Jan.12 Chile / Bolivien / Peru

Sonntag 1. Januar 2012 // 380 km

Leere Strassen erleichterten mir die heutige Fahrt nach Calamarca. Nach kurzem Schlaf und viel Alkohol (Silvesterfeier) war ich froh, dass ich auf den geraden übersichtlichen Strassen, ohne grossen Gegenverkehr und ohne überholen zu müssen, vorwärts kam. Die Außentemperatur erreichte heute 45°C. Die Landschaft war heute anfänglich geprägt durch roten Fels und rotem Sand. Dazwischen immer wieder blühende Kakteen. Später in der Ebene fuhren wir an riesigen Olivenplantagen vorbei. Übernacht blieben wir auf dem Campingplatz in Catamarca.Montag 2. Januar 2012 // 320 km

Catamarca bis Amaichá del Valle. Anfänglich durch eine fruchtbare Ebene, mit Tabakpflanzen, Palmen und schönen gelb blühenden Bäumen. Dann ging es wieder über einen Pass. Zuerst in engen Serpentinen durch einen Canyon. Pflanzen und Bâume sind tropisch. dann erreichten wir Tafi del Vale, eine wunderschöne Hochebene auf 2000 m Höhe. Unser Route führte aber weiter über den nächsten Pass auf 3060 m Höhe. Dort oben waren dann wieder mal eine angenehme Temperatur. Von der Passhöhe ging’s runter auf 2000 m Höhe zu unserem Tages Etappenziel in Catamarca.

Dienstag 3. Januar // 275 km

Auf den Campingplätzen ist zur Zeit Hochsaison. Die Schulferien dauern in Argentinien noch bis Februar. So war es auch in Amaichá. Eine Gruppe junger Leute sang Lieder bis Morgens um 3 Uhr. Die sangen zwar sehr schön, doch irgendwann möchte man mal schlafen. Bei den Argentiniern beginnt der Abend mit Abendessen nicht vor 21 Uhr. Dann wird ausgiebig gegrillt und Musik gemacht. Uwe fragte freundlich an, ob sie nicht ev. wo anders weiter singen möchten? Warum? es ist ja erst 3 Uhr? Sie taten es dann trotzdem, so dass man den Gesang aus der Ferne nochhören konnte.

Nun ich habe den angekündigten Museumsbesuch ausgelassen und bin dafür zu den Ruinas de Quilmes gefahren. Die Befestigungsanlage von Quilmes ist eine der größten archäologischen Attraktionen des Landes. Die Quilmes bauten die Anlage um den Spaniern zu widerstehen, was jedoch nicht gelang. Der Stamm der Quilmes, der zu den Diaguita-Calchaquíes gehörte lebte bis zur Kolonisation des Gebietes durch die Spanier im Nordwesten Argentiniens.

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dann ging die Fahrt weiter zuerst Ruta 40, dann durch ein wunderschönes Tal, mit roten, bizarren Felsformationen auf der Rn 68. Ich hielt oft an, um die Felsformationen und die umherfliegenden Papageien zu bewundern. Als einer der letzten erreichte ich schliesslich den Campingplatz in Salta. Als Abendprogramm, wurde ein einheimisches Lokal empfohlen, wo in 8 Zimmern unterschiedliche spanische Musiker aufspielen können, um die anwesenden zu unterhalten Rundfahrt ihr Können zu testen. Das Ganze geht aber frühestens um 23 Uhr los! Ich wäre gerne hingegangen, doch fehlte mir der Schlaf von der vorherigen Nacht (siehe oben).
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Am Abend haben wir am Campingplatz grilliert, denn bald verlassen wir Argentinien definitiv und dann soll es angeblich nicht mehr so große Steacks geben.
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Mittwoch 4. Januar 2012 // 0 km

Stadtrundgang in Salta. Salta trägt auch den Beinamen „La Linda“ – Die Schöne. Die Stadt wurde 1582 als Versorgungsstation auf dem Weg zu den bolivianischen Silberminen gegründet. Man sieht im Zentrum noch Bauten aus der Kolonialszeit, z.B die Kathedrale, zahlreiche Kirchen, Kloster und Regierungsgebäude. Wir wurden von Haike, einer hier lebenden Deutschen durch die Stadt geführt. Zuerst fuhren wir mit einer Gondelbahn (made by Caraventa in Switzerland) auf den Hausberg. dann ginge zufuss durchs schöne Stadtzentrum. Haike erzählte uns, dass es zwischen europäisch stämmigen und Indiostämmigen, noch immer einen großen Unterschied gibt. Den europäisch stämmigen ist es vorbehalten gute Jobs zu bekommen und damit Wohlstand zu erreichen, was den Indiostämmigen verwehrt würde. Die Leute seien sehr katholisch. Die römische Kirche hat auch einen grossen Einfluss in der Politik.
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Donnerstag 5.Januar 2012 // 320 km

Es wurden zwei Varianten vorgeschlagen, um nach Tilcara zu fahren. Über die Dörfer auf einer sehr schmalen Strasse durch Regenwaldgebiet, oder über die Autobahn. ich entschied mich für die Variante Dörfer, obwohl ich nachts Zahnschmerzen bekommen hatte. Diese wurden mit zunehmender Höhe immer kräftiger. Ich fuhr bis nach Tilcara und hoffte dort einen Zahnarzt zu finden. Als ich dort zur Mittagszeit ankam befand ich mich in einem Bergdorf auf 2500 m Höhe. Da wird es wohl keinen Zahnarzt geben. Also telefonierte ich unseren beiden Reiseleitern. Ich möchte die Geschichte so ausführlich beschreiben weil ich aufzeigen möchte wie gut man in einer solchen Reisegruppe aufgehoben ist. Jeanette und Uwe waren noch vor der größeren Ortschaft Jujuy. Sie sagten mir ich solle die 85 km zurückfahren bis Jujuy, sie würden unterdessen einen Zahnarzt suchen. Auf der Rückfahrt meldeten sie sich schon wieder. Jeanette war bereits bei einem Zahnarzt und hatte mich angemeldet. Uwe fuhr mir entgegen. Unterwegs trafen wir uns. ich bekam sein vorbereitetes Navigationsgerät, damit ich in der Stadt gleich bis zum Zahnarzt fahren konnte. Dort angekommen rief ich über Funk nach Jeanette, welche im nahen Kaffee auf mich wartrtete. Das Wartezimmer war voll, doch ich war 5 Minuten nach Ankunft schon im Behandlungszimmer. Eine Entzündung unter der Zahnkrone wurde als Übeltäter entlarvt. Also Krone raus, Kanal für Entlastung erstellt, Wunde gereinigt, drei Röntgenaufnahmen und mit umgerechnet 18 CHF, war ich wieder entlassen. Mit Jeanette fuhr ich dann wieder zurück nach Tilcara, wo wir alle zusammen ein tolles letztes Nachtessen in Argentinien genossen.

Freitag 6. Januar // 2012. 430 km

Die Etappe, vor der ich den meisten Respekt hatte. es geht bis auf 4814 m Höhe über die Anden, Paso de Jama, nach Chile in die Ortschaft San Pedro de Atacama. Ich fuhr im Morgengrauen um 6:30 Uhr los. Esu ging zuerst auf 3500 m, dann sicher 250 km auf dieser Hochebene zwischen 3500 bis 4000 weiter, bis zum Grenzposten von Argentinien wo ich zur Mittagszeit ankam, leider war aber der Pass auf der chilenischen Seite gesperrt. Also hieß es warten. Die Sonne schien und es war angenehm warm. Zum Glück hatte ich keine Probleme wegen der Höhe. Ob es an den Medikamenten liegt, welche ich wegen meiner Zahnbehandlung einnehmen muss weis ich nicht. Vorsorglich hatte ich mir in Salta, Coca-Blätter besorgt. Aber wegen den Medi traue ich mir nun nicht diese in den Mund zu stecken (ist vielleicht besser so). Nach ca. 3 Stunden waren die Ausreisedokumente erledigt und ich konnte meine Fahrt fortsetzen. Wieder eine Hochebene und dann eine Steigung bis auf 4814 m.ü.M. Man fühlt sich auf dieser Hochebene wie auf einem anderen Planeten.

Bei 4600 m stotterte plötzlich der Motor. Die Diesel Einspritzung scheint defekt zu sein, aber mit 30 km/ h schaffte ich den Gipfel gerade noch.
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Vor der Ortschaft San Pedro de Atacama musste dann noch die Einreise nach Chile durchgeführt werden. Das ganze dauerte nochmals 2 Stunden. Um ca. 8 Uhr erreichte ich als einer der Ersten den Übernachtungsplatz. Es war eine tolle Fahrt über diesen hohen Pass, ein weiteres unvergessliches Erlebnis. Morgen wird ausgeschlafen.

Samstag 7. Januar 2012 // 0 km

Heute ist ein Ruhetag. Wir gingen zum gemeinsamen Mittagessen und Stadtrundgang hier in Pedro de Atacama. 20120107-202448.jpg20120107-202457.jpg20120107-202519.jpg20120107-202528.jpg20120107-202540.jpg

Anschliessend machte ich mit Uwe eine Probefahrt mit meinem „Heizöl Ferrari“. Es sieht nicht gut aus, keiner weis Rat. Morgen kommt ein Mechaniker her und versucht etwas herauszufinden. Ich habe mich aber für die 3 tätige Fahrt mit Geländefahrzeugen nach Bolivien angemeldet und werde trotzdem hingehen. Wir fahren ins Hochland in die Salar de Uyuni, eine Salzpfanne auf 5000 m Höhe. Ich hoffe das in der Zwischenzeit das Problem mit meinem Fahrzeug gelöst werden kann.

Sonntag 8.Januar bis Dienstag 10. Januar 2012 // ca. 1200 km mit Geländefahrzeugen.

Mit einem Bus ging es wieder auf die Passhöhe des Paso de Jama und von dort bis an die Grenze von Bolivien. Ausreise- Einreise-, das bereits mehrfach geübte Prozedere.
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Grenzstation Ausreise aus Chile

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Grenzstation Einreise nach Bolivien20120113-143824.jpg

Von dort über eine Hochebene weiter mit Toyota Landcruisern bis nach Uyuni. Dort angekommen, ist man plötzlich in einer ganz anderen Kultur. Die Frauen tragen bunte weite Röcke, die schwarzen Haare als Zöpfe, das ganze bedeckt mit kleinen Zylinderhüten. Wir gingen dort in ein Restaurant. Plötzlich überfiel mich ein Schüttelfrost und ein Kribbeln in den Fingerspitzen. Ob das der Beginn der Höhenkrankheit ist. Wir haben mehrere Ärzte in unserer Gruppe. Wir gingen zu dem einfachen Hotel zurück und legten uns, nachdem wir uns versichert hatten, dass Jeanette mich notfalls in ein Krankenhaus bringen könnte, schon frühzeitig schlafen. Michael, auch ein Arzt schlief mit mir im selben Zimmer. Alles wurde gut, es war keine Höhenkrankheit, am Morgen war alles ausgestanden.20120113-144806.jpg20120113-144817.jpg20120113-144824.jpg20120113-144832.jpg20120113-144839.jpg20120113-144850.jpg20120113-144909.jpg20120113-144918.jpg20120113-144924.jpg20120113-144934.jpg20120113-144940.jpg20120113-144948.jpg

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Wir fuhren mit alten Geländebussen zum Salar de Uyuni, eine Salzpfanne, 12 mal größer als der Bodensee und mit mehr als 10’000 km2 der größte Salzse der Welt. Ausser Salz, befindet sich dort eines der weltweit grössten Lithiumvorkommen. die bis zu 30 m mächtige Salzkruste, kann mit LKWs und Bussen befahren werden. Weil Regenzeit ist, war der See mit wenigen cm Wasser bedeckt.

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Das ganze Hotel ist aus Salz gebaut.

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Fotos auf dem Salzsee

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Dieses Foto ist aus dem offiziellen Reisebericht auf http://www.panamericanatour.de (schaut dort mal rein, das sind professionelle Fotos)

Mit den Geländewagen ging es den halben Weg, in der Dunkelheit wieder zurück zu unserer zweiten Unterkunft in einem kleinen Dorf. Dort gibt es keine Hotels. Wir übernachteten in 6 er Zimmern. Die Matratzen liegen auf aufgemauerten Steinen, eng aneinander.

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Weiter ging die Fahrt am Dienstag, an verschiedenen Lagunen und Seen vorbei. Die Seen haben unterschiedliche Farben von Grauweiss bis Rot. es hat tausende von Flamingos die dort ihre Nahrung, bestehend aus roten kleinen Krebsen finde. Dies ist auch der Grund für die rotfärbung der Lagunen. Wir kamen auf 5’000 m Höhe. Die Landschaft hier oben ist einzigartig.

Die gesamte Tour war sehr anstrengend. Man ist dauernd auf sehr grosser Höhe. Die Unterkünfte sind sehr einfach. Die sanitären Bedingungen sind, wenn überhaupt vorhanden äußerst primitiv.

Doch das ganze Abenteuer hat sich gelohnt und einen weiteren unvergesslichen Eindruck von unserer schönen Welt hinterlassen.

Hier eine Mitfahrgelegenheit durch die Wüste

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Mittwoch 11. Januar 2012 // 520 km

Bei der Rückkehr aus Bolivien nach San Pedro de Atacama erwarteten mich schlechte Nachrichten. Der Mechaniker, welcher zwischenzeitlich mein Auto begutachtete, meine der Comonrail müsste ersetzt werden. Das Ersatzteil müsste in Europa bestellt werden, ich könnte allerdings noch weiter fahren, bis zur nächsten Stadt Iquique um dort eine Fiat Garage aufzusuchen. ist das das Ende meiner Panamericana, dachte ich beim Einschlafen?

Ernst und Marlies begleiteten mich auf dieser Tagesetappe, falls ich unterwegs stehen bleiben würde. Die Steigungen fuhr ich im 2. Gang mit 30 km/ h. Die Fahrt ging durch die Atacama Wüste und dann dem Pazifik entlang bis Iquique. Dort begleiteten mich Jeannette und Uwe zur Werkstatt. Ein Wunder, der Mechaniker fand in 5 Minuten, eine gebrochene Gummidichtung, so gross wie ein 10 Rappen Stück. Diese hinderte die Dosierung der Einspritzdüse. Dichtung raus (Ersatz gibt es nicht). Motor an, Fehleranzeige aus, überglückliches Gefühl.

MEINE PANAMERICANA GEHT WEITER!

Donnerstag 12. Januar 2012 // 410 km

Iquique ist eine grosse Stadt am Meer. D Gebiet ist Zollfreizone und hat riesige modene Einkaufszentren. Der Gegensatz zum Tag davor im Hochland von Bolivien ist riesen gross. Die heutige Etappe beinhaltete die Besichtigung der verlassenen Salpeterstadt Humberstone. Das Gebiet gehörte früher zu Bolivien. Im Salpeterkrieg siegten die Chilenen und okkupierten das Gebiet. Weil es der einzige Zugang zum Meer für die Boliven ist, wird eine kriegerische Auseinandersetzung auch heute nicht ausgeschlossen.

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Ich war kurz im Museum und berichtete Uwe, dass leider die Störung am Auto wieder aufgetreten ist. Er empfahl mir dringend nach Iquique zurück zu fahren, weil wir nun in Gebiete kommen, die keine entsprechende Infrastruktur mehr haben. Also mit ungutem Gefühl wieder 40 km zurück. Der super Automechaniker lokalisierte einen Kabelbruch, den ich vermutlich beim wiederanbringen der Abdeckung selber verursacht hatte. Mit Lupe und Lötkolben war die Sache bis 13 Uhr behoben. Wir gingen mit dem Mechaniker noch zum Mittagessen. Um 14:30 Uhr fuhr ich los. die Strasse führte durch die Sandwüste und über mehrere grosse Berge. Das Weitere Museum, welches noch auf dem Tagesprogramm stand, lies ich natürlich nun aus und erreichte Arica noch am frühen Abend.

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Freitag 13. Januar 2012 // 150 km
Von Arica nach Putre ging es wieder durch die Wüste über einen 3800 m hohen Pass. Man sieht fruchtbare Oasen-Täler und hat eine sehr gut ausgebaute Asphaltstrasse. Wir übernachten in Putre, vor einem Hotel kurz vor der Grenze zu Bolivien. Morgen werden wir auch Chile zum letzten mal verlassen.
Gestern übernachteten wir noch in der Hitze direkt am Pazifik, heue auf 3500 m Höhe ist es kalt und ich muss die Heizung wieder einschalten. Obwohl ich Koka Tee getrunken und Koka Blätter während dem Aufstieg gekaut hatte, spüre ich die Höhe. Leichte Kopfschmerzen und Hundemüde.

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Samstag 14. Januar 2012 // 380 km
Wir verliessen heute Chile um nach Bolivien zu reisen. Die Fahrt führte über das Altiplano auf 4000 m Höhe. Erster Stopp war noch in Chile, um bei Sonnenaufgang auf 4500 m Höhe die Viniachas zu sehen, welche aus Ihren Höhlen kommen um sich im Sonnenlicht zu wärmen20120114-172917.jpg

Nach einem Spaziergang in der Höhe, fuhr ich weiter an Vulkanen vorbei bis zur Grenze von Bolivien. Weil ich der Erste unserer Gruppe war und nicht auf die Reiseleitung warten wollte, versuchte ich den Grenzübertritt alleine zu bewerkstelligen. Das lief bei der Ausreise aus Chile sehr spetitiv, bei der Einreise nach Bolivien eigentlich auch. Erst bei der Einfuhr meines Fahrzeuges, wurde ich von einem zum andern Ort verwiessen. Zum Schluss noch in ein kleines Restaurant, um Kopien von Pass und Fahrzeugausweis anzufertigen. Mit den Ganzen Formularen und Kopien ging es wieder zurück zum Zoll. Dort wurde alles abgestempelt und ich dachte schon ich hätte es geschaft. Nein, drei Polizisten die an der letzten Schranke standen, führten mich in ihr Büro. Hast Du einen Feuerlöscher – ja, hast Du ein Pannendreieck – ja gleich zwei. Nun wurden alle Papiere die ich bei mir hatte auf der Rückseite abgestempelt, auch mein Roadbook, welches nun gar nichts mit der Einreiße zu tun hat. Ich merkte schon die wollen sich hier wichtig machen und mich filzen. Die Dokumente bekam ich nicht zurück. Ich wurde zum Fahrzeug begleitet und musste Feuerlöscher und Pannendreieck vorzeigen. Neue Frage hat Du eine Autoapotheke – ja. Zeigen, auspacken. Hast Du eine Scheere – ja, zeigen. Hat Du Jod- nein. Nun hatten sie mich. Zurück ins Büro. Das kostet 50 Bolivianos. Zahle ich nicht. Dann zückten sie ein Buch und lasen mir vor, das es gar 100 Bolivianos kosten soll. Nein, ich gehe in mein Fahrzeug und warte dort, weil jemand kommt, der Spanisch, Englisch und Deutsch spricht. Nach 5 Minuten in denen ich es mir demonstrativ gemütlich im Auto gemacht hatte und einen kurzen Mittagsschlaf einlegen wollte, klopftees an der Türe. Ich bekam all meine Dokumente ausgehändigt.

Die Leute in Bolivin, leben in sehr einfachen Vehältnissen. Man sieht kleine Häuschen, mittlere bis sehr große Herden von Lamas, Alpakas, Kühen und sogar einzelne Schweine. Die Herden sind stets bewacht durch einen Hirten oder in Hirtin in ihren schön farbigen Kleidern. Man darf die Leute nicht fotografieren, die schätzen das gar nicht.

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Nun bin ich in LA Paz angekommen. Wir stehen auf einem geschlossenen Parkplatz bei einem Schweizerischen Hotel. es soll „Züri Gschnetzels“ geben. Ich freue mich. Morgen geht’s zur Stadtbesichtigung und Übermorgen auf die gefährlichste Strasse der Welt.

Sonntag 15. Januar 2012 // 0 km
Mit dem Bus und einem kundigen sehr guten Reiseführer besichtigten wir heute La Paz. Eine faszinierende Stadt. der tiefste Pu kt der Stadt liegt auf 3100 m, der höchste Punkt auf 4100 m, somit ist La Paz die höchste Hauptstadt der Welt. hier befindet sich der Regierungssitz, doch offiziell ist immer noch die viel kleinere Stadt Sucre Hauptstadt Boliviens. die Stadt macht einen sehr sauberen und i Gegensatz zum bisher gesehenen Hochland, keinen ärmlichen Eindruck. Wir besuchten ein Museum, sahen eine Volkstanzgruppe, waren auf dem Hexenmarkt und hatten im Hotel Presidente ein herrliches Mittagsbuffet.20120115-173608.jpg20120115-173613.jpg20120115-173621.jpg20120115-173617.jpg

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Montag 16. Januar 2012 // 0 km

Mit dem Bus ging’s zuerst hoch auf den La Cumbre Pass auf 4650 m. Dann ging’s auf dem Carretera de la muerte runter ins Tiefland bis auf 1500 m. Auf einer Strecke von 60 km werden mehr als 3000 m Höhenunterschied überwunden. Von trockenem Gebiet auf Passhöhe bis zum tropischen Regenwald im Tal werden fast alle Klima und Ökozonen Südamerikas durchquert. Die alte Trasse wird nur noch einspurig gefahren, weil vor ca, 8 Jahren eine neue Umgebungsstrasse erbaut wurde. Wir sind natürlich die alte Strasse runter gefahren. Auf dieser Strasse gab es früher sehr viele tödliche Unfälle.
Hier kann man mal wieder ein Stück mitfahren.

Wir sind bis Corocio gefahren und dann auf derneuen Strasse wieder zurück nach La Paz. Leider haben wir auf der Rückfahrt noch einen umgekippten Bus gesehen und dann eine verletzte Frau mitgenommen, damit sie auf der Passhöhe in die Ambulanz umsteigen konnte. Leider mussten wir am nächsten Tag aus der Zeitung erfahren, dass das kein leichter Unfall war, 13 Menschen mussten ihr Leben lassen, traurig.

Francesco ein Bolivianer der ausgezeichnet Deutsch spricht und ein Multitalent ist, hat uns beide Tage in La Paz begleitet. Wir haben viel über Land und Leute durch ihn erfahren dürfen.

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Wir besichtigten noch eine Koka Plantage

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Am Abend haben wir in dem Schweizer Hotel, wo wir mit unseren Wohnmobielen stehen, ein gutes Käsefondue gegessen.

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Dienstag 17. Januar 2012 // 170 km
Unser Übernachtungsplatz lag im Süden von La Patz, also musste ich mitten durch die ganze Stadt fahren. Ich wollte dies nicht im Konvoi tun, also fuhr ich sobald ich den Hotelhof Verlass en konnte los. Gerade um 8 Uhr durchquerte ich das Zentrum von La Paz. es geht immer steil den Berg hinauf. Das Verkehrschaos, mit den vielen, vielen Menschen auf den Strassen ist einfach unbeschreiblich. es wird Links und rechts überholt und reingerutscht wi es gerade geht. Vor dem Rotlicht wo ich anhielt wurde gehupt, die hinter mir fuhren an mir vorbei. Ich stellte die Ohren auf taub und ignorierte Autohupen und Schrillerpfeifen von Polizisten. Das Ganze hat mir aber sehr viel Spass gemacht und alles ist erstaunlicherweise ohne Kratzer abgelaufen. Die Fahrt ging dann weiter bis an den Titicacasee. Wunderschön gelegen, noch immer auf etwa 4000 m Höhe, trotzdem ist alles Grün und es hat sogar Bäume.
Dann wurde es spannend. Wir mussten auf Flossen den Titicacasee überqueren. So ganz sicher seien diese Boote nicht, aber die Alternative wäre ein größerer Umweg gewesen. schon am frühen Nachmittag erreichte ich Copacabana um dort die Wahlfahrtskirche zu besuchen und dem für uns seltsamen Ritual von Autotaufen beizuwohnen. Die Autos werden mit Blumen geschmückt, mit Blüten beworfen. Der Kapuziener kommt mit seinen Weihwasser und verteilt es über Auto, Motor und über die Köpfe deren Besitzer.

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Mittwoch 18. Januar 2012 // 145 km

Heute hatten wir wieder einen Grenzübertritt von Bolivien nach Peru. Die Zeit wurde noch einmal um 1 h zurückgesetzt. Zeitunterschied zu Europa nun 6 Stunden. Wir fuhren alles entlang dem Titicacasee ( 8562 qkm, 15 x Bodensee) und haben in Puno auf einer Wiese im Park einer Schule übernachtet. Die Landschaft entlang dem höchsten schiffbaren See der Welt (3810 m) ist geprägt durch Ackerbau und Viehzucht. Die Leute sind gleich gekleidet wie in Bolivien. Mir ist lediglich aufgefallen, dass es hier fast keine Lamas oder Alpakas mehr gibt. Dafür sieht man sehr viele Esel. Entlang der Strasse sind Schafe, Schweine und Esel angebunden. Am frühen Nachmittag sind wir mit dem Taxi ins Stadtzentrum gefahren um dort wieder mal einzukaufen und unsere Kühlschränke zu füllen. Die Stadt ist sehr chaotisch und fremdartig. es verkehren viele Sammeltaxis und dreirädrige Rikschas. Morgen geht‘ mit einem Boot auf den Titicacasee zu den schwimmenden Inseln der Uros.

Donnerstag 19. Januar 2012 // 30 km

Am Morgen fuhren wir mit dem Boot über den Titicacasee hinaus zu den schwimmenden Inseln der Uros. Die Inka konnten die Uro nie unterwerfen, da sie sich bei Auseinandersetzungen immer auf ihre Schilfinseln zurückziehen konnten. Die heutigen Inselbewohner sind Nachfahren der Samara und Quechua und leben fast ausschliesslich vom Tourismus. Das Ganze ist sehr schön anzusehen, doch eben sehr touristisch.
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Am Nachmittag fuhren wir mit unseren Wohnmobilen los und besichtigten unterwegs einen typischen echten Bauernhof.
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In Sillustania unserem Übernachtungsplatz angekommen, besichtigten wir die Grabtürme der Calla. die bis zu 12 m hohen Chullpas, steinerne Grabtürme, wurden vom Volk der Colla errichtet. Im 15 Jh. kamen die Inkas, diese verwendeten behauene Steine, was leicht zubereite unbehauenen Snder geschichteten Steinen der Colla, zu erkennen ist. Die Gräber wurden erst 1974 entdeckt. Man hat in den gegen Osten offenen Grabtürmen Könige der Inkas gefunden. Die Mumien kauern in Embryo Stellung um sich so auf das nächste Leben vorzubereiten. Erst vor 3 Monaten hat man vor einer Grabstätte 25 Mumien von Kinder unterschiedlichen Alters entdeckt. Ob diese geopfert oder an eine Seuche gestorben sind weis man nicht.
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Freitag 20. Januar 2012 // 390 km

Durch viele kleinere Ortschaften führte uns heute die Strasse nach Cusco, wo wir am Stadtrand im Club Hotel unsere Wohnmobile im Garten abstellen durften. Wir werden 5 Nächte hier bleiben. Immer noch sind wir auf 3400 m Höhe. Mir macht leider die Höhe immer noch zu schaffen. Jede kleinste Bewegung strengt an und ich könnte die ganze Zeit schlafen, weil ich sehr müde bin.

Samstag 21. Januar 2012 // 0 km
Es geht mir wieder besser. Ich nehme Coamin obwohl das für Leute mit Bluthochdruck nicht empfohlen wird.
Diese Nacht hat es so kräftig geregnet, dass mein Auto 15 cm tief im Wasser steht. Aber zur Stadtbesichtigung war wieder schönes Wetter, so wie wir es wohl verdient haben. Cusco ist eine sehr schöne, aufregende, fremdartige Stadt. Hier war das Zentrum der sehr reichen Inka Kultur, zu vergleichen mit den Rom mit den Römern bei uns in Europa. man könnte tausende von Fotos schiessen soviel Motive kommen einem vor die Kamera. Wir waren unter anderm auf dem grossen Markt. Dieser übertrifft, as was ich bisher von China kannte. Der Appetit vergeht einem bei diesen Gerüchen und dem was man zu ßehen bekommt. Morgen ist ein Ausflug ins Tal der …. angesagt. Ich brauche aber mal Ruhe und werde hier in Cusco bleiben.

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Unser peruanischer Reiseleiter zeigte uns den 12 eckigen Stein und erklärte uns die Bauweise der Inkas20120121-173415.jpg

Sonntag 22. Januar 2012 // 0 km
Also Ruhetag, ausspannen, keinen Ausflug mit gemacht. Hat gut getan. Am Abend ging ich in die Stadt um etwas anständiges zu Essen.
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Montag 23. und Dienstag 24.1.2012 // Zweitagesausflug

Wir konnten abstimmen, ob wir Machu Piccu in einem oder in zwei Tagen besuchen wollen. Um den Zauber, wenn der Nebel aus dem Tal aufsteigt und noch nicht alle 2500 Tagesbesucher vor Ort sind, zu erleben, haben wir uns für die Zweitagestour entschieden. Wir übernachten deshalb in Machu Piccu Pueblo. Mit dem Bus ging es zuerst von Cusco bis Ollantaytambo, weil die Bahnstrecke ab Cusco zur Zeit unterbrochen ist. Die Fahrt ging wieder über Einen Pass von 4700 m Höhe und dauerte gute 2,5 Stunden. In Ollantaytambo auf 2600 m Höhe konnten wir dann in den bequemen Zug, mit reservierten Sitzplätzen einsteigen. Nun führte die Fahrt dem wilden Rio Urumbamba entlang, durch ein sich wieder und wieder windendes Tal bis nach Machu Piccu Pueblo, welches auf 2000 m Höhe liegt. Wir wanderten zum botanischen Garten, genossen ein feines Nachtessen und gingen relativ früh zu unserem Hotel, den Frühstück war bereits um 5 Uhr früh angesagt. Wir wollten vor dem grossen Touristenstrom in der ehemaligen Inka Stadt sein.

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Am frühen Morgen brachten uns Touristenbuse hoch bis zum Eingang in die Ruinenstadt.

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Der Wayna Piccu, der Berg hinter den Ruinen, verleiht dem Ort eine besonders spektakuläre und fotogene Stimmung.20120127-162807.jpg20120127-162824.jpg20120127-162841.jpg20120127-162850.jpg20120127-162859.jpg20120127-162910.jpg

Mittwoch 25. Januar 2012 // 0 km

Weil wir spätabends zu unseren Wohnmobilen, welche beim Club Hotel in Cusco stehen, zurück gekehrt sind, haben wir uns einen weiteren Ruhetag verdient.

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Donnerstag 26. Januar 2012 // 220 km

Die Route führte uns heute über zwei Pässe. Der Erste mit 3692 m, der Zweite mit 3971 m Höhe. Wir durchquerten viele kleine Dörfer und übernachteten auf einem Kiesplatz unterhalb der Stadt Abancay auf 1836 m, wo es angenehm warm ist und wir wieder einmal im Freien Essen konnten. Morgen geht es wieder durch verschiedenen Klimazonen. Wir passieren 3 mal die 4000 Metermarke.20120127-165259.jpg20120127-165251.jpg

Freitag 27. Januar 2012 // 450 km
Heute fuhren wir die Königsetappe. Eine unglaubliche Strecke, ganz wenige Geraden, alles nur Kurven. Wir passierten drei mal die 4000 Metermarke und durchquerten mehrere Klimazonen. Mir machte es heute richtig Freude zum Fahren. Es war wenig Verkehr. Die Strasse gut überschaubar. Man konnte Kurven schneiden und so richtig die Ideallinie fahren. Mein Auto läuft wieder super, in der Höhe brennt kein Lämpchen, es kommt kein schwarzer Rauch as dem Auspuff, so wie bei den meisten Fahrzeugen in diesen Höhen.

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Nun sind wir in Nasca. Unsere Womos stehen wieder vor einem Hotel. Wir werden zwei Nächte hier bleiben.

Samstag 28. Januar 2012 // 0 km

Nasca ist umgeben von einer Wüste. bekannt ist der Ort vor allem wegen den berühmten Nasca Linien. Die Nasca-Linien, sind riesige Scharrbilder in der Wüste bei Nazca und Palpa in Peru. Die Nazca-Ebene zeigt auf einer Fläche von 500 km² schnurgerade, bis zu 20 km lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen sowie Figuren mit einer Größe von zehn bis mehreren hundert Metern, z. B. Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen. Oft sind die figurbildenden Linien nur wenige Zentimeter tief. Durch die enorme Größe sind sie nur aus großer Entfernung zu erkennen, zum Beispiel aus Flugzeugen. Ich wollte eigentlich mit einem Flugzeug darüber fliegen. Leider wird aber vom auswärtigen Amt Deutschlands davon abgeraten, weil schon mehrere Flugzeuge abgestürzt sind. Also werde ich das schweren Herzens auslassen.

Die Geoglyphen sollen zur zwischen 200 v. Chr. und 600 n. Chr. entstanden sein.

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Nasca ist keine schöne Stadt. Ein schweres Erdbeben hatte hier mal vieles zerstört. die Leute leben in Lehmhütten. Überall liegt Abfall herum, zudem ist es sehr heiss und feucht hier.

Wir haben am Nachnitttag eine Busfahrt gemacht und sind zu Ausgrabungen auf einen Ehemaligen Friedhof der Nasca Kultur gefahren. Dort wurden Steingräber geöffnet. Den Verstorbenen wurden die Innereien entfernt. Die Leichen wurden dann in Embryo Stellung in Tücher gewickelt und in den Gruben, welche mit Holz abgedeckt waren, begraben. Erstaunlich, wie gut erhalten die Mumien nch sind.20120128-190333.jpg20120128-190339.jpg20120128-190325.jpg20120128-190533.jpg

Der Friedhof liegt mitten in der Wüste.

Schon beider Ankunft in der Wüste von Nasca sind mir grosse Felder mit Kaktus Beflanzungen aufgefallen. Wozu taugen die? Die Kaktuse sind nicht das Ziel der Pflsnzung. aber auf den Kaktusen siedeln sich Parasiten an. Diese sind etwa so gross wie eine halbe Erbse. Diese Parasiten kann man zerreiben, deren Blut ist rot und wird von der kosmetischen Industrie aufgekauft und z.B. für Lipenstift Farbe verwendet. Da diese Kaktuse fast kein Wasser benötigen sind sie ideal zum Anpflanzen.
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Bevor es zurück zum Hotel ging, haben wir uns noch die unterirdische Grundwaserfassung mit den offenen Kontrollshächten derdamaligen Nasca Kultur angeschaut. Die Kanäle werden heute noch zur bewässerung der Felder benutzt.
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Sonntag 29. Januar 2012 // 260 km

Durch die Wüste von Nasca nach El Carmen. Zuerst konnten wir unterwegs, von einem 11 m hohen Turm aus, die Nasca Linien aus der Nähe betrachten.
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Weiter ging die Fahrt mit einem Abstecher bei Ica, zur Oase Huacachina. In mitten der riesigen Sanddünen befindet sich ein kleiner See. Wir sind aber wegen den Sand Buggys dort hin abgebogen. In einer rasanten Fahrt ging es durch die Wüste. Riesige Sanddünen hinauf. es war wie auf einer Achterbahnfahrt. Wir sin über eine Stunde in der Wüste rumgekurvt, konnten auch mal aussteigen, im heissen Sand gehen und sogar mit Surfbrettern die Dühnen runtersausen, was ich dann aber doch nicht gewagt hatte.
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Hier ein Versuch von einem Video

Gegen Abend erreichte ich dann, diesmal als einer der letzten unseren Übernachtungsplatz in einem schönen Hotelgarten in El Carmen. Hier feierten wir bei einem Nahtessen, Halbzeit unserer Reise.

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Halbzeitfeier

In der Nacht erwachte ich, weil plötzlich mein Auto hin und her gerüttelt wurde. Es war ein schweres Erdbeben, mit Epizentrum in Ica. Das Erdbeben hatte die Stärke 6.3. Es hat leider über 100, zum Glück aber, nur leicht verletzte gegeben (nachzulesen auch in den Dienstagausgaben der Schweizer Zeitungen).
Die Häuser hier sind meist nur 1 geschossig, aus Lehmziegeln, oder gar nur aus Strohmatten. Die Dächer sind meist auch nur aus Strohmatten, weil es hier höchstens 1 mal im Jahr für zwei bis drei Stunden regnet.

Montag 30. Januar 2012 // 0 km

Wir fuhren mit dem Bus wieder ein Stück auf der Panamericana zurück um dort mit einem Boot zu den Isola Ballestas zu fahren. Die zerklüftete Inselgruppe im Pazifik wird oft mit Galapagos verglichen. Es ist eines der wichtigsten und bedeutendsten marinen Naturschutzgebiete der Welt, da es die höchste Seevögelkonzentration auf der Erde vorweisen kann. Das Ausscheidungssekret derVögel, auch Guano genannt, wird auch heute noch alle 7 Jahre abgebaut und als Dünger verwendet. Früher war es sogar eines der wichtigsten Exportgüter von Peru. Dort hat es auch sehr viele Seelöwen, die einen ohrenbetäubendes Gebrülll von sich geben.

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Video zur Isola Ballestas

Hier in der Region um Ica leben die meisten dunkelhäutigen Menschen. Das kommt daher, weil hier viele Baumwollfelder sind und früher viele Sklven hier arbeiten mussten.

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Morgen geht es weiterin die Hauptstadt von Peru, nach Lima. Wir werden dort 4 Tage bleiben.

Mittwoch 1. Februar 2012 // 0 km

Gerda, eine Deutsche, welche seit 50 Jahren hier in Lima lebt, hat uns am Morgen mit einem Bus abgeholt und ins Zentrum von Lima geführt. Sie hat uns sehr viel über die Geschichte von Peru erzählt und uns bei einem Spaziergang durch die Innenstadt geführt. Lima hat mit allen Aussenbezirken ca. 9 Mio. Einwohner. Nach dem Besuch des Franziskaner Klosters, ging es zum gemeinsamen Mittagessen und dann weiter ins Goldmuseum, wo wir viele kleine und grosse Gold Schmuckstücke aus diversen Kulturen bewundern konnten. Lima hat mir nicht sogut gefallen. Überall Schutthaufen, viel Staub und Sand. Die Stadt ist schlicht und einfach zu Gross.

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Donnerstag 2. Februar 2012 // 0 km

Ein für mich notwendiger Ruhetag. Ich habe wieder einmal etwas gegessen, was meine Magensensoren ofensichtlich nicht akzeptieren wollten und deshalb auf „Direktentlaung“ gestellt hatten. Auf das Nachtessen beim besten Gourmetkoch von Peru, musste ich aus diesem Grund verzichten.

Freitag 3. Februar 2012 //0 km

Vorgestern hatten wir die Schokoladenseite von Lima gesehen. Heute lernten wir bei einer alternativen Stadtführung die Kehrseite der Medaille kennen. Weil die Einwohnerzahl explosionsartig ansteigt, sind an der Peripherie grosse Elendsviertel entstanden pueblos jovenes, also junge Dörfer. In diesen pueblos leben heute ca. zwei Drittel der Bevölkerung Limas.

Alois Kennerknecht, ein Deutscher der hier lebt und aus Eigeniniziative Entwicklungs-Arbeit leistet. Zuerst hatten wir einen riesigen Friedhof besucht. Die Verstorbenen werden in Särgen bestattet die in kleinen farbigen Aufbauten die wie kleine Häuschen aussehen, bestattet und bleiben dort für ewig liegen. Weiter ging es zu einem Tischlerbetrieb, wo die ganze Familie Stühle herstellt. Alois hat an vielen Stellen dafür gesorgt, dass auf Müll- und Schutthalden, Grünflächen entstehen. Viele Pflanzen wachsen fast ohne Wasser (hier regnet es nie). Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch. Fast den ganze Tag hat es Nebel, so dass die Pflanzen genügend Feuchtigkeit bekommen. Ein Projekt hat uns Alois nur noch auf einem Foto zeigen können. Eine ganze Quartierbevölkerung hat bei der Begrünung mitgeholfen. Als nun der Bürgermeister ein Schild mit seinem Namen als Initiator anbringen wollte, haben die Leute protestiert, weil die Stadt nicht einen Liter Wasser dazu glieliefert hat. Wenige Tage später wurde die schone grüne Fläche von der Stadt gerodet.

Wir sind auch durch Quartiere gefahren, wo Alois dem Bussfahrer zuerst Mut machen musste, da durchzufahren.

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Samstag 4. Februar 2012 // 650 km
Nach 4 Tagen Pause, mussten wir wieder mal km Bolzen. Eine anstrengende Fahrt, dem Meer entlang durch endlose Wüste mit viel Verkehr. Vor allem fahren hier zu schwer beladene Lkw’s die fahren dann im Schritttempo und ziehen endlose Kolonnen hinter sich her, weil viel Gegenverkehr auf dieser Strecke herrschte und Mann schlecht überholen konnte. Unterwegs ist mir dann eine riesige Dummheit passiert. Ich fuhr zur Tankstelle und meinte gesagt zu haben Ich wolle Diesel (steht auch auf dem Tankeinfüllstutzen). Inder Zwischenzeit kümmerte ich mich darum Wasser aufzutreiben um den Wasertank zu füllen. Als ich wegfuhr stotterte der Motor plötzlich und blieb nach 500 m stehen. Blaue Wolke und riesen Knallaus dem Auspuff. Mit Mühe schaffte ich es zurück zur Tankstelle. Anstatt Gasohol hatte ich also Benzin bekommen. Der Tank musste ausgebaut und entleert werden.

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Ich werde in Zukunftwohl besser aufpassen müssen. Beide Diesel und Gasohol sind grün!

Später als gedacht, erreichte ich dann unseren Übernachtungsplatz am Strand von Huanaco.

Sonntag 5. Februar 2012 // 220 km
Heute Morgen war unterwegs eine Besichtigung einer Ausgrabungsstätte angesagt. Ich hatte es aber vorgezogen, in einem Restaurantam Meer zu frühstücken und meinen Reisebericht zu aktualisieren. Nun mache ich mich langsam auf die Socken, damit ich die Gruppe wieder einhole.
Um 11 Uhr bin ich dann doch losgefahren. Wieder durch die Wüste, jedoch heute mal mit weniger Verkehr. In Lambayeque, übernachteten wir im eingezäumten Gelände des Museo Tumbas reales de Sipán. Das gut bewachte Museum gilt als eines der schönsten in Südamerika.

Montag 6. Februar 2012 // 0 km

Eigentlich sollten wir heute, nach dem Museumsbesuch, weiter bis nach Ecuador reisen. Doch in Baños ist der Vulkan Tunguranua ausgebrochen. Die Evakuation erfolgt zur Zeit noch auf freiwilliger Basis. Also haben wir vorerst unsere Reise unterbrochen um abzuwarten wie sich das dort entwickelt.

Mit kundiger Führung durch Roger einen Deutschen der hier wohnt, gingen wir ins Museum, wo wir uns nun genügend Zeit dafür nehmen konnten. Das Museum ist zwar Montags geschlossen, wurde aber nur für uns zugänglich gemacht. Eröffnet wurde es im Jahr 2002. Es ist einer Moche – Pyramide nachgebildet und stellt die Moche – Kultur anhand von Schmuckstücken und dem Mausoleum des „Herrn von Sipán“ vor. Das Königsgrab wurde erst 1987 bei Huaca Rajada gefunden und war damals eine riesige Sensation. Die Moche Kultur entwickelte sich vom 1. bis zum 8. Jahrhundert an der Nordküste des heutigen Perus. Wenn der Herrscher starb, wurde seine 1. Frau, ein Kind, der Chef des Militärs, Lama und Hund, getötet und mit begraben. Selbstverständlich wurde viel Schmuck aus Gold, Silber und Kupfer mit in die Grabkammer gegeben. Alle Gegenstände sind sehr gut erhalten geblieben. Leider musste ich den Fotoapparat abgeben und konnte deshalb nicht Fotografieren.

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Nach dem Museumsbesuch fuhren wir an die nahe Pazifikküste um dort bei den Strandbuden und Restaurants zu übernachten. Am Meer ist es um einiges kühler, dafür ist die Luft dunstig, aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit.

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Dienstag 7. Februar // 370 km

Der Vulkan verhält sich stabil, also fuhren wir heute los bis über die Grenze von Ecuador. Die Grenze in Macará liegt auf ca. 450 m u.M. Die Landschaft wird sofort subtropisch. Ein Gegensatz zur Wüste mit viel Schutt die wir im Norden von Peru angetroffen hatten. Ich war wieder mal als erster am Grenzübergang. Wie immer dauerte es Über 1 Stunde, bis alle Formalitäten für die Ein – und Ausreise erledigt waren. Wir hatten kurz hinter der Grenze auf einem Parkplatz übernachtet.

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Chili wächst hier auch.

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In den Bergen hat es geregnet, dann führen die Wadis Wasser, wo man einfach irgendwie durch muss.

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