IRAN

 

10. Tag / 283 km

Wir sind im Iran und haben kurz hinter der Grenze übernachtet. Das Gebiet gehört zu Ost Asarbayjan. Wir sind alle mehrfach Millionäre. Für 100 Euro bekommt man 4 Millionen Rial. Man hat also die ganze Zeit ein grosses Bündel Noten in der Tasche. Im Geldbeutel haben so viele Noten gar keinen Platz.

An der Grenze ist mir leider ein Missgeschick passiert. Ich hatte gleichzeitig die Fahrertüre zugeschlagen und am Schlüssel gedreht. Resultat, die Türe lies such nicht mehr schlissen. Peter hat mir mit dem Sicherheitsgurt die Türe gesichert. Denn dort am Zoll stehen so viele Leute herum, da hätte wahrscheinlich in der Zeit wo wir bei der Zollkontrolle waren, einiges gefehlt. Am Anderen Tag hat Peter die ganze Türverkleidung abmontiert, Schloss und Schlosszylinder ausgebaut. Das Ganze repariert und wieder zusammen gesetzt. Er ist ein wahres Genie. Ich wüsste nicht wie ich mit offener Türe, das Auto je wieder hätte alleine lassen können.

 

In der Nacht hörte man in kurzen Abständen Militärjets. Wir waren ja auch ziemlich nahe zur Grenze vom Irak.  Am Morgen fuhren wir weiter Richtung Tabriz. Unterwegs besuchten wir das berühmte Bergdorf Kandovan. Dort schneite es aber kräftig und war sehr kalt.Weltweit gäbe es drei solche Felsbehausungen, zwei davon habe ich nun schon gesehen.

Am Abend trafen wir uns auf einem grossen Parkplatz in Tabriz, wo wir zwei Tage stehen werden. Ein feines Nachtessen im nahen Restaurant im El Goli Park rundete den Tag ab.

11. Tag / 0 km

Wir besichtigten die Stadt Tabriz. Zuerst die blaue Moschee, welche durch ein Erdbeben fast völlig zerstört wurde und dann, jedoch ohne die blauen Mosaike wieder aufgebaut wurde.

Weiter zum Museum

Und zum grossen Basar.

12. Tag / 358 km

Wir verliessen die Wirtschaftsmetropole Tabriz und fuhren weiter Richtung Süden. Unser heutiges Ziel das Weltkulturerbe Takht-e-Soleyman, welches wir Morgen besichtigen werden. Unterwegs habe ich Fleisch eingekauft. Ich habe auf der Kuhhälfte die da hing hingedeutet, welches Stück ich gerne haben möchte. Ich werde davon irgend ein Geschnetzeltes kochen.

Beim Tanken müssen wir zuerst einen Text vorzeigen, damit der Tankwart uns über seine Tankkarte Diesel gibt. Der Diesel ist sehr günstig. Eine komplette Tankfüllung kostet ca. 7 CHF. Der  Tank wird gefüllt bis massenweise Diesel überläuft. An der Zapfstelle steht man in einer Dieselpfütze, aber das stört keinen.

 

 

13. Tag / 392 km

Am frühen Morgen besichtigten wir das Weltkulturerbe Takht-e-Soleyman, wo wir eine kalte Nacht mit -5°C verbracht hatten. Der Tacht-i Suleiman (Thron des Salomo) ist ein Gebäudekomplex, bestehend aus dem Palast, dem Feuertempel und Befestigungsanlagen aus der späten Sassanidenzeit (etwa 420–640 n. Chr.). Er liegt auf einem Travertinhügel in 2200 m Höhe, 250 km im Distrikt Takab der Provinz West-Aserbaidschan. Begünstigt wurde die Nutzung dieses abgelegenen Platzes durch einen warmen Quellsee von etwa 90 m Durchmesser und bis zu 100 m Tiefe.

 

Dann begaben wir uns auf die Strecke über die verschneiten Berge bis nach Kermanshah, wo wieder wärmere Temperaturen herrschen und wir für zwei Nächte auf einem Hotel Parkplatz stehen.

 

14. Tag / 0 km

Mit einem Bus besichtigten wir gemeinsam in der Umgebung von Kermanshah.

 

In diesen Kalksteinfelsen sind Figurreliefs zu besichtigen, teilweise aber schwer zugänglich.

 

 

 



 

15. Tag / 398 km

Eine lange Tagesfahrt bei Regen. Nun sind wir in Shush und haben sie Berge hinter uns gelassen. Im Iran hat es sehr viel Verkehr. An den Kreiseln herrscht volles Chaos. Von allen Richtungen wird in den Kreisel eingefahren. Es gibt offensichtlich keine Vortrittsregel. Oft kommt es zum völligen Stillstand, weil sich alle gegenseitig behindern. Iran hat leider 30’000 Verkehrstote jährlich zu beklagen. Man sieht auch entsprechend viele Unfälle und Autowracks unterwegs.

Die Iraner sind sehr nett, heissen einem willkommen in ihrem Land und bedanken sich, dass man ihr Land besucht. Alles ist hier sehr günstig. Für 7 CHF. kann man ein Essen mit Suppe, Salat, Fleischspies und einer riesigen Portion Reis bekommen. Die Landschaft ist teilweise sehr einöd, wenig Grün und leider überall mit viel Abfall verschmutzt.

 

16. Tag / 50 km

Am Morgen besichtigten wir in Shush, wo wir übernachtet hatten, zuerst das Grab von Daniel, welches von den Gläubigen sehr verehrt wird.

 

 

Dann ging es zu den Überresten des Palastes von Darius in Susa, wo wir ein Museum und eine französische Festung jüngeren Datums besichtigten. Auch Schulklassen waren dort im Museum, eine gute Gelegenheit mal Kinder zu fotografieren.

 

Mit den Wohnmobilen fuhren wir zur nahen weiteren Ausgrabungsstätte Chogha Zanbil (Weltkulturerbe). Eine Kultur die vor ca. 3000 Jahren hier gelebt hatte.

 

17.Tag / 580 km

Heute war ein reiner Fahrtag. Wir sind bis an den persischen Golf nach Busher gefahren. Dort übernachteten wir auf dem Parkplatz einer Shrimps Produktionsstätte, welche wir Morgen besichtigen und dann weiter fahren.

Für Lina, dieser kleine hat dein Schäfchen.

18. Tag / 332 km

Von Bushir der Küste des persischen Golfes entlang, eine schöne Fahrt durch eine bizarre Landschaft

 

28°C und das im Dezember.

 

Und am Abend gab’s Schrimps, aus der Fabrik, welche wir besichtigt hatten. Danke an Heiri für’s gute Zubereiten.

 

Die Kleine wollte unbedingt auf’s Foto.

Schon tausendmal fotografiert, aber einfach immer wieder schön.

19.Tag / 295 km

Am Morgen besichtigten wir in Bandar Taheri 4000 Jahre alte Wasserreservoirs. Diese wurden damals gebaut, weil in Bandar Taherie der erste Hafen im persischen Golf war. Der Hafen diente als Zwischenpunkt des Schiffweges der Seidenstrasse.

 

Weiter zu einem in Restauration befindlichem Wohnhaus.

Unser Reiseleiter Arthur (rechts) mit einem örtlichen Guide.

Irgendeine Dorfmoschee. Die sehen alle unterschiedlich aus.

Unterwegs fuhren wir durch Oel und Gasfelder unvorstellbar gross, riesige Baustellen und viele Gasabfackelungen, welche zischen wie wenn der Teufel dahinter steckte.

 

Am Abend trafen wir uns alle am Meer und die Reiseleiter grillierten einen riesigen Fisch für uns.

 

20. Tag / 160 km

Kurze Fahrt zum Hafen Bandar Lenght, zur Vorbereitung der Schiffspassage und der Exit Formalitäten zur Ausreise aus dem Iran. Ich fahre schon seit 65 km auf Reserve, weil uns die Tankstellen keinen Diesel mehr geben. Die wollen den Treibstoff lieber an Schmuggler verkaufen und dafür überhöhte Preise kassieren. Ich hätte ja gerne mehr bezahlt, doch keiner spricht Englisch. Die schütteln einfach den Kopf und geben nicht mal die kleinste Menge Diesel raus. Morgen Sonntag geht’s auf’s Schiff. Die Überfahrt dauert 7 Stunden. In Dubai wird man gebüsst, wenn man mit einem schmutzigen Auto herum fährt.

Dank Reiseleitung habe ich es doch noch geschafft und 50 Liter Diesel zu zwar höherem Preis, aber absolut notwendig, weil ich bereits 76 km auf Reserve gefahren bin.

20. Tag / 0 km

Um 8 Uhr zum Hafen und um 10 Uhr fuhr das Schiff, wo wir die einzigen Passagiere waren los über die Strasse von Hormuz.

Unser Schiff oben, war dann doch noch ein wenig besser als dieses.

 

 

 

Um ca. 17 Uhr erreichten wir den Hafen von Sharjah. Wir sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in einer anderen Welt angekommen.

Wir schafften die Einreise Formalitäten nicht mehr und mussten im Hafengelände übernachten. Von Sharjah bekam jeder eine Tragtasche mit T-Shirt, Mütze und weiteren Reiseunterlagen. Ein Reporter fotografierte unsere  Ankunft.

 

 

 

 

 

 

 

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