Feb.12 / Peru / Ecuador / Kolumbien

Mittwoch 8. Februar 2012 // 200 km

Über Berg und Tal, so könnte man die heutige Etappe gut beschreiben. Mal auf 2000 m dann wieder runter ins Tal, um wieder auf den nächsten Berg hochzufahren. Die Landschaft ist üppig grün, man durchquert viele kleine Bauerndörfer. Man hat das Gefühl,wenn man mal stehen bleibt, man würde gleich mit Pflanzen zugewachsen. Die Strassen sind teilweise in sehr schlechtem Zustand. Es hat unzählig viele Schlaglöcher. Manchmal ist der Nebel so dicht, dass man Kaum 20 m weit sieht, so dass man unweigerlich in ein Schlagloch fällt, weil man nicht mehr ausweichen kann. Zudem fahren die meisten ohne Licht, was es sehr gefährlich macht auf die Gegenseite auszuweichen.

Kurz nach Mittag habe ich unser Ziel, ein Parkplatz bei einem Park in Loja erreicht.

Donnerstag 9. Februar 2012 // 220 km

Weiter durch grüne Landschaft über mehrere Pässe bis 3500 m. Heute war aber die Strasse bis nach Cuenca in einem sehr guten Zustand.

20120209-192245.jpg20120209-192249.jpg

Freitag 10. Februar 2012 // 0 km

Wir blieben noch einen Tag in Cuenca. Die Tadt liegt auf ca. 2500 m und hat ein sehr mildes Klima. Dies ist auch der Grund, weshalb sehr viele amerikanische Rentner hier leben. Die Lebenskosten sind zudem sehr günstig. Der Diesel kostet hier nur 25 Cent pro Liter. Auch das Eussen indem Restaurants ist sehr günstig.

Wir besi Britten heute zusammen eine Hutfabik. Hier werden die legendären Panamericana-Hüte hergestellt. Die Hüte wurden früher über Panama exportiert und erhielten von den Europäern den Namen Panmahüte, weil sie diese dort in den Häfen gesehen hatten und nicht wussten, dass sie eigentlich in Ecuador hergestellt werden.

Anschließend bummelte ich durch die schöne Innenstadt. Hier hat es noch viele gut erhaltene Kolonialbauten und natürlich riesige Kirchen.

20120210-184527.jpg

20120210-184543.jpg

20120210-184533.jpg

20120210-184520.jpg

20120210-184539.jpg

20120210-184613.jpg

20120210-184638.jpg

20120210-184646.jpg

20120210-184656.jpg

20120210-184606.jpg

20120210-184714.jpg

20120210-184729.jpg

20120210-184651.jpg

20120210-184736.jpg

20120210-184743.jpg

20120210-184748.jpg

20120210-184723.jpg

20120210-184441.jpg

20120210-184553.jpg

20120210-184450.jpg

20120210-184705.jpg

20120210-181052.jpg

20120210-191114.jpg

20120210-191119.jpg

Samstag 11. Februar 2012 // 370 km

Wieder über Pässe rauf bis 3500 m und runter bis nach Baños, wo wir wieder zwei Nächte bleiben. Ecuador gefällt mir sehr gut. Hier scheint es nicht grosse Armut zu geben. Die Häuser sind solide mit Backsteinen gebaut und aussen verputzt. Alles ist sehr sauber, man sieht keine Schutthaufen wie in Peru. Die Felder sind sogar über 3000 m angebaut. Milch – und Viehwirtschaft gibt es überall. In den ländlichen Gegenden sind die Leute noch traditionell gekleidet (Frauen mit bunten Röcken, Männer in schwarz). Die Ganze Landschaft ist wie eine Erholung gegenüber der Wüste im Norden von Peru.

Oft sieht man am Strassenrand aufgespiesste Schweine. Deren Haut wird aussen mit Brennern bearbeitet. Das Innere bleibt roh. Mann bekommt ein Stück der angebrannten Aussenhaut, von Innen wird ein Stuck abgeschnitten und gekocht. Ich traue mich da aber nicht davon zu probieren. Weiter erhält man auch gegrillte Meerschweinchen, da würde ich nur im Notfall zugreifen (hab’s aber bisher noch nicht nötig gehabt).

Der Vulkan Tungurahua raucht noch, speit aber keine Lava mehr, so dass wir zwei Nächte in Baños bleiben können.

20120213-135959.jpg

20120213-140008.jpg

In Bańos hat es neben den vielen Thermalbädern, auch noch eine Wahlfahrtskirche, wo in einer Nebenkapelle sehr viele Kerzen abgebrannt werden. Weiter ist die Stadt nicht sehenswert. es hat viele Läden, sehr viele einheimische Touristen und viele Restaurants. Zur Zeit sitze ich im Schweizerbistro bei einem Bündner, der schon 4 Jahre hier ist und esse Rösti.

Sonntag 12. Februar //0 km

Man könnte von hier aus einen Abstecher ins Amazonas Gebiet machen und dabei die Wasserfälle unterwegs besichtigen. Ich hatte es aber vorgezogen, mal richtig auszuschlafen, ein wenig in der Stadt zwischen den vielen vor allem einheimischen Touristen zu bummeln und im Schweizerbistro noch einmal heimische Kost zu geniessen.

20120213-140323.jpg

20120213-140331.jpg

20120213-140317.jpg

Montag 13. Februar 2012 // 0 km

Leider war der schneebedeckte Vulkan Cotopaxi in Wolken gehüllt, so dass man ihn kaum erkennen konnte. Der Cotopaxi ist der höchste Aktive Vulkan der Erde mit einer Höhe von 5879 m. Also Verlies ich den Aussichtspunkt und war deshalb vor Mittag schon in Quito, wo wir 4 Nächte bleiben werden.

20120213-140514.jpg

20120213-140507.jpg

20120213-140519.jpg

Dienstag 14. Februar 2012 // 0 km

Ein Bus holte uns zur Stadtrundfahrt ab. Susanne eine Ecuadorianerin, führte uns mit dem Bus und zu Fuss durch die wunderschöne Altstadt.

20120215-102506.jpg

Quito ist eine der wenigen Städte des Kontinents, die Baudenkmäler und Kunstschätze der spanischen Kolonialzeit im grossen Masse bewahren konnte. Die Altstadt wurde von der UNESCO 1978 unter Weltdenkmalschutz gestellt.

20120215-102638.jpg

20120215-102643.jpg

20120215-102632.jpg

20120215-102651.jpg

20120215-102658.jpg

20120215-102702.jpg

20120215-102712.jpg

20120215-102721.jpg

20120215-102731.jpg

20120215-102725.jpg

20120215-102737.jpg

20120215-102743.jpg

20120215-102750.jpg

20120215-102756.jpg

20120215-102810.jpg

20120215-102806.jpg

20120215-102815.jpg

20120215-102821.jpg

20120215-102828.jpg

20120215-102841.jpg

20120215-102834.jpg

20120215-102850.jpg

20120215-102909.jpg

20120215-102919.jpg

20120215-102928.jpg

Überall hat es Polizisten, sogar spezielle extra zum Schutz von Touristen.

Das Monesterio de San Franciso und vor allem die Jesuitenkirche sind im Innern mit Gold verziert, was ich noch nie in dieser Fülle gesehen habe. Der Bau der vergoldeten Jesuitenkirche wurde 1605 begonnen und dauerte 160 Jahre bis zur Vollendung.

20120215-103438.jpg

20120215-103443.jpg

20120215-103453.jpg

20120215-103447.jpg

20120215-103457.jpg

Nach der Altstadtführung fuhren wir auf den Panecillo, den Hausberg von Quito mit der Marienstatue.

20120215-103645.jpg

20120215-103700.jpg

20120215-103707.jpg

20120215-103715.jpg

20120215-104018.jpg

Weiter ging die Fahrt Richtung Norden, wo wir zuerst ein gemeinsames Mittagessen Einnahmen und uns dann zur Mitte der Welt zu begeben. Der Äquator teilt dort die Erde in zwei Hemisphären. man kann mit einem Fuss auf der südlichen und mit dem anderen auf der nördlichen Halbkugel stehen. In Wirklichkeit liegt die Linie aber etwa 100 m neben dem Denkmal. Die Franzosen, welche im 18 Jahrhundert die Lage des Äquators bestimmten hatten nicht die technischen Geräte wie heute und hatten sich damals verrechnet.

20120215-104253.jpg

20120215-104312.jpg

20120215-104319.jpg

Mittwoch 15. Februar 2012 // 0 km

Mit dem Taxi gingen Margreth, Jörg und ich erneut ins Stadtzentrum um dort noch einmal durch die Altstadt zu bummeln und in einem schönen Restaurant zu essen.

20120218-085549.jpg

20120218-085556.jpg

20120218-085615.jpg

Donnerstag 16. Februar 2012 // 0 km

Ruhetag im Hotel in Quito. Wir stehen mit unseren Wohnmobilen auf dem abgeschlossenen Parkplatz des Hotels und übernachten in unseren Womos. Im Hotel sind 4 Zimmer reserviert wo wir Dusche und WC nach Bedarf benützen können. Die ganze übrige Hotel Infrastruktur wie Restaurant, Lobby und natürlich WiFi können wir auch benützen. Einige von unserer Gruppe sind leider erkrankt, von Durchfall bis Grippe und Bronchitis ist fast alles vertreten. Zwei Frauen wurden in Quito auch beraubt. Wir wurden vorgängig schon darauf aufmerksam gemacht, keine Wertgegenstände auf uns zu tragen, weil hier Touristen oft beraubt würden. Wir durchqueren nun Länder, wo nicht viele Touristen sind und die Kriminalitätsrate sehr hoch ist. So werden wir auch in Kolumbien in dreie Konvois fahren müssen, weil da selbst Polizei und Militär sich geheseitig nicht ganz vertrauen.

Freitag 17. Februar 2012 // 120 km

Ein kurzer Fahrtag mit mehreren Stopps. Zuerst besuchte ich den echten Äquatorpunkt, oder den Mittelpunkt der Erde in der Nähe von Cayambe. Interessant ist, dass dort auf dem Gipfel des Monte Catequilla sich eine archäologische Fundstätte befindet, welche noch vor der Inka Zeit entstanden ist und auf dem Breitengrad 0 0′ 0“ liegt, das heisst genau auf dem Äquator. Eine halbkreisförmige Steinmauer ist um 23.5 Grad geneigt wie auch die Erdachse bezogen auf ihre Umlaufbahn. Man vermutet, dass hier die Mitte der Welt dargestellt worden ist. Die Untersuchungen dieser Fundstätte haben erst angefangen (wäre ev. etwas für Erich von Däniken)?

20120218-085732.jpg

20120218-085737.jpg

Die Sonne scheint wahrend der Tag und Nachtgleiche exakt durch den Mittelpunkt der Säule auf einen Spiegel am Boden.

Einzig am Äquator ist es möglich den nördlichen und südlichen Sternenhimmel gleichzeitig zu sehen.

20120218-085908.jpg

20120218-085915.jpg
Das GPS Gerät wechselt beim überqueren der Äquatorlinie und zeigt ob man auf der Südlichen oder nördlichen Halbkugel der Erde steht.

Weiter ging die Fahrt zu einer Rosenzucht. Das Gebiet um Cayambe ist eines der weltweit größten Rosenzuchtgebiete

20120218-090122.jpg

20120218-090135.jpg

20120218-090147.jpg

20120218-090153.jpg

20120218-090210.jpg

20120218-090218.jpg

Bereits kurz nach Mittag erreichte ich unser Tagesziel, die Lagune Cuicocha, wo ich im nahen Restaurant eine gut zubereitete, frische Forelle geniessen konnte.

Die Lagune wird überragt vom Vulkan Cotacachi. Der See liegt auf 3070 m Höhe.

Samstag 18. Februar 2012 // 80 km

Wir fuhren wieder nur eine kurze Strecke, weil wir erst am Sonntag nach Kolumbien einreisen werden. Unsere Versicherungen für die Autos können erst in Kolumbien und natürlich erst am Montag abgeschlossen werden. Übernachtet haben wir auf dem Parkplatz eines Hotels unterwegs.
Sonntag 19. Februar 2012 // 190 km

Grenzübertritt mit den üblichen Formalitäten, Ausreise Ecuador und Einreise nach Kolumbien. Das Ganze dauerte etwa 2 Stunden. Die Fahrt ging wieder über hohe Pässe. Die Landschaft in Kolumbien ist ähnlich wie in Ecuador, eher noch grüner. Es hat auch viele Blumen in leuchtenden Farben die am Wegrand und in den Gärten blühen.

Montag 20. Februar 2012 // 290 km

Ein langer, anstrengender aber schöner Fahrtag. Weil ich am Morgen noch in der Gasstation meine Gasflasche füllen lies, entschied ich mich nicht im 3er- Konvoi zu fahren, weil ich die anderen nicht so lange warten lassen wollte. Es ging wieder unzählige male rauf und runter, in enge Schluchten und hohe Berge. Eine atemberaubende unglaubliche Landschaft. im Tal hat man eher das Gefühl in Afrika zu sein. Dunkelhäutige Menschen, Palmen, Bambus, Bananenbäume, tropische Früchte, Bäume welche die Straße in einen Tunnel verwandeln. es hat viel Polizei und Militär unterwegs. Meist fragen sie nur nach woher wohin und lassen einem dann ziehen. Doch einmal, weil ich wahrscheinlich an der Spitze der Gruppe fuhr und mit dem Wohnmobil natürlich auffalle, musste ich an den Strassenrand fahren. Die Beifahrertüre wurde geöffnet und 6 bewaffnete Männer guckten in mein Auto und stellten Fragen. Ich soll die Seitentüre öffnen. Ok aber nur wenn ich die Beifahrertüre schliessen kann. Kaum geschehen sassen schon zwei Mann mit Maschinengewehren in meinem Auto. Einer sprach gut Englisch. Sie wollten alles sehen, vom Kühlschrank bis zur Kochstelle, Bett und natürlich WC und Dusche erklärt bekommen. Einer fragte ob er sich mal die Hände waschen dürfte. Sie können nicht begreifen, dass ich alleine unterwegs bin, ohne Frau. Sie fragten dann, wie mir Kolumbien gefällt, was ich von den Kolumbianerinen halte usw. es war alles sehr locker. Ich fragte auch zurück und so verabschiedeten wir uns mit Händedruck und guten Wünschen für meine Weiterreise. In der Aufregung hatte ich vergessen zu fragen ob ich ein Foto machen dürfe. Wenn es nochmals vorkommt denke ich daran, weil ich nun viel entspannter wäre.

Dienstag 21. Februar 2012 // 290 km

Das Gegenteil von Gestern, super gute Strassen, meist doppelspurig. Die Fahrt ging alles über flaches Land, auf ca. 1000 m Höhe. Zuckerrohrfelder bis zum Horizont. Unterwegs trifft man Transporter (trenes cañeros) mit bis zu vier riesigen Anhängern, die Zuckerrohr transportieren. Ich bin schon um 6:30 Uhr losgefahren. Unterwegs sah ich um 7 Uhr die vielen Schulkinder die bereits unterwegs waren. Von den ganz kleinen bis zu den Größten tragen sie alle eine Schuluniform. Die Knaben schöne lange Hosen meist grau mit Bügelfalte und weisem T-Shirt mit dem Emblem der Schule. Die Mädchen kurze Faltenröcke mit Kniesocken und dem gleichen T-Shirt.
Bei einer Abzweigung hatte ich sofort bemerkt, dass ich vom GPS-Track, welcher unserem Roadbook zugrunde liegt, abgekommen bin. Kurzer Blick auf die Strassenkarte und ich bildete mir ein, ich könnte auch mal eine andere Strecke fahren. In der Stadt Armenia, wo ich eine Abzweigung gemäß Karte suchte, fand ich nichts dergleichen. Es hat sehr wenig Strassenschilder die auch Nebenwege anzeigen. Ich bin dann über sehr abgelegene Dörfer doch noch zu unserem Tagesziel gelangt. Es war schön auch das mal zu sehen, das nächste mal werde ich aber doch wieder umkehren und die vorgegebene Route fahren.

20120222-192422.jpg20120222-192434.jpg20120222-192445.jpg20120222-192527.jpg20120222-192608.jpg20120222-192558.jpg20120222-192357.jpg20120222-192411.jpg20120222-192451.jpg20120222-192428.jpg20120222-192454.jpg20120222-192439.jpg20120222-192459.jpg20120222-192418.jpg20120222-192520.jpg20120222-192547.jpg20120222-192514.jpg20120222-192652.jpg20120222-192642.jpg20120222-192619.jpg20120222-192504.jpg

20120222-194441.jpg

Wie soll man da überholen?

20120222-194604.jpg

So shöne Tausendfüßler gibt es auch hier.

20120222-194857.jpg20120222-194903.jpg20120222-194838.jpg20120222-194844.jpg20120222-194852.jpg20120222-194910.jpg20120222-194915.jpg20120222-194920.jpg20120222-194925.jpg20120222-194936.jpg20120222-195110.jpg20120222-195126.jpg20120222-195059.jpg20120222-194949.jpg20120222-194942.jpg20120222-194930.jpg20120222-194956.jpg20120222-195010.jpg20120222-195140.jpg20120222-195148.jpg20120222-195202.jpg20120222-195217.jpg20120222-195042.jpg20120222-195024.jpg20120222-195243.jpg20120222-195235.jpg20120223-180333.jpg20120223-180350.jpg20120223-180358.jpg20120223-180338.jpg20120223-180422.jpg20120223-180411.jpg20120223-180417.jpg20120223-180509.jpg20120223-180458.jpg20120223-180523.jpg20120223-180545.jpg20120223-180556.jpg20120223-180343.jpg20120223-180428.jpg20120223-180436.jpg20120223-180533.jpg20120223-180611.jpg20120223-180630.jpg
20120223-181537.jpg

Mittwoch 22. Februar 201 // 0 km
Unser gestriges Tagesziel war eine sehr schöne und grosse Kaffee Finca, welche gleichzeitig auch ein Hotel ist, halt gemacht. Heute wurden wir in die Geheimnsse der Kaffe- Anpflanzung und Kaffe Ernte eingeweiht. Kaffee wächst nur auf einer Höhe von 1000 bis 2000 m. Geerntet wird zweimal pro Jahr. Die Bohnen sind dann aussen rot und werden von Hand abgelesen. Zwischen den Kaffeepflanzen hat es meist noch Bananenbäume, damit die Finca Bauern das ganze Jahr über etwas zu tun haben. Die Kaffeebohne hat insgesamt 4 Hüllen. Beim ersten Durchgang wird die Rote Hülle entfernt. Darin befinden sich zwei Kaffebohnen in eine schleimigen zuckrigen Masse. Die Bohnen werden 4 Tage an der Sonne getrocknet. Dann werden sie nochmals gestampft, damit eine weitere Gelbe dünne Hülle abfällt. Beim anschliessenden rösten fällt dann die letzte Hülle und es riecht kräftig nach Kaffee.
20120223-181954.jpg20120223-181932.jpg20120223-181958.jpg20120223-182013.jpg20120223-182016.jpg20120223-182038.jpg20120223-182047.jpg20120223-182057.jpg20120223-182103.jpg20120223-182115.jpg20120223-182121.jpg20120223-182137.jpg20120223-182007.jpg

Am Nachmittag schwangen wir uns in die Lüfte. Man kann an einem Seil hängend über mehrere Etappen, insgesamt über 2 km Länge, über die Kafeeplantagen fliegen. Man erreicht Geschwindigkeiten bis zu 70 km/h und fliegt teilweise auf 80 m Höhe. Diese Canopy Anlage ist momentan die größte in Kolumbien. Hat natürlich viel Spass gemacht.

20120301-151409.jpg

20120301-151434.jpg

20120301-151449.jpg

20120301-151500.jpg

20120223-182832.jpg20120223-182844.jpg20120223-182903.jpg20120223-182916.jpg20120223-182926.jpg

Donnerstag 23. Februar 2012 // 0 km
Wir sind weiterhin auf der Kaffe Finca und hatten heute mit einem Bus einen gemütlichen Tagesausflug gemacht. Ein deutsches Ehepaar welches hie eine eigene Touristikfirma betreibt, hat uns ins Valle del Cocora entführt, um mit uns dort eine kleine Wanderung zu machen und dort die emblematische Palma de Cera del Quindio zu bewundern. Diese Quindio – Wachspalme gilt als die höchste Palmenart der Welt und ist der Nationalbaum Kolumbiens. Unterwegs haben wir Filandia mit seinem grossen Mirador und Salento besucht. Diese Dörfer mit ihren bunten Häusern sind typisch für diese Gegend.
Benita hat uns unterwegs sehr viel über Land und Leute erklärt und unsere Fragen beantwortet. Die Guerillagruppe FARC ist zwar in Randgebiete zurück gedrängt worden, aber immer noch nicht besiegt. So gab es in einem Dorf des Grenzgebietes gerade diese Woche wieder einen Überfall, bei dem ein Kommandant des Militärs ermordet wurde und im Dorf herumgeschossen und ein Lebensmittelgeschäft zerstört wurde. Dem UN- Flüchtlingsbeauftragten zufolge, gibt es in Kolumbien 4,3 Mio. Binnenflüchtlinge. Nur im Sudan sind es mehr.. Der Grund liegt darin, dass die arme Landbevölkerung immer wieder ins Kreuzfeuer zwischen Guerillas, den immer noch aktiven Paramilitärs und der Armee gerät. Auch Kokain spielt nach wie vor, trotz Bekämpfung und Enteignungen durch die Regierung eine grosse Rolle. Der Kampf gegen das Kokain scheint vergeblich, trotz finanzieller Untertützung von Seiten der USA.

20120223-211243.jpg20120223-211251.jpg

Mirador (Aussichtspunkt) in Filandia.

20120223-211723.jpg20120223-211746.jpg20120223-211727.jpg20120223-211731.jpg20120223-211752.jpg20120223-211719.jpg20120223-211826.jpg20120223-211817.jpg20120223-211834.jpg20120223-211854.jpg20120223-211906.jpg20120223-211806.jpg20120223-211801.jpg20120223-211946.jpg20120223-211936.jpg20120223-211918.jpg20120223-211927.jpg

Freitag 24. Februar 2012 // 210 km

Von der Finca aus fuhren wir zurück nach Cartago um wieder auf die Panamericana zu gelange. Es ging noch einmal über 2000 m, dann aber runter bis auf 700 m. Unglaublivh wie hier die Temperaturen schnell variieren. Wir übernachteten auf einem Campingplatz und konnten wieder mal bis spät draussen sitzen und grillieren.

20120226-171622.jpg

20120226-171636.jpg

20120226-171649.jpg

20120226-171701.jpg

20120226-171715.jpg

20120226-171721.jpg

20120226-171708.jpg

20120226-171727.jpg

20120226-171732.jpg

20120226-171743.jpg

20120226-171737.jpg

20120226-171803.jpg

20120226-171810.jpg

20120226-171821.jpg

20120226-171827.jpg

20120226-171839.jpg

20120226-171919.jpg

20120226-171905.jpg

20120226-171932.jpg

20120226-171944.jpg

20120226-172002.jpg

20120226-171855.jpg

20120226-172013.jpg

20120226-172024.jpg

20120226-171847.jpg

Samstag 25. Februar // 400 km

Der Streckenmässig längste Fahrtag in Kolumbien. Die Reiseleitung will uns schnell durch Kolumbien führen. Einerseits aus Sicherheitsgründen, andererseits weil die beiden erst 2 x durch Kolumbien gefahren sind und sie deshalb das Land nicht so gut kennen. Außerdem gibt es keine Campingplätze und es ist nicht einfach für 20 Fahrzeuge einen sicheren Übernachtungsplatz zu finden.
Der Straßenverkehr durch die Millionenstadt Medellín war ein „Gewusel“ das kaum noch zu übertreffen ist. Wir fuhren ein letztes mal über mehre Pässe. Wieder mal mit sehr viel LKW Verkehr und zum Teil sehr schlechter Strasse. Es war Ein anstrengender Tag. Eine schöne Landschaft, die man heute, aufgrund der langen Fahrstrecke und der schlechten Strasse nicht richtig geniessen konnte. Leider habe ich einen ca. 1 m langen Leguan überfahren. Ich hatte einen Schwertransporter überholt und musste wegen Gegenverkehr einbiegen. Ich dachte es liegt ein Holzstück auf der Strasse und wollte dies mittig überfahren. Im letzten Moment hob der Leguan den Kopf und bewegte sich, so dass leider mein Hinterrad ihn erwischte. Am späteren Nachmittag erreichte ich wieder mal als Erster das Hotel Los Caimanes in Buenavista. Wir übernachten vor einer Kaimanzucht und kleinem Zoo, den wir Morgen besuchen werden.

20120226-172246.jpg

20120226-172252.jpg

20120226-172258.jpg

20120226-172303.jpg

20120226-172311.jpg

20120226-172317.jpg

20120226-172326.jpg

20120226-172337.jpg

20120226-172354.jpg

20120226-172401.jpg

20120226-172347.jpg

20120226-172408.jpg

20120226-172416.jpg

20120226-172425.jpg

20120226-172440.jpg

20120226-172448.jpg

20120226-172502.jpg

20120226-172517.jpg

20120226-172529.jpg

20120226-172603.jpg

20120226-172613.jpg

20120226-172627.jpg

20120226-172643.jpg

20120226-172654.jpg

20120226-172703.jpg

20120226-172710.jpg

20120226-172718.jpg

20120226-173522.jpg<;;;;;;a

Sonntag 26. Februar 2012 // 0 km

Der Übernachtungsplatz vor dem Hotel war sehr schön. Swimmingpool und natürlicher See als Teil vom angrenzenden Zoo. Nachts hörte man den Löwen brüllen, ein Gefühl fas wie in Afrika.

Wir wurden in offenen Wagen (ähnlich einem Kinderzug) durch die Kaimanzucht und den angrenzenden Zoo Gefahren. Zum Glück hatte ich Kaiman Filet am Abend schon gegessen, sonst wäre mir beim Anblick der 1000en von Tieren in engen Bassins wohl der Appetit darauf vergangen. Die Tierhaltung in der Zucht und im Zoo wäre nach unseren Maßstäben ein Skandal und wäre vom Tierschutzgesetz her verboten.

An mehreren Orten wurde dann eine Show gezeigt die auch nicht unseren Vorstellungen von Tierhaltung entsprach.

20120302-150530.jpg

20120302-150552.jpg

20120302-150601.jpg

20120302-150616.jpg

20120302-150630.jpg

20120302-150643.jpg

20120302-150653.jpg

20120302-150711.jpg

20120302-150746.jpg

20120302-150801.jpg

20120302-150813.jpg

20120302-150842.jpg

Am Nachmittag konnten wir wieder mal ausspannen.

Montag 27. Februar 2012 // 335 km

Die letzte Etappe in Kolumbien. Wir führen zwar nicht mehr über Berge, doch leider war die Strasse teilweise in sehr schlechtem Zustand, so dass auch dies wieder ein anstrengender länger Tag wurde. Unterwegs müssten wir noch unsere Fahrzeuge waschen lassen, weil diese nur sauber im Hafen angenommen werden. Ich meinte das Verkehrsgewusel in Medellín wäre nicht mehr zu überbieten gewesen. Da hatte ich mich aber kräftig getäuscht. Weil ich unterwegs keine Gelegenheit zum Autowaschen gefunden hatte, suchte ich nahe der Stadt Cartagena nach einer Waschgelegenheit. Dies in nicht zu beschreibenden Verkehrsgewühl. Meine Nerven wurden kräftig strapaziert. Es war nicht einfach sich cm um cm im dichtesten Verkehr vorwärts zu kämpfen. Es gibt hier keine geordneten Fahrspuren. Jeder fährt drauflos, man hat das Gefühl an einem Rennen Teil zu nehmen, bei dem selbst im dichtesten Stau um jeden Platz gerungen wird. Dabei ist dauerndes Hupen angesagt!

Nun ich kam dieses mal als einer der letzten im Hilton Hotel in Cartagena an. Hier dürfen wir nicht auf dem Parkplatz in unseren Wohnmobilen übernachten. Es wäre auch zu heiß hier in der Karibik. Wir haben Temperaturen bis 38°C.

20120302-151330.jpg

Dienstag 28. Februar 2012 // 0 km

Ein sehr schönes nobles Hotel direkt am Meer eigenem Strand und Swimmingpools. Wir werden hier Karibik-Ferien von unseren Ferien machen. Weil es keine Strassenverbindung von Kolumbien nach Panama gibt, musste ein Extraschiff gechartert werden, was natürlich sehr teuer ist. Das verfahren ist äußerst kompliziert mit unzähligen Formularen und Unterschriften verbunden. Am kommenden Sonntag können wir unsere Fahrzeuge in den Hafen fahren. Am Montag ist Drogenkontrolle, welche pro Fahrzeug mehrere Stunden dauern soll. Alles muss ausgeladen und wieder eingeladen werden. Die Türen werden dann versieget und wir dürfen nicht mehr zu unseren Fahrzeugen. Das Schiff hat natürlich Verspätung und wird voraussichtlich erst am Samstag 10. März ablegen. Die Überfahrt dauert nur einen Tag. Wir fliegen vorher, am 7. März von Cartagena nach Panama. Dort müssen wir wieder in ein Hotel und werden wieder auf unsere Fahrzeuge warten müssen.

20120302-151559.jpg

20120302-151629.jpg

Mittwoch 29.Februar 2012// 0 km

Mein Computer streikt ( nur noch Schwarzer Bildschirm). Also hatte ich eine Beschäftigung die ich eigentlich so nicht vorgesehen hatte. Bereits hatte ich mich in einem Shopping-Center, nach einem neuen Computer umgesehen, doch zögerte ich noch, weil das Modelle sind die bei uns andere Bezeichnungen haben und deshalb schwierig zu beurteilen sind. Also hatte ich weiterhin versucht das Ding wieder zum Leben zu erwecken. Es ist mir gelungen, warum das Ding wieder läuft weis ich nicht. Nun kann ich meinen Reisebericht wieder fortsetzen.

Donnerstag 1. März 2012 // 0 km

Heute konnte ich meine Karibikferien mal genießen. Ich machte eine Stadtrundfahrt im offenen Bus. Cartagena de Indias ist mit ca 1 Mio. Einwohnern die Hauptstadt des Départements Bolívar. Cartagena ist eine der schönsten Städte Lateinamerikas. Gegründet 1533, eine der ältesten Städte Kolumbiens und ein architektonisches Juwel der Kolonialzeit. Das Alte Stadtzentrum ist komplett ummauert mit einem Festungsring und ist UNESCO-Weltkulturerbe. Heute ist Cartagena eine wichtige Hafenstadt mit starkem afroamerikanischen Einfluss und unter Touristen extrem beliebt.

20120302-152323.jpg

20120302-154253.jpg

20120302-154310.jpg

20120302-154316.jpg

20120302-154324.jpg

20120302-154329.jpg

20120302-154339.jpg

20120302-154346.jpg

20120302-154354.jpg

20120302-154401.jpg

20120302-154406.jpg

20120302-154421.jpg

20120302-154437.jpg

20120302-154450.jpg

20120302-154505.jpg

20120302-154518.jpg

20120302-154540.jpg

20120302-154554.jpg

20120302-154604.jpg

20120302-154624.jpg

20120302-154639.jpg

20120302-154654.jpg

20120302-154712.jpg

20120302-154735.jpg

20120302-154812.jpg

20120302-154832.jpg

20120302-154852.jpg

20120302-154921.jpg

20120302-154941.jpg

Freitag 2. März 2012 // 2012 // 0 km
Heute habe ich die Festung San Felipe besucht und bin noch einmal durch die schöne Altstadt spaziert. Es ist so heiß und feucht hier, das man das Hemd bei der Rückkehr zum Hotel fast auswinden kann.

20120302-155516.jpg

20120302-155535.jpg

20120302-155556.jpg

20120302-155618.jpg

20120302-155651.jpg

20120302-155635.jpg

20120302-155710.jpg

20120302-155728.jpg

20120302-160019.jpg

20120302-160028.jpg

Nach dem Spaziergang ab ins….

20120302-160204.jpg

Samstag 3. März 2012 // 0 km
Heute konnten wir die Wohnmobile endlich zum Hafen führen. Das ganze Prozedere dauerte von 7 Uhr Morgens bis 13 Uhr am Nachmittag. Wir müssten in brütender Hitze beim Auto warten. Es ging um Zustandskontrolle, Überprüfung der Fahrgestellnummer usw. Unzählige Fomulare waren zu unterschreiben. Morgen erfolgt die Drogenkontrolle.

Sonntag 4. März 2012 // 0 km
Die Drogenkontrolle verlief sehr gut. Wir führen um 7:30 Uhr mit Taxiszum Hafen und konnten dort wenigstens im Schatten warten bis man an der Reihe war. Alle Kästen und Schubladen wurden durchsucht. Ausräumen müsste ich nur den hinteren Laderaum. Dann kam Tina ein Drogen- Spührhund und schnupperte alles Innen und Außen ab. Alle Türen und Klappen wurden versiegelt. Um 1 Uhr war ich wieder im Hotel.

Montag 5. März 2012 // 0 km
Karibikferien

20120305-180004.jpg

20120305-180027.jpg

20120305-180051.jpg

Dienstag 6. März 2012 // 0 km
Der letzte Tag im Hotel. Am Abend hatten wir noch eine Rundfahrt mit einem Musikbus durch die Stadt gemacht. Drei Musiker spielten karibische Songs, während der Bus noch einmal durch die Stadt fuhr. Es gab reichlich Cola- und Rum zum Trinken. Aschließend hatten wir noch einmal beim Italiener ein gutes Nachtessen.

20120309-215140.jpg

20120309-215206.jpg

20120309-215224.jpg

20120309-215250.jpg

20120309-215313.jpg

20120309-215335.jpg

20120309-215640.jpg

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s