch. Gegen 16 Uhr haben wir Balneario El Condor erreicht. Wir stehen an einer sehr schönen Felsklippe direkt am Meer. Um uns herum fliegen tausende von blau-grünen Papageien.
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Mittwoch 9. November 2011 // 547 km
Wir sind im Naturpark in Puerto Pyramides auf der Halbinsl Valdes angekommen. Es war wieder eine lange Fahrt durch die Pampa von Patagonien. Nun bleiben wir 3 Nächte hier auf dem Campingplatz. Je südlicher wir nun kommen, je kühler wird es. Die Tage werden länger, weil die Sonne sehr früh auf und erst gegen 21 Uhr unter geht.

Donnerstag 10. November 2011
Heute konnten alle individuell eine Tour auf der Halbinsel Valdes machen. Ich durfte bei Margrith und Jörg mitgefahren, weil wir am Abend wieder auf den Campingplatz zurückkehrten. Die ganze Tour war 250 km lang, alles auf sandigen Pisten. Die Fahrzeue sehen mittlerweile recht abenteuerlich aus. Wir haben viele Guanakos (sehen aus wie Lamas), ein Stinktier, Graufuchs, Mungos, Emus (Strausse), aber keine Gürteltiere gesehen. Am Meer jedoch sahen wir Orkas, Wale, Seeelefanten, Seelöwen und Magelan Pinguine.

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Freitag 11. November 2011 // 0 km
Wir sind mit einem Boot auf’s Meer gefahren um die Wale, welche hier mit ihren Jungtieren für ca. 6 Monate verweilen, zu besuchen. Ich hätte nie geglaubt, dass wir so nahe an diese riesigen Tiere heran können. Es sind alles Muttertiere mit je einem Jungen, welches sie hier in der Bucht hochziehen, um dann ins offene Meer zu ziehen und eine Strecke von 5000 km zurück zulegen. Nach einem Jahr kehren sie wieder hierher zurück um sich erneut zu paaren. Die Männlichen Wale haben mehrere weibliche Wale, welch sie nach der Paarung wieder verlassen. Ein Wal wiegt ca. 50 Tonnen und ist ca. 16 m lang. Im Gebiet der Insel Valdes sind ca. 2700 Wale bekannt. Weil jedes Tier eine andere Kopfform mit den darauf befindlichen Muscheln hat, können die einzelnen Tiere von einander unterschieden werden.
Es war ein unvergessliches Erlebnis, diesen Tieren so nahe zu kommen. Ein Wal ist unter unserem Boot durch getaucht und hätte uns locker zu einem ungewollten Bad verhelfen können.
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Samstag 12. November 2011 // 186 km
Ein kurzer Fahrtag. Wir haben uns am Mittag in Trelew getroffen, um dort das Museo Palentológico Egidio Feruglio zu besuchen. Das Museum gilt als eines der besten Museen seiner Art. Es zeigt viele Fossilien aus der Entstehung der Erdgeschichte. Riesige Skelette von Dinosauriern sind zu besichtigen. Wir hatten eine kompetente Führung in Deutscher Sprache. Am Späteren Nachmittag traf sich die Gruppe auf einem Campingplatz in Gaiman. Wir spazierten gemeinsam zu einem Teehaus das in der Nähe des Campingplatzes ist. Das Haus und der Park ist in englischem Stil gebaut. Sogar Lady Di war einmal hier. Zum Tee wurden viele kleine Süßigkeiten gereicht. Wir brauchten anschließend nichts mehr zum Nachtessen. Es gab soviel, dass man uns noch ein Paket mit kleinen Kuchen mitgegeben hat. Am Abend gibt es immer um 19 Uhr ein „Brefing“ wo der nächste Tag vorbesprochen wird. Anschliessend gab’s noch ein großes Lagerfeuer.
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Sonntag 13. November 2011 // 600 km
Die Strecke von Gaimann nach Valetta Olivia wäre um 120 km kürzer gewesen. Wir haben aber einen Abstecher nach Punta Tombo gemacht. Dort ist die größte Magellan Pinguin Kollonie der Welt. Aktuell waren gemäß Auskunft der Ranger etwa 300’000 Pinguine dort. In Spitzenzeiten sollen es bis 2 Millionen sein. Wir konnten beobachten, wie die Pingu-Paare sich beim Eierbrüten abwechseln. Der eine ist bei den Eien geblieben ( meist 2 Stück). Der andere Pinguin ist Richtung Meer davon gewatschelt um dort Nahrung aufzunehmen.
Die Strasse nach Punta Tombo ist auf ca. 20 km nicht befestigt, so dass Pistenfahren angesagt war. Mein Womo ist bald mehr grau als blau.

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Montag 14. November 2011 // 244 km
Gemütlicher Tag. Wir erreichten den Campingplatz in Puerto Deseado bereits am frühen Nachmittag. Faulenzen am Meer, Auto innen mal etwas vom Sand befreien usw. Wir bleiben Morgen hier auf dem Campingplatz, weil wir von hier aus eine Bootsfahrt mit Schlauchbooten zur Isala Pigüino unternehmen. Die Insel liegt 11 km vor der Küste. Wir hoffen dort Magellanpinguine und Seelöwen und Pingüino de Penacho Amarillo (Felsenpinguine) anzutreffen. Die Fahrt inkl. Wanderung auf der Insel soll je nach Wind 6 bis 8 Stunden dauern und ist nur für Seetaugliche empfohlen worden. Nun ich habe mich mal angemeldet und werde später berichten, ob ich’s geschafft habe.

Am Abend besuchte ich noch das 1908 erbaute Bahnhofsgebäude. Dieses steht einsam in der Landschaft, hat einen Peon, Abe keine Geleise. die Eisenbahnstrecke wurde nie realisiert. im Bahnhofsgebäude sind die Räume und das Inventar noch von diese Zeit erhalten geblieben. es hat ein kleines Restaurant wo ich noch eine Pizza gegessen habe. In dem Arztzimmer möchte ich nicht unbedingt behandelt werden! An die alte National Registrierkasse, welche hier noch in Betrieb ist, meine ich, mich aus meiner Jugendzeit, noch daran erinnern zu können.

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Nun hat auch unsere Reiseleitung einen Bericht im Internet, welcher natürlich wesentlich professioneller als meiner ist. http://www.panamericanatour.com

Dienstag 15. November 2011 // 0 km
Es gab keine Probleme mit der Seekrankheit. Es hat zwar recht geschaukelt auf dem Schlauchboot, aber alle haben das problemlos überstanden. Von unserer Reisegruppehatten 7 Personen an diesem Ausflug Teil genommen. Es war unbeschreiblich schön. Wir waren alleine auf dieser Insel und sind dort einen, etwa 2 km langen Weg gewandert. Zuerst bei den Magelan Pinguinen, wobei wir sogar wenige, eben geschlüpfte Jungtiere sahen. Weiter ging’s zu den Felspinguinen, welche auf der Welt nur hier, auf den Falklandinseln und in der Antarktis zu sehen sind.
NB: Die Argentinier nennen die Insel nicht Falkland sondern Malvinas. oft sieht man Denkmaler, welche an diesen unnötigen Krieg zwischen England und Argentienien erinnern.
Die Felspinguine haben rote Schnäbel, rote Augen und einen kleinen gelben Haarbüschel. Als nächstes trafen wir auf Seeelefanten und Seelöwen. In der angetroffenen Kollonie waren nur Männchen, welche entweder zu jung oder bereits zu alt waren und deshalb kein Harem mehr hatten. Die Harems hatten wir später vom Boot aus, auf einer vorgelagerten Klippe getroffen. Es gab viele Vogelarten zu bewundern. Kormorane, Möven, Austenfresser und viele schon wieder vergessene Namen. Von einer Gruppe wurden wir angegriffen, weil diese ihr Gelege verteidigen wollten. Man muss dann nur kurz die Hände nach oben schwenken, dann passiert einem nichts. Bei der Rückfahrt wurden wir von Delphinen begleitet. Es war wieder ein unvergessliches Naturerlebnis.
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Mittwoch 16. November 2011 // 403 km
Morgens um 8 Uhr losgefahren, mit kurzer Mittagspause unterwegs, waren wir bereits um 14 Uhr auf dem Campinglatz in Puerto San Julián. Hier direkt am Meer beträgt die Nachmittagstemperatur gerade noch 16° C.

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Donnerstag 17. November 2011 // 503 km
Weiterfahrt durchs Niemandsland. Bis an den Horizont einfach grüne Landschaft. Ab und zu sieht man Guanakos, manchmal Emus. Die Abwechslung bestand heute aus dem Grenzübertritt von Argentinien nach Chile. In 1 Stunde war dieses Prozedere vorüber, mit Fahrzeug ausführen, Fahrzeug in Chile wieder einführen. Lebensmittelkontrolle im Fahrzeug. Bei mir wurden sämtliche Schubladen und Kästen geöffnet. Gemüse und wenig Früchte musste ich opfern. Der Rest wie Milch und Käse wurde jedoch akzeptiert. Einen kurzen Abstecher machten wir zu einem Kratersee.

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Gegen Abend erreichten wir die Magelanstrasse. Hier wurden wir mit der Fähre in knapp 30 Minuten übergesetzt. Nun sind wir in Feuerland angekommen. Wir übernachteten gleich am andern Ufer, weil uns Morgen ein weiteren anstrengender Fahrtag mit Pistenfahren erwartet.

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Freitag 18. November 2011 // 367 km
Die 120 km Piste haben wir gut gemeistert. Wir sind als Erste bereits um 7 Uhr gestartet. Auf der Piste fährt mann am besten mit 50 bis 70 km/h, es schüttelt und staubt zwar trotzdem, aber viel weniger als wenn man langsam fährt und dabei jede Rille zu spüren bekommt. Die Fahrzeuge müssen schon was aushalten, denn die Piste hat viele Schlaglöcher und gleicht oft eher einem Waschbrett. Nach der Pistenfahrt haben wir eneut die Grenze erreicht. Diesmal umgekehrt von Chile wieder nach Argentinien. Weil wir so früh waren, haben wir nicht auf die Gruppe gewartet und die Grenzformalitäten eigenständig erledigt. Eine kurze Info auf Zettel an der Grenzstation damit unsere Reiseleiter wissen, dass wir schon passiert haben. Unterwes hat es mehrere kleinere Gewässer, an einem kleinen See hatte es Flamingos. Die Landschaft wird nun endlich schöner. Es hat wieder Bäume und bewaldete Hügel. Am frühen Nachmittag sind wir an einem Campingplatz am Lago Fagnono eingetroffen. Wir stehen direkt am See und haben eine schöne Sicht auf die noch leicht verschneiten Berge. Am Abemd sassen wir noch am Warmen Holzofen im Blockhaus. Jeanette hat uns etwas aus der Beziehung Chile – Argentinien vorlesen und uns auch über die politischen Vehältnise beider Länder informiert.

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Samstag 19. November // 110 km
Eine wunderschöne Fahrt durch Berg- und Seenlandschaft bis zur südlichsten Stadt der Welt nach Ushuaia. Hier finde ich wieder mal ein WiFi, so dass ich meinen Reisebericht ins Netz stellen kann.

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Am Nachmittag sind wir bis zur Laguna Roca im Parque Nacional Tierra del Fuego, also im Nationalpark von Feuerland gefahren. Eine kurze Strecke von unserem Campingplatz in Ushuaia. Dort haben wir eine 1 1/2 stündige Wanderung entlang dem Rio Pipo, bis zum Ende der Routa 3 gemacht. Man kann mit dem Auto bis zu diesem Punkt fahren. Das ist das befahrbare südliche Ende der Welt und für uns der eigentliche Beginn der Panamericana. Wir haben nun, wie die Pfadfinder, einen „Schlachtruf“. Wenn jemand ruft -PANAMERICANA- ruft die ganze Gruppe -TOUR-.

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Sonntag 20. November 2011 // 0 km
Heute haben wir zu Fuss mal die südlichste Stadt der Welt, Ushuaia, die immerhin 50’000 Einwohner hat, besucht. Die Stadt liegt am Fuss von hohen, mittlerweile verschneiten Bergen, direkt am Meer. Es hat sehr viele Touristen vor allem Schweizer hier, denn man muss doch einmal in der südlichsten Stadt der Welt gewesen sein!

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Nun regnet es, vor wenigen Tagen hatte ich noch die Klimaanlage am laufen. Inzwischen läuft aber die Heizung in meinem Wohnmobil. Die Gruppe bleibt noch einen Tag hier in Ushuaia. Wir, das sind Margreth, Jörg und ich, wollen aber schon Morgen weiter fahren, durch Chile wieder zurück zur Magelanstrasse um dann dort auf die Anderen zu warten. Also sind wir heute Abend noch zum, fast obligatorischen Königskrappen – Essen in die Stadt gefahren.

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Nun ja, das wird definitiv nicht meine Laibspeise. Ich hätte doch besser bei meinen gewohnten argentinischen Steaks bleiben sollen.

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Hier im Süden sind die Tage sehr lange. in Ushuaia geht die Sonne um 5:10 auf und um 21:26 unter also ganze 16 Stunden und 16 Minuten. Es wird erst so ca. 21:30 dunkel.

Montag 21. November 2011 // 480 km
Wir wieder mal „Ausreisser“ sind also die Strecke von Ushuaia Argentinien, wieder zurückgefahren und sind nun in Chile an der Magelanstrasse, um Morgen Dienstag mit de Fähre über zu setzen. Bei der Fahrt über den Passo Garibaldi betrug die Aussentemperatur noch 2°C. Es schneite leicht, aber die Strase war aper. Nach der Grenze zwischen Argentinien und Chile, war wieder 120 km Pistenfahren angesagt. Einmal hatte ich ein grosses Schlagloch übersehen und bin da viel zu schnell reingefahren. Ohne Starterlaubnis hat sich mein Womo kurz in die Luft gehoben, um gleich darauf mit grossem Knall wieder aufzuschlagen (ist eben doch kein Flugzeug). Zum Glück hat das Fahrgestell nur laut protestiert, aber keinen Schaden genommen.

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Dienstag 22. November 2011 // 340 km
Auf Empfehlung per SMS von unserer Reiseleitung, sind wir heute noch weiter bis Puerto Natales gefahren um uns hier mit Chilenischem Geld einzudecken, zu tanken und einzukaufen und dann am Fjord zu übernachten. Nun warten wir auf die Gruppe um dann am Mittwoch, weiter in den Nationalpark Torres del Paine zu fahren. Wir waren bereits am frühen Nachmittag hier, so fand ich Gelegenheit das Auto mal mit Wasser, von Grau auf Blau umzufärben zu lassen und im Innern den Staub der Piste ein wenig zu verringern. In Zwei Tagen geht allerdings die Pistenfahrt von neuem los.

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Am Abend sind wir in der Stadt zum Essen gegangen. Ich habe doch mal wieder ein gutes Steack bekommen.

Mittwoch 23. November 2011 // 0 km
Heute machten wir einen Ruhetag in Puerto Natales, um auf die Gruppe zu warten. Wir haben ausgiebig die Stadt besichtigt, eingekauft und ein wenig „glädelet“. Am Abend haben wir alle am Fjord getroffen und wieder einmal am Brefing Teil genommen.

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Luftgetrocknete Muscheln …….Neee…….doch lieber nicht!

Donnerstag 24. November 2011 // 175 km
Von Puerto Natales ist es nicht weit in den wunderschönen Nationalpark Torres del Paine. Paine heisst in der Sprache der Mapuche-Indianer „blau“, also „blaue Träume“, was auf die Farbe der Seen absolut zutrifft. der Nationalpark umfasst 2420 km². Er ist durchzogen von bis zu 3000 m hohen Bergen, Gletschern, Fjorden und grossen Seen. die Torres del Paine sind das Wahrzeichen des Nationalpaks. es sind drei nadelartige Grnaitberge die zwischen 2600 und 2850 m hoch sind.
Im ganzen Nationalpark ist natürlich wieder Pistenfahren notwendig. Es gab verschiedene Möglichkeiten, um am Ende des Tages auf dem Campingplatz am Lago Pehué anzukommen. Wir haben den Weg über Cueva de Milodon gewählt und sind zuerst an den Lago Grey gefahren, um dort eine kleine Wanderung zum Seeende, mit den dort schwimmenden Eisbrocken zu machen. Am frühen Nachmittag sind wir am Lago Pehué eingetroffen. Von hier aus kann man die imposanten Felsformation des Torres del Paine gut sehen. Das Wetter wechselt hier sehr schnell. Am Morgen herrlicher Sonnenschein, am Nachmittag leicht bewölkt, jedoch nicht kalt. Inzwischen Regnet es, so dass aus dem vorgesehenen gemeinsamen Grillabend nichts wurde. das Briefing wurde per Funk abgehalten, so dass alle in ihren Fahrzeugen bleiben konnten. Wir bleiben 3 Nächte hier im Park.

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Freitag 25. November 2011 // 0 km
Eigentlich war heute eine Wanderung angesagt. Zum ersten mal haben wir wirkliches Wettepech. Es regnet kräftig und es ist kalt geworden. Man sieht die schönen Berggipfel um uns herum nicht. Also im Fahrzeug bleiben und heizen. Nun fand ich doch mal Zeit um meinen Reisebeicht selber zu lesen und die vielen Tippfehler einigermassen zu korrigieren. Man möge mir die vielen Fehler verzeihen, es muss immer schnell gehen. Mir fehlt ein Lektor!
Am Nachmittag musste ich trotz schlechtem Wetter mal raus. ich bin auf einen nahen Hügel gewandert. Mir fehlt die Bewegung, das merke ich vor allem am Bauchumfang (oder sind nur die Hosen beim Waschen eingegangen?). Wenn das so weiter geht, muss ich wohl einen privaten Ramadan einschalten und den auch nach dem späten Sonnenuntergang nicht unterbrechen.
Das heutige Briefing fand wiederum per Funk statt. Wir alle hoffen, dass es Morgen bessere Wetterbedingungen gibt.

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Samstag 26. November 2011 // 430 km
Morgen hatten wir dch noch ein wenig Wetterglück. Es war trocken und so starteten wir zur Wanderung auf den Mirador el Condor. Dort oben hat man eine traumhaft schöne Aussicht auf die Seen und Landchaft Torres del Paine. Selbst einen Condor haben wir da oben in seinem Nest aufgeschreckt, so dass er weg von uns, über das weiteTal geflogen ist.

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Am Nachmittag wäre eine weitere Wanderung zu einem Wasserfall angesagt gewesen. Weil es aber wieder zu regnen begann, entschieden wir uns, keine weitere Nacht im Park zu verbringen. Also eilten wir zusammen mit 4 anderen Womos, wieder mal voraus. Wir trafen uns dann am Abend auf dem Campingplatz in Calafate. Die Ausfahrt aus Park war wieder Piste. selbst die Grenze von Chile nach Argentinien, war irgendwo im Niemandsland auf staubiger Piste. Als wir am Grenzposten in Chile eintrafen, war da niemand im Zollgebäude. Nach etwa 10 Minuten kam dann eine Grenzbeamte, welche wir offensichtlich in ihrer Ruhe gestört hatten. Sie war sehr unfreundlich. Nach Erledigung der Formalitäten ging ich zum Fahrzeug und wartete dort weiter vor verschlossener Schranke. Erst als ich versuchtedie Schranke selber zu öffnen, kam die guteFrau wieder und erteilte mir natürlich einen Rüffel. Sie öffnetdieGrenze nicht wegen nur einem Fahrzeug! mein Kommentar: „Person, non habla espanol, nö comprendere“.

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Unterwegs immer wieder Guanakos.

Am Abend trafen wir, die bereits voraus gefahren sind, uns im Restaurant auf dem Campingplatz.

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Da braucht es keinen weiteren Kommentar, wegen privatem Ramadan usw.

Sonntag 27. November 2011 // 0 km
Heute hatten wir unseren Ruhetag hier in El Calafate. Wir warten bis die anderen Teilnehmer hier eintreffen.

Montag 28. November 2011 // 134 km
Erster Tag im Nationalpark Los Glaciares, welcher 600’000 Hektaren Fläche im Südwesten der Provinz Santa Cruz . Kurz hinter El CaState wurde vor 8 Monaten ein neues Museum eröffnet. Unser erster heutige Zwischenhalt war natürlich bei diesem Museum. Das Museo del Hielo Patagõnico macht schon von Aussen einen guten Eindruck. Die Ausstellung ist sehr modern gestaltet. Viele sehr interesssante Informationen über die Entstehung der Gletscher usw. Ein tolles Relief von der Gegend, so dass man eine gute Vorstellung über die riesige Größe der vor uns liegenden Seen- und Gletscherlandschaft bekommt.

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Auch der in 3D vorgeführte Film, mit den kalbernden Gletschrn war famos.

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Weiter ging die Fahrt bis zum Gletscher Perito Moreno. man kann mit dem eigenen Auto bis kurz vor den Gletscher fahren und wird dann mit Shuttel-Bus bis zur obersten Aussichtsterasse gefahren. Der Gletscher Perito Moreno ist der einzige Gletscher ausserhalb der Polarregionen, der sich trotz der globalen Erwärmung kaum zurückbildet. Die Gletscherwand die man von verschiedenen Terassen aus bewundern kann, ist 60 m hoch und 4 km lang. Ab und zu stürzt mit Getösse ein Stück Eis ins Wasser, was man eben als kalbern des Gletschers bezeichnet. Es knackt auch im Innern des Gletschers. Wir hatten gutes Wetter, doch habe ich keine spektakuläre Abbrüche gesehen. Dafür ist an uns ein Condor Männchen, auf Kopfhöhe in kaum 10 m Entfernung, vorbeigeflogen. Staunend, mit offenem Mund vergisst man das Fotografieren.
Vom Gletscher kann man über sehr gut gestaltete Treppen und Gitterroste bis zum Autoparkplatz zurück laufen.

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Wir sind dann bis Punta Bandera gefahren, um dort direkt vor der Boot- Ablegestelle zu übernachten.

Dienstag 29. November 2011 // 50 km
Aus dem Womo raus direkt auf’s Schiff, welches von unserem Ùbernachtungsplatz, am Morgen um 9 Uhr ablegte. Mit dem Katamaran sind bis 16 Uhr auf dem Lake Argentino unterwegs gewesen. Zuerst ging es durch den mit Eisschollen gespickten Lago, zum Upsala Gletscher. An diesen kann man nicht direkt heranfahren, weil zu dichtes Eis davor ist und wir ja nicht mit einem Eisbrecher unterwegs waren.

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Weiter ging es zum Gletscher Spegazini. Hier konnte man direkt bis vor den Gletscher fahren. Wind und peitschendes Wasser erlaubten nur einen kurzen Aufenthalt im Freien.

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Die Fahrt ging weiter, nun zum Perito Moreno, welchen wir gestern bereits per Auto besucht hatten. das Schiff ist kurzem Abstand zur 60 m hohen Gletscherwad, hin und hergefahren. Wieder ein unvergessliches Naturerlebnis, dessen Schönheit man gar nicht in Bildern festhalten kann.

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Wer mal einen kalbernden Gletscher sehen will, hier ein entsprechender Link dazu:

Von Punta Bandera sind wir wieder zurück auf den Campingplatz in El Calafate, wo es doch so viele gute Restaurants gibt.
Beim abendlichen Brefing gab’s Whisky mit Eis, welches die Reiseleitung vom Gletscher mitgebracht hatte.

Mittwoch 30. November 2011 // 0 km
Ein weiterer Ruhetag hier in El Calafate. So kann ich wieder mal meinen Reisebericht nachführen und einfach ein wenig durch die Stadt bummeln.

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