ISRAEL

106. Tag/ 155 km

Wir haben es geschafft und sind über den Jordan, in Israel. Diese Grenze toppt alles was ich bisher auf meinen Reisen erlebt habe. Da gesamte Wohnmobil musste ausgeräumt werden. Alle Gegenstände durch den Röntgenapparat. Dann alles auf den Boden legen, wo es unbeaufsichtigt liegen geblieben ist. Mit dem Auto zum Röntgen. Dann mit dem Auto über eine Grube, wobei ich das Fahrzeug verlassen musste und in einem verrauchten dreckigen Raum zu warten hatte. All meine Proteste,  dass mein gesamtes Inventar auf dem Boden unbeaufsichtigt herum liegt waren umsonst. 

 

 

Nach dem Autoprozedere durfte ich zurück fahren, wo meine Sachen lagen. Ein Souvenierkrug war zerbrochen. Ich verlangte nach dem Manager, welcher auch kam. Ich sollte erklären, wer den Krug zerbrochen hat. Wie kann ich das tun, wenn ich wegfahren und meine Sachen nicht beaufsichtigen konnte? Wenigsten über die miserable Organisation konnte ich mich beim Manager beschweren! 

 

 

Nun mussten wir noch eine Versicherung für 110 € abschliessen, obwohl wir ja für Israel mit unserer Haftpflicht schon versichert sind. Der zuständige Manager der Zollstelle, stellte mir frei nach Jordanien zurück zu kehren, oder die unnötige Versicherung zu bezahlen. Bedauerlich, wie man unwissenden Beamten manchmal ausgesetzt ist! Recht haben und Recht bekommen ist oft schwierig. Aber das letzte Kapitel hierzu ist noch nicht geschrieben! Ich werde das Geld einzufordern wissen und vor allem soll und muss dieser Mann, der offensichtlich nicht viel von Touristen hält, belehrt werden.

107. Tag / 75 km

Wir sind am See Genezareth und besuchten am Vormittag die Stelle, wo sich viele Baptisten im Jordan noch einmal taufen lassen.

 

Dann fuhren wir nach Tiberias, dem wahrscheinlich populärsten Badeort am See Genezareth. Wir sind wieder in einer neuen und doch vertrauten Welt angekommen. Nach den einsamen Wüsten und Meeresstränden, muss man sich wieder an den vielen Verkehr, Touristen all überall und auch an die dicht bebauten Gebiete gewöhnen.

Unser Guide von Israel Hezy erklärte uns wie orthodoxe männliche Juden, täglich ihr Gebet verrichten. Dazu werden zwei Kästchen Kopf- und Hand-Tefillin mit Lederbändern, am Arm und am Kopf befestigt und dann wird das Gebet aufgesagt.

Nach dem Spaziergang durch Tiberias fuhren wir weiter nach Gionnosar, wo wir mit einem für uns gecharterten Schiff eine Rundfahrt auf dem See Genezareth unternahmen.

Im nahen Restaurant wurden wir als Willkommens Essen mit feinem Peterfisch bewirtet.

Dann besuchten wir noch das ehemalige Dorf und Wohnhaus von Petrus. Dort im Tempel hatte Jesus oft gepredigt.

Wohnhaus von Petrus


Über dem ehemaligen Wohnhaus wurde diese Ufo- Kirche gebaut.


Im Innern der Kirche wo mann durch den Glasboden das Haus Petrus sieht.

 

Herrliches Frühsommerwetter hier auf -200 m unter dem Meeresspiegel am See Genezareth.

 

 108. Tag /90 km

Nazareth, wo wir übernachtet hatten, besuchten wir heute Vormittag. Über der Grotte, wo Erzengel Gabriel, Maria erschienen ist und ihr verkündete, dass sie Gottes Sohn empfangen werde, wurde eine grosse zweistöckige Basilika (Verkündungsbasilika) errichtet.

 

 

 

Grotte von Aussen


Grotte vom Kirchen Inneren

 

Kirchenfenster

 

Dann besuchten wir 1stcentury Village. Eine Nachbildung des Dorfes in dem Jesus in Nazareth aufgewachsen ist.

 Weiter zur nächsten Etappe der Stadt Haifa.

Wir sind wieder am Mittelmeer angekommen

 

Übernachtet haben wir am Strand von Cäsarea

109. Tag/ 145 km

Früh am Morgen fuhr ich schon los, den ich wollte nach Tel Aviv um dort meine zwei Gasflaschen zu füllen. Natürlich geriet ich trotzdem in den Berufsverkehr und schaffte es nach der Befüllung gerade noch rechtzeitig zum Treffpunkt im alten Hafen von Jaffa.

 

Weiter ging es nach Jerusalem, wo wir auf dem Oelberg übernachten. Hier verbrachte bekanntlich Jesus seine letzte Nacht.

Ausblick vom Oelberg

Jüdische Gräber

Olivengarten am Oelberg

 

Katholische Kirche

 

 

 

Baptistische Kirche


Hier soll gemäss den Baptisten das Grab von Maria sein


Grab von Maria

110. Tag / 0 km

Morgens beim Aufwachen genoss ich diesen fantastischen Anblick direkt aus meinem Wohnmobil.

Ein weiterer Höhepunkt War der heutige Tag. Wir besuchten Jerusalem. Geführt wurden wir von Ron, einem ehemaligen hohen Offizier der jüdischen Armee. Er hat in seiner Tätigkeit beim Militär auch viel direkten Kontakt mit dem König von Jordanien gehabt, kennt ihn sehr gut und wusste auch über Jordanien, interessantes zu berichten. Seine Erklärungen über das was wir sahen waren so vielfältig und sehr interessant. Ich habe viel fotografiert und bin begeistert, dass ich diese historischen Plätze besuchen durfte.

Als erstes besuchten wir den Tempelberg, eine riesige Plattform mit der El-Aksa Moschee und dem Felsendom. Beide Gebäude durften wir nicht betreten, weil diese nur für Araber zugänglich sind. Um 10 Uhr Vormittags wird der Bereich ohnehin für Andersgläubige gesperrt. Es dürfen dann nur noch Araber dort verweilen.

El Aksa Moschee

Felsendom

Dann gingen wir den Kreuzweg den Jesus zu seiner Hinrichtung gegangen war. Die Via Dolorosa.

Ron führt unsere Gruppe an.


Stationen entlang dem Kreuzweg. Hier die Stelle wo Jesus den Dornenkranz bekam.

 

Jesus bekommt das Kreuz zum tragen

Die Via Dolorosa ist links und rechts mit Souvenirläden ausgestattet.

Kaffeepause im Österreichischen Restaurant, einem ehemaligen Krankenhaus von Österreich gestiftet.

Die Kuppeln der Grabeskirche

Eingang zur Grabeskirche


Fels auf dem Jesus am Kreuz starb

Totenwaschung auf einem Stein


Und dies soll angeblich der Stein sein, auf welchem Jesus Leiche gewaschen wurde.


Grab von Jesus

 

 

 

Dann besuchten wir die Holocaust Gedenkstätte, sehr eindrücklich man könnte da lange Zeit verweilen.

Gedenkstätte der ermordeten Kinder

6 Kerzen brennen für die 6 Millionen Toten. Durch Spiegelungen werden diese Kerzenlichter im dunklen Raum bis ins Unendliche vervielfacht. Namen der ermordeten 1,5 Mio. Kinder werden gesprochen. Sehr ergreifend.

Im Innern befindet sich das Museum mit der Geschichte der Juden. Die Mauer verschwindet im Erdreich, nur noch das Glas ist oberirdisch, dann öffnet sich die Mauer, Symbol der weiteren Zukunft.

Gedenkstätte wo ausländische Regierungen jeweils einen Kranz niederlegen.

Bahnwagen in dem Juden deportiert wurden

Zum Anschluss dieses eindrücklichen Tages, besuchten wir noch die Klagemauer.

Wunschzettel werden in Mauerschlitze gesteckt

Auch Eheversprechen erfolgen offenbar an der Klagemauer


Nochmal ein Bild von meinem Übernachtungsplatz

111. Tag / 0 km

Ein Bus holte uns ab um nach Bethlehem zu fahren. Bethlehem liegt in Palästina. Die Grenze welche Palästina abgrenzt ist durch einen Zaun gesichert. Unser Touristenbus wurde aber weder beim Ein- noch beim Ausfahren kontrolliert. Zuerst erklärte unser für diesen Tag gebuchter Palästinenser Führer was ein Stall zur damaligen Zeit wie auch Heute noch in Palästina ist. Es ist eine Unterirdische Grotte, welche auch heute noch zu jedem alten Haus gehört. Die Leute lebten damals am Eingang der Grotte, die Tiere wurden hinten in der gleichen Grotte gehalten. Weil oben in der Herberge kein Platz war mussten Maria und Josef unten in der Grotte übernachten. Als Maria gebar, entfernte sie sich vermutlich in den hinteren Bereich der Grotte zu den Tieren um dort mehr Privatsphäre zu haben.

Beispiel einer Grotte

In Bethlehem fand an diesem Tag der Palästine Marathon statt.

Geburtskirche dort wo Jesus angeblich geboren wurde


Hier soll Jesus geboren sein


Standort der Krippe

Bethlehem


Papamobil

 

 Dann fuhren wir wieder zurück nach Jerusalem auf den Oelberg. 

Am Nachmittag spazierte ich noch einmal durch Old – Jerusalem.

Besuch in einer Synagoge


Freitags ist natürlich viel Betrieb im arabischen Viertel

Damaskus Gate

Nochmals ein letzter Blick auf die Klagemauer

112. Tag / 155 km

Nach den drei beeindruckenden Tagen in der Israelischen Hauptstadt verliessen wir Jerusalem und begaben uns ostwärts über Jericho weiter ans Tote Meer. in Jericho, der angeblich ältesten Stadt der Welt (über 12000 Jahre) machten wir den ersten Halt und liesen uns mit der Seilbahn auf den Mount of Temptation hoch fahren (längste Seilbahn der Welt welche sich unter dem Meeresspiegel befindet) witzig welche Attribute sich die Touristiker immer wieder einfallen lassen!

 

Hier wo heute dieses Kloster steht, hatte Jesus 40 Tage gefastet und dem Teufel Widerstand geleistet.

Jericho

Weiter ging es zu Den Ruinen von Hisham’s Palace.

Dann fuhren wir an den Jordan, dort wo dieser die Grenze zu Jordanien bildet und dort wo die Stelle liegt, wo Jesus von Johannes getauft wurde.

Israel auf der einen und Jordanien auf der anderen Seite des Jordans, alles streng bewacht.

 

Noch einmal wollen wir am Toten Meer Station machen und uns von der israelischen Seite aus auf dem Salzwasser tragen lassen.

113. Tag / 55 km

Von unserem Übernachtungsplatz am Toten Meer unternahmen wir einen Tagesausflug nach Masada. Dort hatte König Herodes einen riesigen Palast auf dem Gipfel des Berges erstellt und konnte diesen, durch geschickt angelegte Wasserkanäle mit entsprechenden Zisternen, üppig mit Wasser und den dazugehörigen römischen Bädern versorgen.

Model des Palastes mit Wasserrinnen


und so sieht das Heute noch aus.

 

Bodenheizung gab es schon damals.

Wir sind mit der Seilbahn hoch und dann zu Fuss hinunter gelaufen.

Am Abend nach ausgiebigem Baden im Toten Meer haben wir unseren Hunger mit grosser Portion Spagetti gestillt.

114. Tag / 220 km

Zum letzten mal baden im Toten Meer. Gegen Mittag brachen wir auf Richtung Negev Wüste.

 

Wir besuchten den Timna Nationalpark in der Negev Wüste und konnten dort auch übernachten.

Dann packte uns schon wieder die Wanderlust.

Ibex oder biblischer Hebrew Name Yael

115. Tag /50 km

Kurzer Weg bis nach Eilat am Roten Meer. Dort besuchten wir ein Seeaquarium mitten in den tollen Korallenriffen. Man kann dort im Gebäude unter Wasser gehen und die Fische in freier Natur beobachten.

Wir fuhren noch bis zur Grenze von Ägypten

Wieder eine andere Welt! Wenn man denkt wie die Frauen auf der anderen Seite samt Kleider baden müssen.


Blick nach Aqaba in Jordanien wo wir vor zwei Wochen waren.


Das Bild habe ich wegen dem landenden Flugzeug gemacht.

 

116. Tag / 0 km

Was wir gestern vom Unterwasser Haus beobachten konnten, wollten wir heute schwimmend und schnorcheln erkunden. Wir sind zwischen den wunderbaren Korallen geschwommen und haben die schönen farbigen Fische und Korallen direkt vor der Schnorchelbrille gehabt. Ich fühlte mich wie in einem Meerwasser Aquarium, ein tolles Erlebnis.

 

117. Tag /160 km

Nun geht es wieder Richtung Norden, wir sind am Anfang unserer RückfahrtRichtung Heimat. Die Fahrt verlief entlang der Grenze zu Ägypten zum Sinai.

Durchgehender Grenzzaun zwischen Israel und der Sinai Halbinsel.

 Unterwegs trafen wir uns aber noch im red Canyon um unsere letzte Wanderung zu unternehmen.

 

Auf den Rücken gelegt und am Bauch massiert bewegt sich die Echse nicht mehr (natürlich von Kostia gelernt)

Unterwegs noch ein kurzer Besuch auf einer Alpaka Farm.

Guniaka das eigentlich nicht domizierbar ist.

Weiter ging diese Tagesetappe bis zum Ramon Park. Ein riesiger Krater der über Jahrmillionen durch Vulkane, dann Überflutung und Erosion entstanden ist. Wir übernachteten am Kraterrand vor dem Museum das wir am Nächsten Tag besuchen werden.

118. Tag / 190 km

Bevor wir nach Tel Aviv aufbrachen, besuchten wir noch das Museum. Der erste Teil der Ausstellung  ist dem israelischen Astronauten Ramon gewidmet, welcher bei der Challenger Mission sein Leben verlor. Im zweiten Teil wird dann in einer Multivisionsschau über die Entstehung des Kraters  berichtet.

Ein weiterer Stopp galt deR Gedenkstätte und dem Grab von David Ben Gurion.

Dann ging es zügig weiter nach Jaffa unserem vorletzten Ziel in Israel. Jaffa und Tel Aviv sind zusammen gebaut, so dass wir nach unserer Ankunft gleich mit Taxis ins Zentrum von Tel Aviv fuhren um uns die Stadt anzuschauen. 

Kunstmuseum

Tel Aviv hat eine sehr schöne Strand Promenade. Dort zum Sonnenuntergang genehmigten wir und einen kühlen Sundowner Drink und liefen der ganzen Promenade entlang zurück zum alten Hafen von Jaffa.

 

 

119. Tag / 0 km

Unser vorletzter Tag in israel. Am vormittag bummelte ich nich ein wenig durch Jaffa. Am späteren Nachmittag trafen wir uns alle bei Ron und seiner Familie  in deren Haus. Ron hatte uns durch Jerusalem begleitet.

Fischerhafen in Jaffa

Hier hatten wir übernachtet

Im Garten bei Ron und seiner Familie

120. Tag / 75 km

Besuch von Mini- Israel als Abschluss unserer Tour.

Die letzte Fahr – Etappe in Israel bis zum Hafen von Ashdod. Wir übernachteten ein letztes mal am Strand in Ashdod und fuhren  am Morgen in das Hafengelände. Es  war aber umsonst. Das Schiff Grande Europa war noch nicht eingetroffen und so fuhren wir wieder zurück an den Strand.

121. Tag / 6 km

Erneuter Versuch, dieses mal wurde uns zugesichert, dass das Schiff kurz vor Einfahrt zum Hafen wäre und wir deshalb um08:30 Uhr am Zoll erscheinen sollen.

Anfänglich lief alles gut. Die Wohnmobile wurden akribisch durchsucht. Jeder Einzelne wurde zu allem möglichen befragt. Dann plötzlich kam eine der Zollbeamtinnen mit einer Schachtel aus meinem Auto. In der Schachtel befand sich das arabische weisse Tuch  mit der Kordel, welches uns von der Reiseleitung in den arabischen Emiraten geschenkt wurde. Nun ging es aber los. Ich musste erklären weshalb ich diese arabische Kopfbedeckung mit führe. Sofort wurde eine weitere Securiti Mannschaft aufgeboten und ich wurde von Kopf bis Fuss abgetastet, mein Auto wurde noch gründlicher untersucht. Alles ergab natürlich nichts und so konnten wir dann endlich zur nächsten Station weiter um weitere Zollformalitäten zu erledigen und dann endlich zum Schiff vorfahren zu dürfen.

Ja , mit den Zollbehörden in Israel hatte ich also so meine Erfahrungen sowohl bei der Ein- wie bei der Ausreise gemacht. Solange ich jedoch mein Womo nicht noch einmal vollständig ausräumen musste, war mir die Sache egal. Den Betrag für die ungerecht verlangte Versicherung soll ich nach intensiv geführtem Schriftwechsel, nun per Postanweisung zurück etstattet bekommen. Wichtiger dabei ist mir jedoch das der zuständige Zollchef eine Rüge bekam.

Wie es weiter geht steht im nächsten Abschnitt Rückreise von Israel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare
  1. Jürg Zürcher sagt:

    Eindrückliche Bilder und Erlebnisse! Herzlichen Dank!
    Wir wünschen weiterhin eine gute und sichere Reise.

    Vreni und Jürg Zürcher

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