CHINA (Tibet / Qinhai / Gansu / Shaanxi.

Am Morgen wurden wir als Ehrengäste in Biandukou verabschiedet.





Dann folgte eine einmalig schöne Fahrt über mehrere Pässe alle jeweils 3700 m Höhe. Tibetische Hochebene, Schaffe, Yacks ich konnte mich nicht satt sehen. Einfach fantastisch!















Bei ihr kaufte ich feines getrocknetes Yackfleisch.

In Xining wurden wir wieder äußerst freundlich empfangen. Wieder wurden uns Tücher dieses Mal weise umgehängt und jeder und jede wurden mit freundlichen Begrüßungsworten willkommen geheißen. Auch die Presse war zugegen und filmte das Ganze.



In Xining wo wir wieder zwei Tage blieben, besuchten wir am zweiten Tag das große tibetische Museum (Medizin, Kultur) mit der längsten Tanka  der Welt, über 600 m, man kann das Kunstwerk abschreiten. Auf diesen gemalten und teilweise bestickten Flächen wird die Geschichte, Kultur und Künste Chinas dargestellt.



Mandela



Kenntnisse der Medizin waren schon 2000 Jahre vor Christus bekannt und wurden in Bildern und Schriften festgehalten.


Durch schönes Bergland von Qinhai und dann alles entlang des Ufers des Gelben Flusses führte unsere Tagesetappe bis nach Xunhua. 



Diese Hängebrücke kann mit dem Auto befahren werden.


Vom Übernachtungsplatz fuhr ich noch ca. 5 km weiter zu einem Ausflugs-Parkplatz. Andreas und Hans begleiteten mich auf einer Wanderung zum Mengle-Himmelsee. Es war recht anstrengend, eing halbe Stunde lang stiegen wir Stufe um Stufe hoch bis wir an dem Bergsee ankamen. (Stiegenlos ist im Vergleich dazu ein Soaziergang). Den Himmelsee umrundeten wir und liefen dann die ganze Strecke wieder zurück. Es tat gut mal wieder etwas Bewegung zu haben!





Wieder durch Bergland bis 3650 m Höhe ging es weiter. Man sollte eigentlich nicht, aber diese beiden Bergbäuerinnen taten mir leid, die steile Bergstrecke laufen zu müssen, also nahm ich sie mit auf die Passhöhe.


Unterwegs besuchte ich ein buddhistisches Kloster, anfangs ganz zurückhaltend, denn ich wusste ja nicht ob man da überall seine „Langnase“ reinstecken darf. Doch Mönche und Betende ermunterten mich einzutreten.




War Dalai Lama inkognito da?




Am Nachmittag trafen wir uns alle, denn wir wollen in Xiahe/Labrang auf ca. 3000 üNN, gemeinsam ein typisches tibetisches Lama Kloster besuchen. Allerdings durfte man da im Innern nicht fotografieren, so war ich froh, das ich unterwegs auf eigene Faust ein Kloster besucht hatte.








Auf dem ungefähr 86 Hektar großen Gelände des im tibetischen Stil erbauten Klosters befinden sich 48 Tempelhallen unterschiedlicher Größe sowie mehr als 500 buddhistische Kapellen und Mönchszellen.




Die Frau reinigt Wurzeln, welche gut für die Gesundheit sein sollen. Eine einzige Wurzel kann bis 100 Yuan, 14.2 CHF kosten.Mit einer Übernachtung im Taizishan Nationalpark erreichten wir Pingliang und haben mit der heutigen Etappe das tibetische und islamische Gebiet verlassen. Fasziniert hatten mich der Terassenanbau entlang den Bergen. Diese in Jahrhunderten mit Hand und Nutztier geschaffenen Anbauflächen prägten ein lange Strecke unserer heutigen Fahrt bis Pingliang.








Die einzelnen Pflanzflächen werden ganz eben planiert und sehr sorgfältig und exakt angepflanzt.


Mit Sonnenenergie wird gekocht. Als ich die Hand unter den Kochtopf hielt, war ich überrascht wie heiß das darunter ist. Die Frau konnte nicht verstehen, warum ich ihren Kochtopf fotografiere.


In Pingliang bleiben wir zwei Nächte um uns die schön gelegene Tempelanlage auf dem heiligen Berg Kongtong anschauten. Der 2123 m Höhe Himmelsberg ist ein Geburtsort des Daoismus, wo das mythische Treffen des Gelben Kaisers Huangdi (2600 v. Chr.) und des unsterblichen Weisen Guangchengzi stattfand, nachdem erleuchtete Unsterblichkeit erlangte. Dem Urkaiser aller Chinesen Huangdi wird die Erfindung der Akkupunktur, chinesischer Schrift, Musik, Arithmetik, des Rades sowie der daoistischen Sexualpraktiken nachgesagt. Man staune 2600 v. Chr. unglaublich?

Neben Konfuzianismus und Buddhismus ist der Daoismus eine der drei Lehren, durch die China maßgeblich geprägt wurde. Auch über China hinaus haben die drei Lehren wesentlichen Einfluss auf Religion und Geisteswelt der Menschen ausgeübt. In China beeinflusste der Daoismus die Kultur in den Bereichen der Politik, Wirtschaft, Philosophie, Literatur, Kunst, Musik, Ernährungskunde, Medizin, Chemie, Kampfkunst und Geographie.

Wir stiegen über 1000 Treppenstufen hoch bis zum Himmelstempel. Auf dem Weg dahin hat es immer wieder kleinere Tempel wo die Gläubigen Opferstäbchen verbrennen und dort beten.