Kilimanjaro (Tansania)

59. Tag / 280 km

Von Sansibar nach Kibaha

Weil ich Probleme mit dem Auto hatte, als wir in Daresalam ankamen ( die rote Batterielampe leuchtete), bat ich den Camping Besitzer, in der Zeit wo wir auf Sansibar verweilten, eine Neue Autobatterie zu besorgen. Dies klappte hervorragend, als ich von Sansibar zurück war, hatte ich eine neue Batterie. Soweit so gut- die rote Lampe brannte dennoch, also musste es am Alternator oder am Laderegler liegen. Ich konnte aber starten, so fuhr ich los 270 km schaffte ich, dann war auch die neue Batterie leer gesaugt! Am Strassenrand musste ich nicht lange warten bis das erste Fahrzeug unserer Gruppe eintraf. Dieter und Gabi haben mich dann die letzten 10 km bis zum Camp abgeschleppt. Dort organisierte Christine gleich die Camping Besitzerin, welch dann mit 3 Mechaniker und  Schraubenschlüssel per Tuktuk ankamen. Sogleich krochen sie unter das Auto, bauten den Alternator aus, zerlegten diesen und stellten fest, dass eine der Kohlen kürzer als die andere war. Mit Teilen des Alternators verschwanden sie wieder, kamen nach kurzer Zeit zurück und bauten das Ganze wieder zusammen. Ladestrom fliesst wieder und so hoffe ich, dass die Batterie diese Tortur überstanden hat und ich Morgen weiter fahren kann. Das Ganze hat 189’000 THS = 83 CHF gekostet.

Dolmetscherin von Englisch in Suaheli und die 3 Mechaniker.

Alternator im Sand!

 

Noch eine kleine Episode von unterwegs. Heute hat mich die Polizei in Tansania das erste mal erwischt. Ich fahre zwar stets 50 km/h in den Dörfern. Doch manchmal ist kein 50-Ende Schild vorhanden und dann weis man nicht wann man wieder schneller fahren darf. Aldo bin ich in eine solche Falle getappt. Ich vermute sogar, das sie die Schilder extra entfernen. Eine Busse egal ob zu schnell, egal wieviel zu schnell, oder Sicherheitslinie oder sonst was, kostet generell 30’000 TSH das sind 13.50 CHF. Die Polizisten erwarten dann, das man ihnen etwas weniger anbietet, dafür aber keine Quittung erhält. Das mache ich aber grundsätzlich nicht. Ich verlange sehr zu deren Ärger eine Bussenquittung und zahle die 30’000 TSH. Weil ich Korruption nicht unterstütze. Leider muss ich dann extra lange warten bis alle Formalitäten ausgefüllt sind. Aber ich habe ja Zeit.

Tag 65. / 340 km

Von Korogwe nach Arusha

Die Reparatur im Sand war einwandfrei. Die Kerle verstehen was von Motoren, das muss man wirklich anerkennen. Das Auto läuft wieder, die Batterie ist voll geladen. Die gut ausgebaute Strasse führte an den Usambra-Bergen entlang bis zu 1500 m Höhe. Zur Deutschen Kolonialzeit hies Lushoto wo wor durchfuhren, Wilhelmstal und war eine blühende „deutsche“ kleine Stadt. Auch eine Bahnstrecke begleitete uns, die Umbra-Bahn wurde um die Jahrhundertwende gebaut, eine Eisenbahnstrecke von Tanga bis nach Moshi, wo wir heute auch vorbei fuhren. Wir stehen nahe am Kilimanjaro-Massiv ( ist aber noch von Wolken bedeckt). Kilimanjaro liegt auf Tansanischem Gebiet und ist mit 6000 m Höhe das höchste Bergmassiv Afrikas. Der höchste Gipfel ist der Kibo mit 5894 m Höhe. Bis 1964 hiess das Massiv „Kaiser Wilhelm Spitze“. Vom Äquator ist das Kilimanjaro-Massiv nur noch 350 km entfernt. Das Massiv ist vulkanischen Ursprungs und weist bei den Gipfeln sowohl Krater als auch beim Kibo Gletscherfelder auf. 

Unterwegs sah ich viele Sisal Felder und auch Ananas-Plantagen.

Die Fasern werden neben Tauen, Seilen, Garn und Teppichen in zahlreichen anderen Produkten verarbeitet, z. B. als Füllstoff für Matratzen oder als Poliermittel.

 

Sowas sieht man immer wieder. Entweder ganze Familien auf einem Motorrad, oder eben wie dieser völlig überladen.

Bei der Ankunft erwartete uns eine Überraschung. Wir feierten Bergfest (Halbzeit der Reise). Eine Tanzgruppe von der Universität, welche in die Regionen reisen, und dort die alten Volkstänze aufnehmen und dann selber umsetzen, hatten uns eine Stunde lang Jambe und Volkstänze aus Tansania vorgeführt. Eine absolut professionelle Vorführung. Kaum zu glauben wie beweglich die sind und eine Stunde lang synchron als Gruppe die verschiedenen Tänze und Lieder vortrugen.

 

Tag 66. / 0 km

Wir bleiben für drei Nächte in Arusha.

Stadtrundgang und Besichtigung einer Afrikanischen Kunstausstellung. Leider kann man den Kilimanjaro selten. Is gar nicht von unten sehen, da meist dichte Wolken davor hängen. Den Rest des Tages war Ausspannen angesagt.

 

Tag 67. / 0 km

In Arusha

Auto komplett reinigen, Gas tanken und Entspannen. Am Abend gibt es wieder ein gemeinsames Nachtessen in einer nahen Lodge.

 

Da gab es dann doch noch einen zwar schlecht zu fotografierenden freien Blick auf den Kilimanjaro.

 

Tag 68. / 160 km

Von Arusha nach Doffa bei Karatu

Wir fahren Richtung Serengeti, dabei erklommen wir die Bruchkante des Ostafrikanischen Grabenbruchs (Great Rift Valley) und sahen den Lake Manyar. Das Mbulu Plateau das wir durchfuhren liegt auf 1500 m Höhe. Die ganze Landschaft ist wieder völlig anders. Steppe mit Teller-Akazien, so richtig Afrika- dazwischen immer wieder Masai-Siedlungen und sehr viele Ziegen- und Rinderhetden, welche von Kindern (Ziegen) bzw. Erwachsenen Masais behütet werden.

 

Nun sind wir im Touristengebiet. Viele Safari Fahrzeuge fahren die gleiche Strecke Richtung Serengeti. Beim Döfchen Mto wa Mbu (bedeutet „Fluss der Moskitos“), gibt es viele Souvenier Verkäufer mit Bildern, Ketten usw. Wenn man anhält, wird man gleich umlagert von Souvenier Verkäufern.

Schon früh erreichte ich das Doffa Camp wo wir heute übernachten, dann unsere Wohnmobile stehen lassen und auf eine 4-tägige Safari aufbrechen.

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare
  1. Wild Ruedi & Verena sagt:

    Sali Rolf
    Super! Freue mich für Dich,dass Dein Hymerli wieder läuft. Die Afrikaner sind Reparatur Künstler!
    Das haben wir 1974/75 auf der gleichen Strecke schon erlebt: aus einem Stück Gartenhag wurde eine Federaufhängung für unseren Ford Transit gemacht. Hat weitere 20000 km bis Züri gehalten.
    Wie Arusha heute wohl aussieht? Damals war es gerade im Trend als Basis für den Kili & Serengeti.
    Weiterhin viele interessante Kilometer!
    Liebe Grüsse Ruedi

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