CHINA (Henan / Shanxi..

Weiter durch die Provinz Henan.
Mit Xian hatten wir eine ehemalige Kaiserstadt verlassen und begaben uns gleich in die nächste- Luoyang auch reich an bewegter Geschichte. Luoyang liegt im Talkessel des Gelben Flusses. In Luoyang blieben wir wiederum für zwei Nächte. 

Den fahrfreien Tag begannen wir mit der Besichtigung der berühmten Longmen-Grotten (wichtigste buddhistische Kultstätte Chinas) am Yi-Fluss, einem Zufluss zum Gelben Fluss.


Es hat wahnsinnig viele Touristen, doch wir sind wieder die einzigen Langnasen.



Grimmige Wächter mahnen bei jedem Eintretenden Läuterung an. Drinnen blicken sie zu einem zentralen, übermenschlich Großen Buddha, auf. Während dieser sitzt, bleiben die anderen zu seinen Seiten ehrfürchtig stehen. In diesen Grotten die teilweise durch anders Gläubige Kaiser zerstört wurden, sollen über 100’000 Buddha Figuren in den Kalkstein gemeißelt sein. Buddha in der Größe von 4 cm bis 17.5 m Höhe.


Am Nachmittag fuhren wir mit einem Bus und kundiger Führung durch Frau Xian zum ca. 90 km entfernten buddhistische Shaolin-Kloster. Das Shaolin-Kloster das im Jahr 495 gegründet wurde, ist das wohl bekannteste Chinas. Hier entwickelte sich die Kampfkunst des Kung-Fu entscheidend weiter. Hier wurden auch zahlreiche Kung-Fu Filme gedreht.


Die 1400 Jahre alte Kampfkunst-Tradition des Ortes ist heute lebendiger den je. Neben der renommierten Kloster-Kampfschule profitieren in der Gegend noch über 20 weitere Schulen mit zusammen mehr als 10’000 Schülern vom Shaolin-Renommee.


Wirwerden in Peking noch einmal die Gelegenheit haben, Mönche bei einer Kung-Fu Show zu sehen.

Mit der nächsten Fahretappe hatten wir die Provinz Henan verlassen, welche durch die häufigen Hochwasser des Gelben Flusses gekennzeichnet ist, aber auch für fruchtbares Land entlang der Überschwemmungsgebiete sorgt. Die meiste Zeit sind wir nun in der Kohle-Förderregion der Provinz Shanxi unterwegs.
Direkt am Eingang zur Altstadt von Pinyao verbrachten wir weiter zwei Nächte. Pingyao ist eine der seltenen Orte in China, die eine geschlossene mittelalterliche Altstadt bewahrt haben und dieses Erbe auch bewusst pflegen. 


Xing und Conny unsere beiden Chinesinen welche uns durch ganz China begleitet und oft mit Übetsetzungen geholfen hatten.


Eine vollständige Stadtmauer, Schmucktore, Tempel und Backhäuser aus dem 19. Jh. Wir besichtigten auf einem 3 stündigen Rundgang auch das Bürgermeisterhaus und die erste Bank Chinas. Pinyao ist natürlich durch den Status des Weltkulturerbes auch ein wenig touristischer geworden, doch kann man sich trotzdem immer noch einen Eindruck von der Atmosphäre vergangener Tage verschaffen.





Weitere zwei Nächte verbrachten wir in Datong. Am zweiten Tag war eine Besichtigung der Yungang-Grotten angesagt. Ich hatte aber in den vergangenen Tagen schon soviele Buddhas gesehen, das ich mal eine Verschnaufpause brauchte. Also blieb ich in Datong und konnte endlich mal ein schon lange angefangenes Buch fertig lesen. 
Am Ankunftstag in Datom waren wir von Andreas, einem Mitarbeiter der Messe Düsseldorf, welcher uns auf der ganzen Reise begleitet hatte, zu einem feinen Nachtessen eingeladen worden. Dabei erfuhren wir, wie wir in Peking empfangen würden. Wir sollten unsere Autos beflaggen. Wäre eigentlich kein Problem, wenn nicht nur Deutschland-Flaggen ausgeteilt wurden. Wir Schweizer Weden doch wohl kaum unter Deutscher Flagge in Peking einfahren!


Claudia, Heinz, Gerda und Robi besorgten ein rotes und ein weißes T-Shirt und schneiderten daraus Schweizer Flaggen. Irene war so nett und Nähte mir beidseitig die weißen Kreuze darauf. 




So ausgestattet, kann das Abenteuer Peking ja angegangen werden.