Ngorongoro und Serengeti

Tag 69 bis 72

4 Tage Safari

Tag 69.

Es geht auf Safari-in den Ngorongoro – Krater und in die Serengeti. Ein Traum-Tierparadies im Herzen Afrikas. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es einen solchen Freiraum für die ursprüngliche Tierwelt- und auch die Masai mit ihren kleinen Dörfern und großen Rinderherden haben ihren festen Platz. Wir bleiben vier Tage auf Safari. Noch gut kann ich mich an die Fernseh-Sendungen mit Prof. Grzimek erinnern „die Serengeti darf nicht sterben“. Und die Serengeti ist zum Glück nicht gestorben und ist heute UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Ngorongoro Conversation Area und der Serengeti Nationalpark sind die herausragenden Natur- und Wildparks Afrikas. In den zwanziger (Ngorongoro) bzw. fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts gegründet, bedecken die  aneinander angrenzenden Schutzgebiete eine Fläche von ca. 16’000 km2. Ungehindert von Zäunen und Landesgrenzen machen hier ca. 1.5 Millionen Tiere ihre jährlichen Wanderungen von Nord nach Süd und zurück. Im Norden ist der Serengeti Nationalpark mit der kenianischen Masai Mara verbunden. Alle Gebiete zusammen ca. 30’000 km2, haben Anteil an schier unvorstellbaren jährlichen Wildtierbewegungen.  Ungefähr 3 Millionen grössere Säugetiere leben hier. Das Herz der Serengeti ist das Seroneta-Tal mit Gras- und Akaziensavanne, das Herz des Ngorongoro-Kraters ist der kleine Lake-Magadi. Vielseitig ist die Landschaft, von Grasssvanne über üppig bewachsene Flussläufe und malerisch in der Ebene lagernde Granitfelsen. Rote Erde und Lavasteine zeugen von der vulkanischen Vergangenheit der Region. Die einstmals gewaltigen Vulkane sind zu sanften Hügeln erodiert oder bilden einen gewaltigen Vulkankrater wie der Ngorongoro-Krater. In der Serengeti wurden uralte Zeugnisse der Menschheitsgeschichte gefunden, wie Z.B. Fussabdrücke dreier  Vormenschen 3,7 Millionen Jahre vor unserer heutigen Zeit, „unvorstellbar für mich“!

Erster Tag 69.

Morgens früh wurden wir mit Allradfahrzeugen von Tansania Adventure abgeholt. Wir reisen in 4×4 Safari Jeeps für je 6 Personen. Nach 7 km von unserem Doffa Camp erreichten wir mit dem Lodoare-Gate den Ngorongoro- Nationalpark, wo wir registriert wurden. Ein steiler Kraterrand zieht sich in einer Höhe zwischen 2’200 und 2’400 m um eine gewaltige Caldera, deren Boden rund 600 m tiefer liegt. In der Mitte der Sodasee Lake Magadi. Das Gesamtgebiet der Ngorongoro Conservation Area wird auf verschiedene Art geschützt, aber auch genutzt. Rund 65’000 Masai leben hier und lassen darin 14’000 Rinder und knapp 200’000 Schaffe und Ziegen weiden. Ein Highlight was ich heute erleben durfte. Soviele Tierherden in dieser schönen unberührten Landschaft. Es hat sehr viele Touristen, doch die Fläche ist gross und so verteilen sich diese tagsüber.

Wenn man mit dem eigenen Auto in das Gebiet fahren will, kostet das nur für das Fahrzeug 300$ pro Tag ohne Eintritt! Si sind wir besser dran mit dem bequemen Toyota und einem Guide der uns alles erklären kann, über Funk verbunden ist und weis wo sich gerade etwas interessantes abspielt.

Oben auf 2200 m Höhe hatte es anfänglich noch Nebel. Doch beim Herunterfahren in diesen gewaltigen Krater eröffnete sich ein wunderbares Panorama.

Und dann ging es los mit Tierbeobachtungen.

Und da fand gerade eine Paarung statt.

Mittags gab es einen Lunch am Kratersee.

 

Übernachtet haben wir  im Rhino-Camp oberhalb vom Krater. Ich habe ein Zimmer mit WC, Dusche und Terrasse sowie mit einer Holzofen-Heizung. Tagsüber war es im Krater sehr heiss doch  die Lodge befindet sich am Kraterrand  auf 2’200 m Höhe, da ist es schon angenehm neben dem Holzofen mit sichtbar brennendem Feuer zu schlafen.


Zweiter Tag 70.

Fahrt vom Ngorongoro-Krater zum Serengeti Nationalpark. Wir starteten um 8 Uhr und fuhren alles über Pistenstrassen durch das Ngorongoro Schutzgebiet, wo Masais leben, bis zum Serengeti Nationalpark. Einen Zwischenstopp unterwegs, machten wir in einem Masai-Dorf.

 

 

 



 

Auch einen Kindergarten gibt es.

Unterwegs sahen wir auch Knaben, welche beschnitten wurden u d dann für einen Monat vom Dorf getrennt umherziehen. Man erkennt sie daran, dass sie ihre Gesichter weiss bemalen.

Kurz nach der Mittagszeit erreichten wir das Naabi-Hill Gate des Serengeti Nationalparks. Dann ging es abseits der Pisten-Hauptstrasse auf Safari-Pirsch. Wir hatten wieder viele und aufregende Tierbeobachtungen machen können. Sogar einen selten zu sehenden Leoparden hatten wir gesehen, so dass nun die „Big Five“ komplett sind. Big Five= Löwe, Leopard, Wasserbüffel, Nashorn, Elefant)


Mittagslunch

Gepard Mutter mit vier Jungen

 

Weiter ging unser Beobachtungs -Glück mit Löwen

 

 

Leopard auf einem Ast

Gep

Mein Favorit ein Gepard

Hat gerade eine Gazelle erwischt.

 

Übernachtung im Kati Kati Tented Camp. Ein Luxuszelt mitten in der Wildnis, mit eigenem Wc und Dusche. Die Dusche bestellt man beim Personal, dann wird hinter dem Zelt warmes Wasser eingefüllt. Man steht in der Dusche und sobald der Kessel gefüllt ist, ertönt von Aussen „ready“ und schon fliesst warmes Wasser in die Zeltdusche. Bei Dunkelheit darf man das Zelt nur in Begleitung eines Securyty-man verlassen um z.B. Ins Restaurant zu gehen.

 

Dritter Tag 71.

Frühmorgens Pirschfahrt mit Frühstücks-Picknick. Dann besuchten wir das Seronera-Vistor-Center mit Informationen zum Serengeti-Nationalpark und zu Professor Bernhard Grzimek. Natürlich gab es wieder viele Tiere zu sehen.

Blick aus dem offenen Jeppdach.

Sonnenaufgang.

Riesige Büffelherden.

Da ist doch kaum noch eine Strasse zu erkennen, doch für unseren Fahrer Julius-kein Problem- Hakuna Matata.

 

Warzenschwein

Übernachtung im Mapito Tendet Camp beim Ikoma-Gate auf der Nordseite vom Serengeti Nationalpark.

Morgen geht es den ganzen Weg wieder zurück durch Serengeti und  Ngorongoro, doch dieses mal alles mehr oder weniger auf der Hauptpiste.

Zelt mit Blick in die Wildnis. Dieses mal ist ausserhalb, direkt hinter dem Zelt und vom Zelt aus zugänglich, eine etwa 2 m hohe Steinmauer wo man im Freien ein WC und eine warme Dusche hat.

Ein sehr gutes üppiges Dinner gab es natürlich auch im offenen Restaurant des Mapito Camps. Auch hier durfte man in der Dunkelheit nur mit Bodyguard sein Zimmer verlassen oder später am Abend vom Lagerfeuer zurück ins Zimmer.

 

Vierter Tag 72.

Heute hies es die ganze Strecke quer durch Serengeti und anschliessend durch Ngorongoro zurück zu fahren. Zuerst gab es aber ein deftiges Frühstück. Um 8 Uhr fuhren wir los, aber noch nicht auf der Hauptpiste. Wir wollten den Vormittag noch einmal für einen Gamedrive nutzen. Wieder haben wir viele Tiere gesehen.

Und noch viele andere……

Schön war der Anblick einer grossen Hypo-Herde. Wir stiegen sogar aus und konnten die Tiere von ganz nah betrachten. Der Pool wo die lagen war etwas tiefer, so dass wir genug Zeit gehabt hätten in’s Auto zu steigen. Flusspferde sind sehr gefährlich, die meisten Todesopfer sind von nächtlichen Angriffen durch Hypos zu beklagen. Nachts steigen die Kolosse aus dem Wasser um Grass zu fressen, was sie dann tagsüber im Wasser verdauen und auch ausscheiden. Die Brühe wo sie tagsüber baden stinkt ziemlich!

 

Nach dem Lunch, den wir jeweils von den Camps als Box mit bekamen und irgendwo im Freien assen, mussten wir auf die staubige Hauptpiste, weil die Tagesstrecke bis zum Doffa Camp, wo unsere Wohnmobile warteten, immerhin ca. 200 km weit entfernt lag.

Vollkommen verstaubt erreichten wir das Doffa Camp und hatten bis zum Einbruch der Dunkelheit genügend zu tun, um all unsere Kleider, Rucksack, Tasche und Schuhe zu entstauben und uns selbst unter der Dusche zu zivilisieren.

 

 

 


Kommentare
  1. Heidi sagt:

    Hallo Rolf, fantastische, wunderbare Tieraufnahmen sind dir da gelungen! Wahnsinn was dir da alles vor die Kamera gekommen ist.
    Weiterhin gute Reise und liebe Grüsse Heidi und Bruno

  2. Lotti und Hans sagt:

    Lieber Rolf
    Danke für deine Karte und die Glückwünsche. Der Wechsel von 6 auf 7 hat gar nicht weh getan und ist auch sonst erfreulich verlaufen. Wir können uns an deinen Bildern fast nicht satt sehen und freuen uns schon auf die noch ausstehenden.
    Wünschen dir noch eine weiterhin tolle und hoffentlich pannenfreie Reise.
    Liebe Grüsse
    Lotti und Hans

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